Elektromobilität: Diese E-Autos kommen 2021 auf den Markt

Die Daten sind beeindruckend: Die Daten sind beeindruckend: Die Zahl der Anträge auf den Umweltbonus dürfte 2020 erstmals 200.000 übersteigen. Die Zulassungen reiner Elektroautos lag 2020 laut Kraftfahrtbundesamt bei 194.000. Das ist ein Zuwachs von 206 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Käufer können zwischen immer mehr Modellen mit batterieelektrischem Antrieb wählen. Die Verlängerung der staatlichen Zulage bis 2025 sowie die strengeren CO2-Grenzwerte der EU setzen diesen Trend fort.
2021 kommen etliche Neuwagen hinzu. Das reicht vom italienischen Kleinwagenklassiker Fiat 500 bis zum Rennsport-tauglichen Audi RS e-tron GT. Leider sind bei manchen Modellen die Hersteller zurückhaltend mit den technischen Daten, so dass die Beschreibungen knapp ausfallen müssen. Aber darauf darf man sich 2021 freuen:
Aiways U5/U6
Von Aiways konnte man 2020 bereits einiges lesen, doch die Auslieferung des U5 in nennenswerten Stückzahlen erfolgt erst im Frühjahr 2021. Das junge Unternehmen aus Schanghai geht hierzulande neue Wege im Vertrieb. Die Elektronikhandelskette Euronics nimmt die Bestellungen an und liefert aus.


















Den Aiways U5 gibt es mit elektrischem Frontantrieb in zwei Ausführungen und mit bis zu 410 km Reichweite. Ein Verbrauch von 17 kWh auf 100 km wäre für das 1,70 m hohe und 1.720 kg schwere Auto gut. Normales Laden funktioniert leider nur mit 6,6 kW, während 90 kW Ladeleistung am Schnelllader ein ordentlicher Wert ist.
Den U5 wird es mit etlichen Assistenten in der Serienausstattung geben, darunter ein Abstandstempomat, der im Stop-and-go-Verkehr sowie bis 130 km/h funktioniert. Die Höchstgeschwindigkeit nennt der chinesische Hersteller nicht. Sie dürfte bei rund 150 km/h liegen. In der zweiten Jahreshälfte 2021 folgt der U6. Er ist auch ein SUV, aber in Coupé-Form.
Außen wie innen wirkt der U6 deutlich sportlicher und futuristischer als der Familien-SUV. Mit einem cW-Wert von 0,27 legen die chinesischen Designer und Ingenieure beim U6 gut vor. Der Startpreis für den U5 liegt bei 35.100 Euro.
Audi Q4 E-Tron und RS E-Tron GT
Audi schließt die Lücke zwischen dem Q3 und dem Q5. Die neue E-Tron-Version zählt zum Kompakt-Segment. Der Q4 wird als SUV sowie mit lang abfallender Dachlinie als Sportback angeboten. Die Version mit Allradantrieb soll 450 km mit einer Batterieladung (82 kWh brutto) schaffen. Wer sich für den Heckantrieb entscheidet, sollte über 500 km weit kommen. Audi setzt hier auf den MEB-Baukasten aus dem Volkswagen-Konzern.

