• IT-Karriere:
  • Services:

Elektromobilität: Fraunhofer-Forscher wollen Autoakkus recyceln

Auch nach dem Ende seines Betriebszyklus kann ein Akku noch nützlich sein: als Lieferant von wertvollen Rohstoffen. In einem europäischen Forschungsprojekt wollen Forscher Verfahren entwickeln, um die unterschiedlichen Akkutypen umweltfreundlich und effizient zu recyceln.

Artikel veröffentlicht am ,
Chassis eines Tesla Roadster mit Antriebsstrang und Akku: Konzepte für die Wiederverwendung von ganzen Batteriekomponenten
Chassis eines Tesla Roadster mit Antriebsstrang und Akku: Konzepte für die Wiederverwendung von ganzen Batteriekomponenten (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Aus alt mach neu: Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) hat ein Projekt zum Recycling von Lithium-Ionen-Akkus initiiert. Ziel ist, umweltfreundlich und wirtschaftlich die wertvollen Rohstoffe aus den Autoakkus zurückzugewinnen und wiederzuverwerten.

Stellenmarkt
  1. GKV-Spitzenverband, Berlin
  2. Allianz Deutschland AG, Stuttgart

Die Forscher wollen die gesamte Prozesskette des Akku-Recyclings analysieren: vom Sammeln der Altakkus über die unterschiedlichen Verfahren, sie aufzutrennen, bis hin zur Aufbereitung der Materialien und zur Wiederverwendung in neuen Akkus. Für jeden Schritt soll ein Verfahren gefunden werden, das effizient und wirtschaftlich, aber auch nachhaltig ist.

Ein wichtiger Schritt ist das Zerlegen des Altakkus. Das soll künftig automatisiert und nicht mehr von Hand geschehen. Dabei sollen neben mechanischen Verfahren wie dem Schreddern auch neue untersucht werden, etwa die elektrohydraulische Zerkleinerung. Zusammen mit weiterentwickelter Sortiertechnik soll es möglich sein, die verschiedenen Materialien aus den Akkus zu gewinnen. "Darüber hinaus entwickeln wir Konzepte für die Wiederverwendung von ganzen Batteriekomponenten - nicht nur den Materialbestandteilen - z. B. für stationäre Anwendungen, um effiziente und rentable Wertstoffkreisläufe zu ermöglichen", sagt Andreas Bittner vom Fraunhofer ISC.

Viele Akkutypen - wenig Informationen

Ein großes Problem beim Recycling ist, dass es auf dem Markt viele verschiedene Akkutypen gibt, die sich vom Aufbau her sowie den eingesetzten Rohstoffen stark unterscheiden. Informationen darüber sind meist rar. Das macht das Zerlegen der Akkus riskant. In dem Projekt sollen Konzepte entwickelt werden, um diese Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu verringern.

Das Projekt Automotive Battery Recycling 2020 (Autobatrec2020) ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Europäischen Union gefördert. Koordiniert wird das Projekt vom Fraunhofer ISC in Würzburg. Beteiligt sind acht Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Österreich. Darunter ist auch der Automobilkonzern Daimler.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Vinnie 29. Mai 2018

Aktuell die meist sinnvolle Investitionen die wir Menschen machen können. Man stelle sich...

misfit 29. Mai 2018

Die Wirtschaft wird schon Argumente finden. Immer wenn Regulierungen oder ähnliches...


Folgen Sie uns
       


Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

IT-Jobs: Die schwierige Suche nach dem richtigen Arbeitgeber
IT-Jobs
Die schwierige Suche nach dem richtigen Arbeitgeber

Nur jeder zweite Arbeitnehmer ist mit seinem Arbeitgeber zufrieden. Das ist fatal, weil Unzufriedenheit krank macht. Deshalb sollte die Suche nach dem passenden Job nicht nur dem Zufall überlassen werden.
Von Peter Ilg

  1. Digitalisierung in Firmen Warum IT-Teams oft übergangen werden
  2. Jobs Unternehmen können offene IT-Stellen immer schwerer besetzen
  3. Gerichtsurteile Wann fristlose Kündigungen für IT-Mitarbeiter rechtens sind

Tutorial: Was ein On Screen Display alles kann
Tutorial
Was ein On Screen Display alles kann

Werkzeugkasten Viele PC-Spieler schwören auf ein OSD. Denn damit lassen sich Limits erkennen, die Bildqualität verbessern und Ruckler verringern.
Von Marc Sauter


      •  /