Elektromobilität: Faraday Future beendet Rechtsstreit mit Hauptinvestor
Sie vertragen sich wieder: Der chinesisch-kalifornische Elektroautohersteller Faraday Future hat den Rechtsstreit mit dem chinesischen Finanzunternehmen Evergrande Health Industry Group beigelegt. Das hat Faraday Future per Twitter bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster).
Faraday Future war 2015 als selbsternannter Tesla-Konkurrent gestartet. Ende vergangenen Jahres stand das Unternehmen aber kurz vor der Insolvenz. Es musste eine Produktionsstätte schließen und Mitarbeiter beurlauben beziehungsweise entlassen.
Die Evergrande Health Industry Group ist der größte Investor von Faraday Future. Das Finanzunternehmen hatte im vergangenen Sommer das Unternehmen Season Smart übernommen. Season Smart hatte im Herbst 2017 zwei Milliarden US-Doller in Faraday Future investiert und dafür einen Anteil von 45 Prozent an dem Elektroautohersteller erhalten.

Bis Mitte 2018 erhielt Faraday Future davon 800 Millionen US-Dollar. Doch das Geld wurde zu schnell ausgegeben, so dass das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Faraday Future wollte einen Vorschuss von Evergrande und diesen sogar per Klage erzwingen. Evergrande wiederum wollte das Geld nur auszahlen unter der Bedingung, dass Faraday-Gründer und -Chef Jia Yueting das Unternehmen verlässt. Faraday Future warf daraufhin Evergrande vor, die Kontrolle übernehmen zu wollen.
Beide Unternehmen haben ihre Geschäftsbeziehung neu geregelt sowie alle Rechtsstreitigkeiten beendet. Das löst aber die Finanzprobleme nicht. Nach Angaben von Faraday Future gibt es jedoch eine Reihe von Investoren, die Interesse an dem Elektroautohersteller haben. Faraday Future hatte Evergrande vorgeworfen, Investitionen von anderen verhindert und damit zu der Krise beigetragen zu haben.
Wieviel Geld nötig ist, um die Produktion des im Herbst vorgestellten Elektroauto FF 91 aufzunehmen, ist nicht bekannt. Das soll eigentlich im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen.
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