Elektromobilität: Fastned stellt auf Kilowattstunden-Abrechnung um

An der Tankstelle ist die Abrechnung nach getankter Menge selbstverständlich. Betreiber von Ladesäulen für Elektroautos rechnen meist pauschal den Ladevorgang ab. Fastned hat angekündigt, ab dem kommenden Monat die geladenen Kilowattstunden zu berechnen.

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Fastned-Ladestation (Symbolbild): 17.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland
Fastned-Ladestation (Symbolbild): 17.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland (Bild: Fastned)

Abrechnung nach geladener Kilowattstunde: Beim niederländischen Ladeinfrastruktur-Betreiber Fastned zahlen Kunden ab 1. Mai 2019 die geladene Strommenge. Bisher rechnet Fastned noch pauschal pro Ladevorgang ab - ebenso wie viele anderen Ladesäulenbetreiber auch.

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Ab Mai zahlen Elektroautofahrer bei Fastned 59 Cent für eine Kilowattstunde (kWh). Vielfahrer können eine Art Abonnement abschließen: Sie zahlen im Monat einen Grundbetrag von 12 Euro und für die Kilowattstunde 35 Cent. Aktuell kostet ein Ladevorgang bei Fastned 7,50 Euro.

Im März hat der deutsche Energieversorger EnBW bereits von einem Pauschalpreis auf eine Abrechnung nach kWh umgestellt. An einer EnBW-Ladesäule, die mit Wechselstrom lädt, kostet die kWh 39 Cent, an einer Gleichstrom-Schnellladesäule 49 Cent. Auch bei EnBW gibt es ein Vielfahrerprogramm: Der Monatsbeitrag liegt bei 5 Euro, eine kWh kostet 29 Cent respektive 39 Cent.

An der Tankstelle ist das selbstverständlich: Bezahlt wird das, was durch die Zapfpistole rinnt. Bei vielen Ladestationen für Elektroautos hingegen ist das anders: Abgerechnet wird pauschal der Ladevorgang - unabhängig davon, wie viel Strom fließt. Wir haben in Berlin 6 Euro bezahlt. Dabei brach der Ladevorgang nach kurzer Zeit und 0,16 kWh ab - mit der Strommenge lassen sich nicht einmal 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen.

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Grund ist das deutsche Eichrecht: Es verlangt, dass die Messergebnisse fälschungssicher und in geeigneter Form dargestellt werden und dass sie überprüfbar sind.

An der Tankstelle ist das einfach: Der Kunde bekommt eine Quittung und kann die abgezapfte Menge überprüfen. Das muss auch ein Elektroautofahrer können - sprich: Er muss nach Erhalt der Rechnung zur Ladesäule fahren und sich anhand des abgerechneten Ladevorgangs die gemessenen Verbrauchswerte anzeigen lassen können. Mit zunehmender Verfügbarkeit eichrechtskonformer Messsysteme sollte sich das ändern.

Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte wächst unterdessen weiter: Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es derzeit rund 17.400. Davon sind zwölf Prozent Schnellladepunkte. Allein in diesem Jahr wurden bisher rund 1.300 neue öffentliche Ladepunkte installiert.

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Kay_Ahnung 11. Apr 2019

Wie kommst du den auf solche Preise? Die Ladesäulen werden oft Subventioniert, die...

qq1 10. Apr 2019

2 cent/kwh ohne gebühr, also sehr billig dafür leicht instabiles netz. 35 cent pro kwh...

marcometer 10. Apr 2019

Dafür muss man erstmal ADAC Mitglied sein. Und dann sind es 29 Cent/kWh bei Ladenetz und...

Neuro-Chef 10. Apr 2019

Wenn man bei lockerer, gemischter Fahrweise mit Musik und Klima/Heizung 18 kwH auf 100 km...

WalterVonDerVog... 10. Apr 2019

Spass beiseite, es geht nicht darum, ob die Strommenge gemessen werden konnte, sondern...



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