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Sozial und ökologisch verträglicher Abbau

Auch hier wird sehr viel geforscht. So enthält etwa die Brennstoffzelle des aktuellen Mercedes GLC F-Cell nur noch ein Zehntel der Menge des Platins, die in der des Mercedes B-Klasse F-Cell verbaut war. Zukünftige Brennstoffzellen sollen nur noch wenig mehr Platin enthalten als ein Katalysator in einem herkömmlichen Verbrennerfahrzeug.

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Bei den Akkus arbeiten Forscher daran, den Anteil an Kobalt zu verringern. Das werde zwar nicht den Anstieg des Bedarfs an dem Rohstoff verhindern, sagte Uwe Näher von der BGR Anfang des Jahres im Gespräch mit Golem.de. Es werde ihn aber verlangsamen.

Allerdings geht es - da sind sich viele Experten einig - nicht nur darum, allein den Bedarf an Rohstoffen für Brennstoffzellen- oder Elektroautos zu decken. Die Frage, ob die Rohstoffe in Zukunft nicht mehr ausreichend verfügbar sein werden, könne man verneinen, sagt Aline Hendrich, Mitautorin der e-mobil-BW-Studie, im Gespräch mit Golem.de. Das sei aber "nicht ein Nein Punkt, sondern ein Nein Komma. Es gibt viele andere Dinge, die man berücksichtigen sollte." Die ökologischen und sozialen Aspekte bei der Rohstoffgewinnung seien ebenso wichtig wie die ökonomischen.

Beispiele dafür sind etwa Lithium oder das Kobalt. Das Lithium wird teilweise aus einer Sole gewonnen, die in der Sonne austrocknet. Das ist günstig und energiesparend, aber durch den hohen Wasserbedarf sinkt der Grundwasserspiegel. Das wiederum gefährdet die Trinkwasserversorgung. Allerdings zeigt Bolivien, dass eine ressourcenschonende Produktion von Lithium, die die Interessen der Bevölkerung berücksichtigt, durchaus möglich ist.

Hauptlieferant für Kobalt ist der Kongo, ein Land, das politisch instabil ist, was die Kritikalität von Kobalt steigert. Das Übergangsmetall wird in dem afrikanischen Land zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. Dass sich das in absehbarer Zeit ändert, ist unwahrscheinlich. Deshalb werden auch Sanktionen erwogen.

Reuter widerspricht: "Das ist eine Chance, demokratische, gute Strukturen in Ländern wie dem Kongo zu schaffen, die vertan wäre, würde man den Kongo boykottieren und den Kobaltbezug aus diesem Land komplett einstellen. Das ist ein Ansatz, der immer wieder im Gespräch ist. Unser Ansatz wäre es, genau das nicht zu tun, sondern einen Betrag zur positiven Entwicklung des Landes zu leisten."

Aus Rohstoffsicht spricht also nichts gegen einen Umstieg auf Elektro- und Brennstoffzellenautos. Solange der sich nicht sprunghaft vollzieht, sollte die Produktion mit der steigenden Nachfrage mithalten können. Doch es geht nicht um die Verfügbarkeit allein. Auch andere Aspekte spielen eine Rolle. Eine Verkehrswende bei uns hat Auswirkungen auf Menschen in anderen Teilen der Welt.

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 Wirtschaftlicher Abbau
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Ach 25. Aug 2019

Ich verstehe dieses ganze Schrott-Getue um die Rohstoffe überhaupt nicht. Das ist doch...

nrgy 21. Aug 2019

zu einem neuen Konzept zur regionalen Gewinnung von Lithium aus Thermalwasser im...

Ach 21. Aug 2019

Rechne doch mal den Treibstoff in Tonnen aus, den du mit deinem Curore bis jetzt...

SJ 21. Aug 2019

Weil es Sinn macht.

Ach 20. Aug 2019

Las mich kurz erklären, warum man mit einem "Sich auf Grund von Ungewissheiten an den...


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