Beim zweiten Neuwagen des Jahres teilt sich Audi die J1-Plattform mit Porsche. Der RS E-Tron GT ist ein waschechter Sportwagen, wie das Kürzel RS bereits andeutet. Auch das 800-Volt-System der Akkus (93,4/83,7 kWh) übernimmt Audi vom Porsche Taycan .
Der Wagen beschleunigt in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und ist in rund 12 Sekunden auf 200 km/h. Bei 250 km/h macht die Software Schluss, dabei könnten die beiden Motoren (440 kW/830 Nm) sicher mehr. Das GT steht für Gran Turismo, denn mit dem Viertürer soll man auch längere Fahrten unternehmen können, bei über 400 km Reichweite und einer maximalen Ladeleistung von 270 kW. Eine Dreikammerluftfederung sorgt für perfekte und komfortable Straßenlagen.
| Aiways U5 | Audi Q4 E-Tron | Audi RS E-Tron GT | BMW iX | BMW i4 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | SUV | Kompakt | SUV | SUV | Limousine |
| Versionen | Standard/ Premium | SUV/ Sportback | RS (Rennsport) | SAV | Coupé |
| Reichweite in km (WLTP) | 410 / 400 | 450 | 400 | 600 | 600 |
| Batteriekapazität in kWh | 63 | 82 | 93,4 / 83,7 | 100 | 80 |
| Leistung in kW (Peak) | 150 | 225 | 440 | 370 | 390 |
| Verbrauch auf 100 km | 17 | n.n.b. | n.n.b. | 21 * | n.n.b. |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | 150 * | 180 | 250 | n.n.b. | 200 |
| Preis in Euro (ab) | 35.100 / 38.100 | n.n.b. | 138.000 | ca. 95.000 | n.n.b. |
Die Hinterachse lenkt bis zu 2,8 Grad mit, was bei hohem Tempo mehr Stabilität und beim Einparken mehr Wendigkeit sicherstellt. Gebaut wird der Sportwagen in der Audi-Sport-Manufaktur in den Böllinger Höfen in Heilbronn, auf einer Linie mit dem Audi R8. Der sportliche Spaß hat natürlich seinen Preis: ab 138.000 Euro. Im Laufe des Jahres 2021 soll eine günstigere Version ohne RS-Zusatz folgen.
Elektroautos von BMW
BMW hat den Pfad der Elektromobilität wiederentdeckt.
BMW iX und i4
Nach dem Frühstart 2013 mit dem i3 war längere Zeit unklar, wohin die Reise der Bayern geht. BMW-Chef Oliver Zipse hat sich stets vieldeutig geäußert. Doch nun lässt BMW Fakten sprechen: iX , iX3 , und i4 . Gut, bei den Modellbezeichnungen könnte BMW etwas mehr Fantasie aufbringen, um seine Kundschaft nicht komplett zu verwirren.
Der iX3 (ab 65.000 Euro) bildet bei der Elektromobilität noch eine Ausnahme. Zum einen basiert er auf dem Verbrenner-Modell X3 und zum anderen wird das Elektroauto in China gefertigt. Dabei stellt BMW seine Motorenfertigung zu Füßen der Münchner Zentrale in Form eines Vierzylinders demnächst auf E-Motoren um. Die gesamte Verbrennerproduktion verlagert das Unternehmen ins Ausland.
Der iX basiert auf einer Elektroplattform
Auf einer reinen E-Plattform wird als erstes der iX basieren. Dieses Elektroauto geisterte lange als iNext durch die Medien. Das Sports Activity Vehicle (SAV), wie BMW es nennt, wird im bayrischen Dingolfing produziert. Es ist ein typischer BMW: sehr groß (zwischen X5 und X7), etwas zu klobig und an der Front prangt eine überdimensionierte Niere. Die hat ihre Aufgabe als Lufteinlass längst verloren.
Diese Niere werde aus "selbstheilendem Kunststoff" gefertigt, heißt es von BMW. Bei Raumtemperatur sollen kleinere Kratzer über Nacht verschwinden. Bei den technischen Daten ist der Hersteller noch zurückhaltend. Die Ladeleistung soll bei 200 kW liegen, obwohl es ein 400-Volt-Akku-System ist.

Im Inneren setzt BMW auf das Konzept Shy Technology . Technische Funktionen sollen nicht direkt über Drehräder und Knöpfe ins Auge springen. Manche Funktionen werden lediglich durch ein Icon auf der Oberfläche angedeutet.


















Der BMW iX ist das erste Premiumfahrzeug der Bayern mit 5G-Mobilfunkmodul. Der schnelle Datenfunk bietet die Basis, um Daten und Sensorik-Informationen in die BMW-Cloud zu übertragen und auszuwerten. Viele Leistungsdaten sind noch nicht bekannt, da der Wagen erst Ende 2021 auf den Markt kommt. Der Preis liegt laut Hersteller bei dem eines vergleichbar stark motorisierten BMW X5, also vermutlich ab 95.000 Euro.

