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Wirtschaftlicher Abbau

Drei der sechs als kritisch eingestuften Rohstoffe werden aktuell nicht in ausreichendem Maß gefördert. Auch hier führt Lithium: Wäre jedes vierte Auto, das derzeit pro Jahr vom Band läuft, ein Elektroauto, würden 175.000 Tonnen Lithium benötigt. Gefördert werden jedoch nur 32.100 Tonnen. Norwegische Verhältnisse, wo mehr als die Hälfte der Neuwagen inzwischen Hybrid- oder Elektroautos sind, wird es vorerst nicht überall geben.

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Auch bei Brennstoffzellenautos würde es an den nötigen Rohstoffen mangeln: Der Bedarf an Platin läge bei 275 bis 640 Tonnen - das entspricht dem 1,5- bis 3,4-fachen der aktuellen Produktion, die bei 188 Tonnen liegt. Kobalt müsste fast in doppelter Menge zur Verfügung stehen, wie heute produziert wird: Gebraucht würden 263.000 Tonnen, gefördert werden 144.000 Tonnen.

Ein solcher Anstieg würde einige Probleme mit sich bringen, sagt Reuter. "Das ist schon eine Herausforderung. Aber eine geologische Verknappung ist nicht zu befürchten." Zwar folgt einem Anstieg der Nachfrage auch ein Anstieg der Preise. Dann aber kann es sich rentieren, andere Lager auszubeuten, die heute nicht wirtschaftlich sind. Als etwa der Preis vor etwa zehn Jahren sehr hoch war, lohnte es sich auf einmal, Öl aus Schiefer oder Ölsand zu gewinnen. Das begehrte Lithium macht es attraktiv, stillgelegte Stollen wieder zu öffnen: In wenigen Jahren soll - vorausgesetzt, die Finanzierung kann gesichert werden - in alten Bergwerken im Erzgebirge wieder geschürft werden. 125.000 Tonnen Lithiumkarbonat werden allein auf der deutschen Seite des Erzgebirges in der Erde vermutet.

Kritikalität von Rohstoffen beinhaltet aber nicht die Menge von geologischen Vorkommen allein. Ein Rohstoff kann in großer Menge vorhanden sein und dennoch als kritisch eingestuft werden. Ein Beispiel ist die Gruppe der Metalle der Seltenen Erden. Größter Produzent ist aktuell China: Laut dem Rohstoffinformationssystem der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) lag der Anteil 2016 bei knapp 76 Prozent. Noch vor wenigen Jahren hatte das Land beinahe ein Monopol darauf und China konnte durch Exportbeschränkungen den Preis diktieren. Um die Situation zu entspannen, wurden neue Vorkommen erschlossen. Selbst in der Tiefsee wurde gesucht.

Anders als der Name suggeriert, sind die Metalle der Seltenen Erde sehr verbreitet. Ein Kilogramm eines beliebigen Bodens enthält rund 200 Milligramm dieser Elemente. Bei solchen Konzentrationen ist es jedoch nicht wirtschaftlich, die Elemente mit konventionellen Methoden abzubauen. Forscher testen deshalb alternative Methoden, um sie zu gewinnen, beispielsweise mit Hilfe von Pflanzen.

Die Lösung kann aber nicht nur darin liegen, neue Vorkommen zu erschließen. Auch die Wiedergewinnung von Rohstoffen ist wichtig. Bei den sechs betrachteten Rohstoffen sei viel machbar, sagt Reuter. Bei einigen davon ist das auch schon etabliert, wie wir im letzten Jahr beim Hamburger Kupferproduzenten und -wiederverwerter Aurubis gesehen haben.

Andere Prozesse wie etwa das Recycling von Akkus sind weniger etabliert. Das liegt unter anderem daran, dass Akkus noch nicht in nennenswerten Stückzahlen für die Wiederverwertung zur Verfügung stehen. Was heute recycelt wird, sind Akkus aus Versuchs- und Unfallautos sowie Produktionsausschuss. Viele Akkus aus Serienfahrzeugen werden, bevor sie schließlich in der Wiederverwertung landen, noch anderweitig eingesetzt.

Schließlich gibt es noch eine weitere Möglichkeit, das Rohstoffproblem zu lösen: einsparen oder ersetzen.

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 Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...Sozial und ökologisch verträglicher Abbau 
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Ach 25. Aug 2019

Ich verstehe dieses ganze Schrott-Getue um die Rohstoffe überhaupt nicht. Das ist doch...

nrgy 21. Aug 2019

zu einem neuen Konzept zur regionalen Gewinnung von Lithium aus Thermalwasser im...

Ach 21. Aug 2019

Rechne doch mal den Treibstoff in Tonnen aus, den du mit deinem Curore bis jetzt...

SJ 21. Aug 2019

Weil es Sinn macht.

Ach 20. Aug 2019

Las mich kurz erklären, warum man mit einem "Sich auf Grund von Ungewissheiten an den...


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