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In Städten sind ganz andere Probleme zu lösen

Das Verkehrsministerium hat im Masterplan zudem erkannt, dass es in Städten ganz andere Probleme mit der Ladeinfrastruktur gibt. So sind in den Städten die Ladesäulen häufig von Verbrennerfahrzeugen zugeparkt oder werden von Elektroautos als billige Parkplätze genutzt. "Die Kommunen werden aufgefordert, die Anordnungsmöglichkeiten der Straßenverkehrsordnung konsequent umzusetzen, so dass Fahrzeuge, die widerrechtlich vor einer Ladesäule parken, umgehend entfernt werden können und Bußgelder so angeordnet werden, dass eine abschreckende Wirkung damit verbunden ist. Zudem ist eine rechtssichere Beschilderung sicherzustellen", heißt es.

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Die Berliner Bezirke sehen derzeit allerdings keine rechtlichen Möglichkeiten, Falschparker an Ladesäulen generell abschleppen zu lassen. Ein Strafzettel über 15 Euro, wie dort üblich, dürfte zudem kaum "abschreckende Wirkung" erzielen. Ohnehin stoßen die Behörden bei der Kontrolle der Ladeparkplätze an ihre Grenzen. Was soll mit einem Elektroauto passieren, dessen Fahrer zwar das Ladekabel eingesteckt hat, aber das gar nicht aufgeladen wird? Ein solches Verhalten lässt sich fast täglich an einer Ladesäule in der Nähe der Golem.de-Redaktion beobachten. Hier torpedieren Elektroautobesitzer die Entwicklung der Elektromobilität selbst.

Traumhafte Forderungen an Infrastruktur

Dabei hat die Regierung erkannt, dass der "Verbraucher im Mittelpunkt der Umsetzung der Maßnahmen steht". Der Nutzer entscheide, "ob die vorhandene Ladeinfrastruktur ausreicht und seinen Anforderungen und Bedürfnissen genügt". In diesem Zusammenhang sollen die Ladepunkte künftig mehrere Anforderungen erfüllen. So soll die Ladesäule "problemlos" zu finden sein und der Fahrer "sich vorab über deren Belegungsstatus informieren" können. Letzteres lässt sich im Grunde nur realisieren, wenn sämtliche Parkplätze über automatische Parkplatzsensoren verfügen.

Geradezu traumhaft klingen die folgenden drei Forderungen: "Authentifizierung, Freischaltung, Bezahlung und Abrechnung der Ladestation kann national und europaweit ohne Probleme erfolgen und die gängigen Zahlungsmöglichkeiten können genutzt werden; die Preisgestaltung ist für den Verbraucher transparent und nachvollziehbar; der Ladepunkt muss durchgängig funktionieren. Bei Problemen/Defekten wird umgehend Abhilfe geschaffen (z.B. durch eine Hotline)." Bei diesem Passus wird offensichtlich, dass der zuständige Ministeriumsreferent noch nie versucht hat, mit Hilfe einer Hotline eine bockige Ladesäule zum Laufen zu bringen.

Vorgaben für öffentliche Ladepunkte

Noch bis Sommer 2020 will das Bundeswirtschaftsministerium einen Entwurf für eine überarbeitete Ladesäulenverordnung vorlegen. Demnach sollen öffentliche Ladepunkte über eine Schnittstelle verfügen, "um Standortinformationen und dynamische Daten wie den Belegungsstatus zu übermitteln". Solche Informationen sind in der Regel durch die Anbieter aber per App oder Webseite schon verfügbar. Indirekt droht die Regierung mit weiteren "ordnungsrechtliche Maßnahmen", um den Verbraucherbedürfnissen gerecht zu werden. Darüber soll im zweiten Halbjahr 2021 entschieden werden.

Völlig ausgeblendet wird hingegen das komplizierte deutsche Mess- und Eichrecht, das für die Ladenetzbetreiber teilweise nur schwer umzusetzen ist. In diesem Punkt ist die Bundesregierung offenbar weiterhin nicht bereit, einfache und kostengünstigere Vorgaben festzulegen.

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 Elektromobilität: Die Regierung hat endlich einen PlanOnline-Planungstools sollen helfen 
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aLpenbog 21. Nov 2019

Stimmt, die Frage ist nur wie wir das kombinieren, wenn wir Ausnahmen oder gar ein...

Megusta 21. Nov 2019

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Megusta 21. Nov 2019

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captain_spaulding 14. Nov 2019

Genau! Aber findige Forscher haben die Möglichkeiten erkannt: E-Auto-Kraftwerke laufen...

Lemo 13. Nov 2019

Um mal einen positiven Kommentar dazu abzugeben, endlich tut sich was. Man hat jetzt...


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