Darüber hinaus bringt BMW mit dem i4 eine Limousine in der Premium-Mittelklasse auf den Markt. Den Gran Coupé wird es in drei Ausstattungsvarianten geben. Mit 390 kW Motorleistung und 600 km Reichweite (bei 80 kWh Akku-Kapazität), ist man sportlich in dem Viertürer unterwegs. In vier Sekunden soll der Wagen auf 100 km/h sein und wird bei Tempo 200 km/h abgeregelt. Für den deutschen Pionier der Elektromobilität wird 2021 somit ein spannendes Jahr mit mehreren neuen Modellen.
Kleinwagen von Cupra, Dacia, Fiat
Cupra ist die Performance-Marke von Seat.
Cupra El-Born
El Born ist ein angesagtes Ausgehviertel in Barcelona. Das soll nach Lebenslust und urbaner Mobilität klingen. Der elektrische Kleinwagen transportiert also spanisches Temperament als auch sächsische Gelassenheit. Denn der El-Born läuft in Zwickau bei Volkswagen vom Band.
Für den Kleinwagen nutzt der Hersteller den MEB-Baukasten des Konzerns. Bei den technischen Werten hält sich Cupra noch vornehm zurück. Man kann sich aber sicherlich an den ID.3-Daten orientieren. Der El-Born kommt mit einer Wärmepumpe, die vor allem in der kalten Jahreszeit die versprochene Reichweite aufrechterhalten soll. Optional gibt es ein Headup-Display mit Augmented-Reality-Funktion, bei der die Richtungsanzeigen scheinbar über der Fahrbahn schweben. Eine Preisangabe fehlt bislang.
Dacia Spring
Mit dem Dacia Spring vergrößert sich die Auswahl im Einsteiger-Segment. Der Kleinwagen in SUV-Optik ist mit seinem Akku (26,8 kWh) und einer Reichweite von 225 km eher etwas für die Stadt. Der Hersteller gibt für reine Stadtfahrten sogar eine Reichweite von 295 km an.
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Der Spring lässt sich mit Typ 2-Kabel mit bis zu 6,6 kW an einem Wechselstromanschluss laden. Optional gibt es einen CCS-Anschluss mit bis zu 30 kW Ladeleistung. Der Fünftürer ist mit 3,73 Metern Länge sehr kompakt, bietet im Kofferraum aber noch 300 Liter Stauraum; mit umgeklappter Rücklehne verdoppelt sich das Fassungsvermögen. Die rumänische Marke Dacia gehört heute zu Renault.
Der Spring orientiert sich am City K-ZE , den Renault bereits in China anbietet. Den genauen Preis hat der Hersteller noch nicht veröffentlicht, doch dürfte er bei rund 18.000 Euro liegen.


















Fiat 500
Der elektrische Fiat 500 La Prima hatte zwar schon 2020 seine Premiere, doch die Versionen Action, Passion und Icon folgen erst 2021. Außerdem: Da aus Italien bislang nur wenige Elektroautos kommen, mussten wir den beliebten Kleinwagen hier mit aufnehmen.
Es ist spannend zu sehen, wie die Designer und Ingenieure den Charakter des Kleinwagens von 1957 in die neue Zeit transferiert haben. Den La Prima gibt es als Limousine, Cabrio und 3+1. Bei Letzterem öffnen sich zusätzliche Halbtüren wie beim BMW i3 in entgegengesetzter Richtung (Suicide Doors). Das erleichtert den hinten Sitzenden den Ein- und Ausstieg.

