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Elektromobilität: Es läuft auf dem E-Highway in Schleswig-Holstein

Befürchtungen, die Oberleitungen könnten Rettungseinsätze behindern, waren unbegründet.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
E-Highway in Schleswig-Holstein: zu früh für eine wirtschaftliche Bewertung
E-Highway in Schleswig-Holstein: zu früh für eine wirtschaftliche Bewertung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der E-Highway in Schleswig-Holstein funktioniert: Die Projektpartner haben nach vier Monaten Betriebsdauer eine erste positive Bilanz gezogen. Danach funktioniere die Oberleitung sowie die bisher eingesetzten Oberleitungs-Lkw (O-Lkw), sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Eine wirtschaftliche Bewertung sei nach der kurzen Zeit noch nicht möglich.

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Für den Feldtest wurde ein rund fünf Kilometer langer Autobahnabschnitt zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck in beiden Fahrtrichtungen mit Oberleitungen ausgestattet. Das erste Fahrzeug wurde kurz vor Weihnachten an eine Spedition in Reinfeld übergeben. Seit Januar pendelt es mehrmals täglich zwischen Reinfeld und dem Lübecker Hafen.

Die Testfahrten hatten im Dezember vergangenen Jahres begonnen. Dabei habe sich gezeigt, dass es noch Verbesserungsbedarf gebe, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) der dpa. Inzwischen seien die Probleme zwischen Anlage und Fahrzeugtechnik jedoch behoben.

Befürchtungen, dass durch die Oberleitungen Rettungseinsätze behindert werden könnten, haben sich als unbegründet erwiesen: "Mitte Januar ist auf der Strecke ein Auto liegengeblieben, und dabei hat sich gezeigt, dass die Abläufe zur Anlagensicherung reibungslos funktionieren", sagte Elisabeth Niehaus der dpa. Sie ist Sprecherin des Forschungs- und Entwicklungszentrums der Fachhochschule Kiel, das das Projekt wissenschaftlich betreut.

Ziel der E-Highways ist es, die Schadstoffemissionen im Gütertransport zu senken: Die Sattelschlepper haben einen konventionellen Dieselmotor sowie einen elektrischen Antriebsstrang. Auf Strecken mit einer Oberleitung fährt ein O-Lkw elektrisch. Zudem lädt er seinen Akku. Verlässt der O-Lkw die Oberleitungsautobahn, wird auf Akkubetrieb umgeschaltet. Allerdings ist der Akku vergleichsweise klein und bietet nur wenig Reichweite. Wenn er leer ist, springt der Dieselmotor an. Wenn das Oberleitungssystem mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird, könnte der Schadstoffausstoß des Lkw um 95 Prozent gesenkt werden.

Neben dem E-Highway-Projekt in Schleswig-Holstein gibt es noch eines in Hessen. Eines in Baden-Württemberg ist in Planung. Ein Pilotprojekt in Mittelschweden läuft bereits seit 2016. Die Fahrzeuge für die E-Highway-Projekte baut Scania, die schwedische Tochter des Automobilkonzerns Volkswagen (VW).

Ganz reibungslos ist das Projekt in Schleswig-Holstein nicht verlaufen: Der Start war für Mitte des vergangenen Jahres geplant. Er verzögerte sich jedoch, weil an über 250 Masten technische Mängel festgestellt wurden, die zuerst beseitigt werden mussten. Zudem hat Scania Lieferschwierigkeiten bei den O-Lkw.

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Faraaday 21. Apr 2020

Das Problem ist das rechtzeitige Freischalten (Abschalten) des Stroms und die Bestätigung...

JouMxyzptlk 20. Apr 2020

Ich sagte ja nicht dass es gar nicht geht, es macht nur keinen Sinn. Und die tatsächlich...

gaym0r 20. Apr 2020

Und per LKW zu transportieren ist dennoch günstiger.


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