Elektromobilität: Elektroschiffe sollen Container transportieren

Saubere Antriebe für die Binnenschifffahrt: Eine niederländische Reederei plant den Bau von Schiffen mit Elektroantrieb. Sie sollen später auch autonom fahren können.

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Elektroschiff von Port-Liner: Akku im 20-Fuß-Container
Elektroschiff von Port-Liner: Akku im 20-Fuß-Container (Bild: Omega Architects)

Schiffe ohne Diesel: In den Niederlanden sollen künftig Binnenschiffe mit Elektroantrieb Container aus den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam zu ihrem Bestimmungsort im Binnenland transportieren. Die beiden ersten Elektroschiffe sollen im Sommer einsatzbereit sein.

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Die Schiffe sind 110 m lang und 11,4 m breit und können 270 Standardcontainer laden. Die Akkus sind ebenfalls in solchen 20-Fuß-Containern untergebracht. Vier Stück sind an Bord, die zusammen eine Kapazität von rund 72 MWh haben. Das soll für rund 35 Stunden Fahrt ausreichen. Sind die Akkus leer, werden sie im Hafen gegen volle ausgetauscht. Einen Akku zu laden dauert rund vier Stunden.

Ob die Schiffe auch Tesla-Teile transportieren?

Gebaut werden die beiden Schiffe vom niederländischen Unternehmen Port Liner. Das Logistikunternehmen GVT will sie einsetzen, um Container aus Rotterdam über den Wilhelminakanal ins Industriegebiet von Tilburg zu bringen - dort montiert unter anderem Tesla Fahrzeuge für den europäischen Markt.

Für den Transport auf Kanälen zwischen den Niederlanden und Belgien plant Port-Liner noch einen kleineren Schiffstyp. Er ist 52 m lang und 6,7 m breit und kann 24 Container sowie 425 Tonnen Schüttgut laden. Das Schiff ist mit einem Akkucontainer ausgestattet, der eine Fahrzeit von 15 Stunden ermöglichen soll. Das erste Schiff dieses Typs soll zwischen Antwerpen und Budel an der niederländisch-belgischen Grenze pendeln und noch in diesem Jahr einsatzbereit sein.

Die Elektroschiffe haben mehr Ladefläche

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Die Elektroschiffe sollen eine um acht Prozent größere Ladefläche haben als herkömmliche mit Dieselantrieb. Der Stromlieferant muss kein Akku sein. Es sei auch möglich, Brennstoffzellen statt Akkus einzusetzen, sagte Ton van Meegen, Chef von Port-Liner, dem auf Logistik spezialisierten Online-Nachrichtenangebot Logistiek.

Die Schiffe sollen anfangs mit Mannschaft fahren, geplant ist aber, sie zu einem späteren Zeitpunkt autonom fahren zu lassen, vergleichbar dem Schiff Yara Birkeland, das im Pendelverkehr zwischen drei norwegischen Häfen eingesetzt werden soll. Das Schiff soll Ende des Jahres fertig sein und nach zwei Jahren bemanntem Testbetrieb ohne Besatzung fahren.

Insgesamt will Port-Liner elf Elektroschiffe bauen, fünf kleine und sechs große. Das Investitionsvolumen inklusive der Ladestationen in den Häfen soll rund 100 Millionen Euro betragen. Die Europäische Union fördert das Projekt mit sieben Millionen Euro.

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