Die kommenden 500er-Versionen unterscheiden sich in Motorisierung und Ausstattung. Den Einstieg bietet die Version Action mit einem 70-kW-Motor und einem 23,8-kWh-Akku für rund 180 km Reichweite. Auf Wunsch bieten die Modelle Spurhalte-, Einpark- und Totwinkel-Assistenten (Level 2).
Geladen wird dreiphasig mit 11 kW am Wechselstromanschluss oder mit bis zu 50 kW am Schnelllader. Der Fiat 500 Icon schafft mit seinem Akku (85 kWh) sogar bis zu 320 km. Damit lässt sich damit auch die längere Autobahnfahrt in den Urlaub oder zu Verwandten bestreiten, sofern Insassen und Gepäck ausreichend Platz finden.
Der Elektro-Mustang
Ford nutzt seine bekannte Sportwagenmarke Mustang für den Einstieg in die Elektromobilität, wenn man mal von dem zeitweiligen Versuch absieht, mit einem elektrischen Ford Focus Käufer zu begeistern.
Ford Mustang Mach E
Bei einem Mustang denkt man eher an einen Sportwagen. Der Mach E kommt allerdings als Crossover SUV familientauglicher daher.
Er bietet fünf Türen, ist 4,71 Meter lang und schafft 610 km mit einer Akkuladung. Lediglich das schwarze Pferd an der Front, die langgezogene Motorhaube und die Heckpartie mit den dreiteiligen Rückleuchten erinnern noch an die alten Mustangs.
Es gibt Varianten beim Akku und beim Motor
Die Kunden haben die Wahl zwischen vier Versionen. Es gibt zwei Batteriegrößen (75 und 99 kWh) und zwei Antriebsarten (Heck und Allrad). Geladen wird mit bis zu 150 kW am Schnelllader. Ford-Kunden erhalten im ersten Jahr bei Ionity die Kilowattstunde für 0,31 Euro. Der von New Motion verwaltete Ford-Pass liefert an 155.000 Ladepunkte in 21 Ländern Energie.
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An der B-Säule gibt es auf Fahrerseite ein Ziffernfeld. Hier lässt sich per Geheimzahl der Wagen öffnen, falls man Schlüsselkarte oder Smartphone nicht auf die Joggingrunde mitnehmen möchte. Der Mustang Mach E startet ab 46.900 Euro. Ende 2021 folgt eine sportlichere GT-Version. Sie hat 342 kW Motorleistung und beschleunigt in 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Das entspricht dann eher dem galoppierenden Pferd im Logo.


















E-Autos von Hyundai und Kia
Hyundai setzt auf seine Submarke Ioniq und bringt die elektrischen Modelle Ioniq 5, 6 und 7.
Hyundai Ioniq 5
Den Anfang macht der Ioniq 5, von dem es bislang kaum Daten oder Bilder gibt. Das Auto wird erst Anfang 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt. Hyundai verrät nur so viel: Der Wagen orientiert sich am "45", den die Koreaner 1999 auf der IAA in Frankfurt als Konzeptfahrzeug präsentiert haben.
Das Pony Coupé war inspiriert von einer Konzeptstudie aus dem Jahr 1974 – damals genau 45 Jahre her. Die beeindruckenden Schiebetüren des Konzepts dürften es kaum in die Serienversion schaffen.
Der Ioniq 5 wird ein elektrisches Crossover-Modell und basiert auf der Electric Global Modular Platform (E-GMP) des Hyundai-Kia-Konzerns. Beim Batteriesystem schwenkt der Hersteller von 400 auf 800 Volt Spannung um – wie Porsche. Das vereinfacht das Thermo-Management im Akku und ermöglicht höhere Ladeleistungen. In fünf Minuten sollen 100 km Reichweite nachgeladen sein. Der Akku soll eine Reichweite von rund 500 km liefern. Der Preis für den Ioniq dürfte bei rund 35.000 Euro starten.


















