Elektromobilität: Die Kaufprämie für Elektroautos soll verlängert werden

Die Laufzeit ist zu zwei Dritteln um, der Topf ist noch voll: Zwar wurde im zweiten Jahr die Kaufprämie für Elektroautos fast doppelt so oft ausgezahlt wie im ersten. Doch der Etat reicht länger als bis Juni 2019. Deshalb soll die Laufzeit verlängert werden. Cem Özdemir ist optimistisch.

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Elektroautos an der Ladesäule: 66.029 Anträge für Elektro- und Hybridfahrzeuge nach zwei Jahren
Elektroautos an der Ladesäule: 66.029 Anträge für Elektro- und Hybridfahrzeuge nach zwei Jahren (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Prämie wird nur wenig genutzt, es ist noch viel des Etats übrig. Politiker und Autohersteller wollen deshalb die Laufzeit der Kaufprämie für Hybrid- und Elektroautos über den 30. Juni 2019 hinaus verlängern.

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Vor zwei Jahren hat die Bundesregierung die Einführung der Kaufprämie beschlossen. Wer ein Elektroauto kauft, erhält 4.000 Euro. Für einen Pluginhybrid gibt es 3.000 Euro. Das Geld kommt zur Hälfte vom Staat, die andere Hälfte übernimmt der Hersteller.

600 Millionen Euro haben Regierung und Hersteller vor zwei Jahren bereitgestellt. Das reicht für mehr als 300.000 Autos. Doch die Prämie hatte nicht den gewünschten Effekt, den Verkauf von Elektroautos anzukurbeln. Die Nachfrage ist schleppend. Nach zwei Dritteln der Laufzeit wurden Anträge für knapp über 66.000 Fahrzeuge gestellt. In Zahlen: etwa 100 Millionen Euro, also ein Sechstel des Etats.

Geht das so weiter, ist am 30. Juni kommenden Jahres noch Geld übrig. Die Frage ist, was damit passiert. Einige Hersteller und Politiker fordern, in diesem Fall die Laufzeit der Prämie zu verlängern. Dazu gehören beispielsweise BMW und Renault. Auch der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) befürwortet eine solche Lösung.

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Die Bundesregierung, die die andere Hälfte der Prämie bezahlt, scheint auch nicht abgeneigt: Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, sagte der Deutschen Presseagentur (dpa), es spreche viel für eine Laufzeitverlängerung. Er forderte zudem noch einmal, die Prämie für Taxis und leichte Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb zu verdoppeln. Cem Özdemir, Abgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, glaubt, "dass es für eine solche Verlängerung eine fraktionsübergreifende Mehrheit im Ausschuss geben wird", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Bis Ende Juni sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 66.029 Anträge auf die Kaufprämie eingegangen. Dabei führen die Elektroautos: 38.146 Anträge bezogen sich auf Prämien für diese Autos, 27.866 Käufer beantragten eine Prämie für einen Pluginhybrid. Für Brennstoffzellenautos gingen nur 17 Anträge ein.

Die Zahl der Anträge stieg im zweiten Jahr deutlich: Von Juni 2016 bis Juni 2017 gingen 23.024 bei der Bafa ein, im Jahr darauf verdoppelte sich die Zahl fast auf 43.005. Die meisten Prämien sind laut Bafa für den Renault Zoe (7.348) ausgezahlt worden, gefolgt vom BMW i3 (6.252) und dem Audi A3 E-Tron (5.753).

An dem geringen Interesse an den Elektroautos sind in erster Linie der hohe Preis, die geringe Reichweite sowie die noch unzureichende Ladeinfrastruktur schuld. Hinzu kommen aber eine noch recht kleine Modellpalette sowie lange Lieferzeiten. Auf den Hyundai Ioniq etwa sollen Kunden ein ganzes Jahr warten. Wer einen Nissan Leaf bestellt, muss sich laut Hersteller sieben bis acht Monate gedulden.

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Anonymer Nutzer 09. Jul 2018

Also, die meisten Deiner vorgebrachten Probleme sind schon gelöst, je nach Marke...

emdotjay 05. Jul 2018

In meinem Fall hat es nichts mit fehlender Lademöglichkeit zu tun. Aber die Preise für...

Palerider 04. Jul 2018

Man braucht ja nicht nur die Ladesäulen - wenn an Autobahnraststätte XY 10 Ladesäulen...

pumok 04. Jul 2018

Korrekt, Rabatte werden bei der Verkaufspreisberechnung normalerweise eingerechnet...



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