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Elektromobilität: Fraunhofer recycelt Elektroautos

Recycling einmal anders: Das Fraunhofer IWKS will in erster Linie Komponenten wiederverwerten und erst dann Rohstoffe zurückgewinnen.

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Elektronikschrott fürs Rohstoff-Recycling (Symbolbild): lieber Komponenten wiederverwenden als Rohstoffe zurückgewinnen
Elektronikschrott fürs Rohstoff-Recycling (Symbolbild): lieber Komponenten wiederverwenden als Rohstoffe zurückgewinnen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Zwar sollen die Rohstoffe für Elektroautos wie Lithium, Kobalt, Graphit oder Neodym in ausreichendem Maß vorhanden sein, dennoch ist die Wiedergewinnung von Rohstoffen durch Recycling der Elektroautos wünschenswert. Die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) baut ein Anlage, in der das automatisiert geschehen soll.

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Das Zentrum für Demontage und Recycling - Elektromobilität (ZDR-Emil) entsteht am Standort des Fraunhofer IWKS in Hanau bei Frankfurt. Dort will die Fraunhofer-Gesellschaft nach eigenen Angaben "eine effiziente Kreislaufwirtschaft für Funktionskomponenten der Elektromobilität, wie Batterien, Brennstoffzellen, Leistungselektronik und Magnete aus Elektromotoren von der Demontage über Re-Use bis zum Recycling" einrichten.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betont, dass der Fokus auf der Wiederverwertung von Komponenten liege. Nur wenn eine Komponente nicht wiederverwendet oder repariert werden könne, solle sie recycelt und die Rohstoffe zurückgewonnen werden. Das stelle besondere Anforderungen an die automatisierte Demontage. Entsprechende Demonstratoren sollen am ZDR-Emil gebaut werden.

"Mit dem ZDR-Emil werden automatisierte und flexible Demontage- und Recyclingprozesse für alle Komponenten aus Elektrofahrzeugen entwickelt. In Kooperation mit der regionalen Industrie können wir so eine hohe Recyclingeffizienz unter den Gesichtspunkten von Wirtschaftlichkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit erreichen", sagte Projektleiter Jörg Zimmermann. "Wichtig bei unserem Ansatz ist, dass wir alle Materialien zurückgewinnen. Dies beinhaltet die wertvollen kritischen Metalle, aber auch Konstruktionswerkstoffe wie Kunststoff, Aluminium und Stahl, die in weitaus größerer Menge enthalten sind. So wird eine Deponierung und Dissipation vermieden."

Das Fraunhofer IWKS ist nicht das einzige Fraunhofer-Institut, das sich mit dem Recycling von Elektroautos beschäftigt. Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) baut zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Automobilhersteller Mercedes Benz, dem Technologiekonzern Siemens sowie weiteren Partnern eine Demontagefabrik in Baden-Württemberg.

Daneben beschäftigen sich auch diverse Unternehmen mit dem Akkurecycling. Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen (VW) baut zusammen mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt eine Akkufabrik in Salzgitter, die auch das Recycling der Akkus mit einbezieht. Die VW-Tochter Audi und das belgische Recycling-Unternehmen Umicore wollen Kobalt und Nickel aus Altakkus gewinnen und daraus neue Akkus herstellen.

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