Kia CV
Die E-Plattform Electric Global Modular Platform (E-GMP) kommt auch bei Kia zum Einsatz. Noch liefert der koreanische Hersteller aber keine technischen Daten zum Kia CV. Dabei haben Fotografen bereits einen Erlkönig abgelichtet. Es dürfte ein Crossover-Modell werden, etwa in Größe eines Tesla Model 3.
| Cupra El-Born* | Dacia Spring | Fiat 500 | Ford Mustang Mach E | Kia CV* | |
|---|---|---|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | Kleinwagen | Kleinwagen | Kleinwagen | Crossover-SUV | - |
| Versionen | - | Spring | Action, Passion, Icon | 4 | - |
| Reichweite in km (WLTP) | 420 | 225 | 180 - 320 | 400 - 610 | 500 |
| Batteriekapazität in kWh | 62 | 26,8 | 23,8 - 85 | 75 / 99 | 64 |
| Leistung in kW (Peak) | 150 | 33 | 70 - 87 | 298 / 216 / 258 | n.n.b. |
| Verbrauch auf 100 km | n.n.b. | 14 | 14,7 - 14,9 | 16,5 - 18,7 | n.n.b. |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | n.n.b. | 125 | 135 - 150 | 180 | 260 |
| Preis in Euro (ab) | n.n.b. | ca. 18.000 | - | 46.900 | n.n.b. |
Da Kia und Hyundai zusammengehören und die identische Plattform zum Einsatz kommt, darf man vermuten, dass die Leistungsdaten mit dem Ioniq 5 vergleichbar sein werden. Gut, über den ist auch noch längst nicht alles bekannt. Hier muss man sich dann einfach überraschen lassen.
Neues aus Stuttgart und Rüsselsheim
Der Start in die Elektromobilität stand für die Stuttgarter unter keinem guten Stern: Die bisherigen Zulassungszahlen des EQC sind traurig (2.873 Stück bis Ende November 2020). Der Van EQV macht bei einer ersten Ausfahrt einen guten Eindruck. Doch mit Startpreis ab 70.000 Euro wird er nur für wenige ein elektrischer Familien- und Ausflugsbus.
Mercedes Benz EQS
Nun soll es der EQS richten. Hierbei setzt Mercedes erstmals auf eine rein elektrische Architektur. Der EQC ist ein "verkleideter" GLC. Die Limousine EQS ist das elektrische Pendant zur S-Klasse, dem Flaggschiff der Marke. Hier muss Ola Källenius' Konzept vom nachhaltigen Luxus greifen, sonst hat die Marke ein Problem.
Produziert wird das Luxus-Coupé in der Factory 56 in Sindelfingen, der modernsten Produktionsstätte des Daimler-Konzerns. Testfahrten in unterschiedlichen klimatischen Regionen laufen bereits. Viele technische Daten gibt es noch nicht. Die Reichweite soll nach WLTP bei 700 km liegen. Auch Fotos fehlen noch, bislang gibt es vor allem Renderings. Das gilt auf für den Kompakt-SUV EQA sowie den SUV EQB. Mercedes-Benz hat 2021 viel vor. Die beiden Modelle (elektrische Pendants zur A- und B-Klasse) sollen im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.









Opel Mokka-e
Opel elektrifiziert den Mokka: Die zweite Generation des Kompakt-SUV kommt mit Elektromotor (100 kW) und Akku (50 kWh) auf den Markt. Die Varianten mit Verbrennungsmotor wird es weiterhin geben.
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Den Verbrauch beim E-Auto geben die Rüsselsheimer noch nicht an, aber 324 km (WLTP) sollen mit einer Akku-Ladung möglich sein. Geladen wird dreiphasig bis zu 11 kW am Wechselstromanschluss oder mit 100 kW an der Schnellladesäule. Preislich startet der Kompakt-SUV bei rund 33.000 Euro.


















Bisher gibt es aus dem Hause Opel den Kleinwagen-Klassiker Corsa-e sowie den Van Zafira-E Life mit Elektroantrieb. Opel gehört seit 2017 zur französischen Groupe PSA und nutzt deren Plattform bei der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte.
Porsche Taycan Einstiegsmodell
Das "lebhafte Jungpferd" – wie Porsche den Namen übersetzt – hatte einen guten Start. Der Taycan ist ein Riesenerfolg für die Sportwagenmarke . Als Beobachter nahm man zunächst an, die eingefleischte Porsche-Klientel bestehe vor allem aus Petrolheads, die für Elektromobilität nicht mehr als ein desinteressiertes Schulterzucken übrighätten.
Doch weit gefehlt: 2020 wurden in Deutschland 2.751 Taycan zugelassen. Das ist der Lohn für den Mut, viele Dinge anders zu machen, beispielsweise auf ein 800-Volt-System zu setzen. Da werden wir in diesem Jahr Nachahmer sehen. Man muss die Stückzahlen natürlich im Zusammenhang mit dem Preis sehen. Das Trio aus Taycan 4S, Taycan Turbo und Turbo S startet bei 103.000 Euro und geht bis 181.000 Euro in der Grundausstattung.

