Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elektromobilität: Foxconn kauft Lordstown-Werk und baut Elektro-Pickup

Das Werk des E-Auto-Startups Lordstown Motors soll von Foxconn übernommen werden. Der elektrische Pickup Endurance soll dennoch gebaut werden.
/ Andreas Donath
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Endurance (Bild: Lordstown)
Endurance Bild: Lordstown

Lordstown will sein Werk an Foxconn verkaufen und dafür 230 Millionen US-Dollar haben.(öffnet im neuen Fenster) Lordstown ist ein Elektroauto-Startup, das einen Pickup bauen will, aber in finanzielle Schwierigkeiten geriet, noch bevor das Fahrzeug auf den Markt kommt. Dies soll nun durch den Verkauf des Werkes möglich werden. Foxconn wird dadurch Auftragsfertiger für Lordstown und beteiligt sich zudem mit 50 Millionen US-Dollar an Lordstown Motors.

Foxconn darf in dem Werk auch für andere Unternehmen Autos bauen. Da Foxconn gemeinsam mit Fisker mit dem Projekt Pear ebenfalls ein E-Auto bauen will, könnte dieses nun auch aus diesem Werk kommen.

Foxconn hatte im Oktober 2020 angekündigt, Bauteile für Elektroautos herstellen zu wollen. Im Januar 2021 hieß es dann, dass der Apple-Auftragsfertiger den angeschlagenen Elektroautohersteller Byton unterstützen und das Elektro-SUV M-Byte zur Marktreife entwickeln wolle. Dazu stellte Foxconn eine eigene, modulare Elektrofahrzeug-Plattform vor, die es ermöglichen soll, diverse Fahrzeuggrößen zu bauen - von Mittelklassewagen bis zu kleineren Nutzfahrzeugen.

Erst Börsengang, dann Betrugsvorwürfe

Lordstown Motors verspricht seit 2018, elektrische Pickup Trucks in einer ehemaligen Fabrik von General Motors in Lordstown, Ohio, herstellen zu wollen. Im Oktober 2020 gelang der Börsengang mithilfe eines SPAC, mit dem die Firma 675 Millionen US-Dollar einnahm und anschließend mit einem Kapitalwert von rund 1,6 Milliarden Dollar an der Börse gehandelt wurde.

Anschließend kam es jedoch zu Betrugsvorwürfen , in deren Folge Firmenchef Steve Burns und Finanzchef Julio Rodriguez ausgeschieden waren. Wie die neue, zwischenzeitlich eingesetzte Firmenleitung von Lordstown Motors sagt, habe sich herausgestellt, dass eine der Kundenfirmen nicht die Mittel habe, die große Zahl ihrer Vorbestellungen zu verwirklichen.


Relevante Themen