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Elektromobilität: EnBW testet Lademanagement in Tiefgaragen

Welche Lastfälle treten in einer komplett elektrifizierten Tiefgarage auf? Die Bewohner einer Wohnanlage in Baden-Württemberg können dieses Zukunftsszenario mit 45 Elektroautos schon einmal testen.

Artikel veröffentlicht am ,
So viele E-Golfs sollen in der Tiefgarage laden.
So viele E-Golfs sollen in der Tiefgarage laden. (Bild: Netze BW)

Der baden-württembergische Netzbetreiber Netze BW testet die Alltagstauglichkeit von Elektroautos in großen Wohnanlagen. Dazu hat das Unternehmen in der Region Stuttgart eine Tiefgarage mit 45 Ladepunkten ausgestattet und stellt den Bewohnern ein Jahr lang Elektroautos zur Verfügung. Die Tiefgarage in Tamm bei Ludwigsburg sei dazu mit der Ladelösung Charge Here vom Mutterkonzern EnBW ausgestattet worden, sagte Firmensprecher Jörg Busse auf Nachfrage von Golem.de.

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Der Pressemitteilung zufolge können die Bewohner der Wohnanlage im kommenden Jahr entweder einen VW E-Golf oder einen BMW i3 nutzen. Die einzelnen Ladepunkte verfügten über eine Ladeleistung von 11 Kilowatt (kW), sagte Busse. Ein Lastmanagement verteilt dabei die maximal verfügbare Leistung der Tiefgarage auf die einzelnen Steckdosen. Bei Charge Here gibt es keine Wallboxen im eigentlichen Sinne, die beispielsweise über Fehlerstromschutzschalter verfügen.

Netze BW will mit dem Test unter anderem herausfinden, welche Lastfälle in einer komplett elektrifizierten Tiefgarage auftreten. Davon hängt beispielsweise ab, ob der Stromanschluss durch einen Batteriepuffer ergänzt oder durch eine weitere Zuleitung verstärkt werden muss. Das könnte der Fall sein, wenn die vorhandene Leistung nicht ausreicht, um sämtliche Autos über Nacht aufzuladen. Die Anschlussleistung der Tiefgarage in Tamm konnte Busse nicht beziffern.

Rechtsanspruch frühestens in einem Jahr

Laut Netze BW war es gar nicht so einfach, eine Eigentümergemeinschaft zu finden, die ihre Tiefgarage für das Projekt zur Verfügung stellen wollte. Denn rechtlich ist weiterhin die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich, um eine Ladeinfrastruktur in einer gemeinschaftlich genutzten Anlage installieren zu können. Eine Gesetzänderung, die einen Anspruch auf eine Lademöglichkeit festschreibt, könnte Ende nächsten Jahres in Kraft treten. Dazu will das Bundesjustizministerium eigentlich bis Ende 2019 einen Referentenentwurf vorlegen. Eine Anfrage von Golem.de, ob dies in den kommenden beiden Wochen der Fall sein wird, blieb bislang unbeantwortet.

Netze BW hatte in einem früheren Projekt bereits die Auswirkungen der Elektromobilität auf das Stromnetz in einem typischen Wohngebiet getestet. Dabei hatte sich gezeigt, das maximal fünf von zehn Fahrzeugen gleichzeitig am Netz geladen hatten. In 70 Prozent der Zeit hatte gar kein Fahrzeug geladen, weil es entweder unterwegs oder bereits voll geladen war.

Nachtrag vom 11. Dezember 2019, 9:54 Uhr

Nach Angaben von Netze BW liegt die Anschlussleistung der Tiefgarage bei 124 kW. Das bedeutet, dass maximal 16 Autos gleichzeitig zweiphasig mit 7,4 kW wie beim E-Golf oder 11 Autos gleichzeitig mit 11 kW wie beim BMW i3 laden können. Einphasig mit 3,7 kW können immerhin noch 33 Autos laden. Dann würde es aber gut 10 Stunden dauern, bis der Akku eines E-Golf vollständig aufgeladen wäre. Nach Angaben von Netze BW sollen die Akkus jedoch nicht einphasig geladen werden.

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norbertgriese 11. Dez 2019

Du kannst exakt das an Ladeleistung in einer Eigentümer Gemeinschaft bekommen, was diese...

Dwalinn 11. Dez 2019

Ebend meintest du noch Brennstoffzellen oder synthetische Treibstoffe in Kombination mit...

Dwalinn 11. Dez 2019

Der Millionen Kilometer Akku ist aber schon seit 460.000 km verbaut macht bei 20 kWh auf...

Kadjus 11. Dez 2019

Also mein Diesel brauch im Standgas 0,7l/h. Davon geht mindestens die Hälfte der...

E-Mover 11. Dez 2019

Vielleicht war's auch die Chefin aus dem 3. Stock? ;)


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