Um den Sportwagen für schmalere Geldbeutel erschwinglich zu machen, wird es in diesem Jahr eine Version unterhalb der 100.000 Euro-Schwelle geben. Das Basismodell mit Heckantrieb wird bereits in China verkauft. Mit 230 km/h Spitze, bis zu 350 kW Motorleistung und 5,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h ist der kleinere Taycan immer noch extrem sportlich.
Wie bei den anderen Versionen hat man die Wahl zwischen 79,2 und 93,4 kWh Brutto-Speicherkapazität. Bei der Reichweite gibt es bislang nur die NEFZ-Angabe von 489 km aus China. Das Einstiegsmodell kommt mit der bekannten Ladeleistung von beeindruckenden 270 kW.
Eigentlich sollte noch 2020 eine Cross Turismo-Version des Taycan auf den Markt kommen. Die wurde ins nächste Jahr verschoben. Neudeutsch bezeichnet man die Variante als Shooting Brake, früher hätte man Kombi dazu gesagt.
Elektrische Kleinwagen von Renault und Nissan
Ein weiterer Stadtflitzer kommt aus Frankreich
Renault Twingo Electric
Der Twingo Electric nutzt den E-Motor (60 kW) aus dem Erfolgsmodell Zoe . Der Kleinwagen fährt mit Heckantrieb und verfügt über einen flüssigkeitsgekühlten Akku (21,4 kWh). Kombiniert soll man 190 km mit einer Akku-Ladung schaffen. In der Stadt sollen es 270 km sein.
Das spricht also tatsächlich für den Einsatz im urbanen Umfeld. Mit der Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h wird man auf der linken Autobahnspur sicherlich nicht glücklich. Der Twingo lädt nur mit Wechselstrom (kein CCS-Anschluss), das allerdings mit bis zu 22 kW. Das leisten aber nur ausgewählte öffentliche Ladesäulen und die heimische Wallbox muss dazu dreiphasig mit 32 Ampere angeschlossen werden. Die aktuelle KfW-440-Förderung begrenzt allerdings die maximale Leistung einer Wallbox auf 11 kW.
Nissan Ariya
Die Japaner waren früh dran. Seit 2010 gibt es den elektrischen Nissan Leaf . Das Modell ist trotz einiger Updates aber in die Jahre gekommen. Seine luftgekühlte Batterie und der Chademo-Schnellladeanschluss können in Europa nicht mehr überzeugen. Mit dem Ariya folgt ein futuristisch anmutender Crossover-SUV.


















Mit einem flüssiggekühlten Akku für 300 km Reichweite sowie einem CCS-Stecker zum Laden (130 kW) erhofft sich die Marke wieder mehr Relevanz bei Kaufinteressenten. Zur Wahl stehen fünf Varianten mit den zwei Akkugrößen 63 und 87 kWh (nutzbar). Der Ariya kommt mit Front- oder Allradantrieb, den Nissan E-4orce nennt. Die Motor(en)leistung liegt zwischen 160 und 290 kW, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 160 bzw. 200 km/h abgeregelt. Bei der Sprachsteuerung im Fahrzeug setzt Nissan auf Amazons Alexa. Der Ariya ist ab der zweiten Jahreshälfte 2021 verfügbar.
| Nissan Ariya | Opel Mokka-e | Porsche Taycan | Renault Twingo Electric | Skoda Enyaq iV | |
|---|---|---|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | SUV | Kompakt-SUV | Sportwagen | Kleinwagen | SUV |
| Versionen | 5 Varianten | SUV | Basis | Vibes | 5 |
| Reichweite in km (WLTP) | 360 - 500 | 324 | 489 (NEFZ) | 190 | 340 - 510 |
| Batteriekapazität in kWh | 63 / 87 | 50 | 79,2 / 93,4 | 21,4 | 50/60/80 |
| Leistung in kW (Peak) | 160 - 290 | 100 | 350 | 60 | 109 - 225 |
| Verbrauch auf 100 km | n.n.b. | n.n.b. | n.n.b. | 16,3 | n.n.b. |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | 160 - 200 | n.n.b. | 230 | 135 | 160 - 180 |
| Preis in Euro (ab) | ca. 34.000 | 32.999 | 100.000 | 25.666 | 33.800 |
Toyotas neues Brennstoffzellenauto und der Elektro-Volvo
Toyota bringt eine überarbeitete Version seines Brennstoffzellen-Pkws Mirai auf den Markt. Die lange Fronthaube und die Coupé-artige Dachlinie lassen den 4,89 m langen Wagen deutlich sportlicher wirken.
Das Brennstoffzellen-Fahrzeug ist mit der Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h und einer Motorleistung von 113 kW allerdings kein Sportwagen. Die Erweiterung von vier auf fünf Sitzplätze spricht auch für ein Familienauto. Hinzugekommen ist ein dritter Tank für insgesamt fünf Kilogramm Wasserstoff und eine kompaktere Brennstoffzelle, so dass die Reichweite bei 650 km liegt.
Die Mirai ist leichter als ein Elektroauto
Der Mirai enthält sämtliche Assistenten des Fahrlevels 2+ und ein Luftreinigungssystem, das selbst Feinstaubpartikel der Größe PM 2,5 aus der Außenluft filtert. Mit 1.925 kg ist der Wagen leichter als vergleichbare batterieelektrische Autos.
Zudem will der japanische Konzern ein batterieelektrisches SUV in Europa auf den Markt bringen. Details zum Namen, Konzept und technische Werte sollen demnächst folgen.

Toyota teilt sich im stetigen Wechsel mit Volkswagen den Titel als weltgrößter Automobilhersteller. Während die Japaner bei Hybriden zu den ersten Anbietern zählen, gibt es bislang keine reinen Elektroautos. Toyota setzt mit dem Mirai aber schon länger auf ein Brennstoffzellenfahrzeug mit Wasserstoff.


















Für den europäischen Markt arbeitet Toyota laut eigenen Angaben nun an einem kompakten SUV, das auf Toyotas Plattform e-TNGA basiert. Gebaut wird das Elektroauto in Japan.
Volvo XC 40 Recharge
Mit dem Polestar 2 ist das Tochterunternehmen von Volvo erfolgreich in den Markt gestartet. Nach diversen Hybrid-Varianten bietet der Mutterkonzern mit dem XC 40 Recharge P8 AWD sein erstes vollelektrisches Auto an. Der 4,43 Meter lange Kompakt-SUV wird vom schwedischen Hersteller als Stadtauto beschrieben, dabei sind die 418 km mit dem 78 kWh-Akku eine ordentliche Reichweite.
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Mit 4,9 Sekunden liefern die zwei E-Motoren (300 kW) eine sportliche Beschleunigung auf 100 km/h. Wie alle Volvo-Modelle ist auch der XC 40 auf 180 km/h begrenzt. Der Fahrassistent (Level 2) mit adaptiven Tempomaten und Spurhalter funktioniert bis 130 km/h. Geladen wird mit 11 Kilowatt Wechselstrom oder 150 Kilowatt Gleichstrom.
Letzteres ist in der Fahrzeugklasse ein guter Wert und ermöglicht sorglose Langstreckenfahrten. Optional gibt es eine Anhängerkupplung. Der XC 40 P8 AWD zieht bis zu 1.500 kg Last.
Teslas Model Y und der Konkurrent von VW
Beim Skoda Enyaq iV setzt der VW-Konzern auf den SUV-Trend. Es wird dann eine Geschmacks- und Preisfrage, ob die Käufer hier zugreifen oder den ID.4 bevorzugen. Beide Modelle basieren auf dem MEB-Baukasten.
Skoda Enyaq iV
Skoda startet ins neue Jahr mit einer Founders Editon, die auf 1.895 Stück begrenzt ist. Das erinnert ans Gründungsjahr und somit an das 125-jährige Firmenjubiläum. Die Variante ist natürlich besonders gut ausgestattet. Bei den folgenden Modellen haben Interessenten die Wahl zwischen drei Akkugrößen (50/60/80 kWh), fünf Leistungsstufen im E-Motor sowie Heck- und Allradantrieb.
Bei der Höchstgeschwindigkeit regelt der Hersteller bei 160 km/h ab. Nur die Version RS darf mit 180 km/h etwas schneller fahren. Bei der Innenausstattung bedient sich Skoda bei Wohnkonzepten: Käufer können unter anderem zwischen Loft, Lodge, Lounge, Suite und Studio wählen. Bestellbar sind die Enyaq-Varianten ab dem zweiten Quartal 2021, beginnend bei 33.600 Euro.
Tesla Model Y
Das Model 3 wächst. Eigentlich nutzt Tesla kein Plattformsystem für seine Elektroautos. Doch beim Model Y machen sie eine Ausnahme. Der Kompakt-SUV basiert auf dem Model 3. Der Wagen ist in erster Linie höher (18 cm). Das bedeutet mehr Platz im Innenraum. Man kann das Elektroauto als Fünf- oder Siebensitzer konfigurieren.
Laut Tesla-Webseite ist der Produktionsstart für Deutschland ab Anfang 2021 geplant. Das Model Y soll in der Gigafactory Berlin-Brandenburg vom Band laufen und später die neu entwickelten Batteriezellen im Format 4680 enthalten.

Doch die Produktionsstätte bei Grünheide ist frühestens ab Mitte 2021 einsatzbereit. Vermutlich kommen die ersten Model Y aus Schanghai nach Europa . Aber wie immer ist Tesla hier nicht sonderlich auskunftsfreudig und lässt Raum für Spekulationen.
Das gilt auch für die Akkukapazität. Angeblich liegt sie bei nutzbaren 72,5 kWh. Bei einer angegebenen Reichweite von 505 km entspräche das einem Verbrauch von 14,36 kWh auf 100 km. Ein Spitzenwert in dem Segment, genau wie die Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Die Preise starten bei 58.620 Euro. Mit dem vierten Modell komplettiert Elon Musk seinen Wunschschriftzug: S3XY.


















Volkswagen ID.4
Mit dem ID.4 folgt ein SUV auf das etwas kleinere Premierenmodell ID.3 . Bei dessen Start mussten die Erstbesitzer noch viel Geduld aufbringen, da die Software noch nicht reibungslos funktionierte .
Neues Jahr, neues Glück. Beim ID.4 haben die Entwickler hoffentlich nachgelegt. Das SUV-Format zählt in den USA und China zu den am stärksten wachsenden Segmenten. Der ID.4 muss also global gefallen. Die Innenausstattung wirkt deutlich hochwertiger im Vergleich zum ersten Familienmitglied der ID-Familie.
| Tesla Model Y | VW ID.4 | Toyota Mirai | Volvo XC 40 | |
|---|---|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | Kompakt-SUV | SUV | Brennstoffzelle | Kompakt-SUV |
| Versionen | Max. ReichweitePerformance | 1ST / 1ST Max / Pro | 3 | P8 AWD |
| Reichweite in km (WLTP) | 505 | 520 | 650 | 418 |
| Batteriekapazität in kWh | 72,5* | 77 | 5 kg Wasserstoff | 78 |
| Leistung in kW (Peak) | n.n.b. | 150 | 130 | 300 |
| Verbrauch auf 100 km | 14,36* | 16,2 | 0,76 kg Wasserstoff | 18,66* |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | 217 | 160 | 175 | 180 |
| Preis in Euro (ab) | 58.620 | 49.950 | 63.900 | 60.440 |

Es gibt zwei Versionen der 1st Edition sowie eine Pro-Performance-Variante mit bis zu 520 km Reichweite. Mit dem ID.4 rollt der Konzern seine MEB-Plattform global aus. Die Neulinge Audi Q4 E-Tron, Cupra El-Born und Skoda Enyaq iV nutzen ebenfalls den Baukasten für den elektrischen Massenmarkt. Bis 2029 will der Konzern bis zu 75 Modelle auf dem Baukastenprinzip anbieten.