Grüner Wasserstoff für saubere Lkw

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts Hydrogen Fuel Cell Trucks for Heavy-Duty, Zero Emission Logistics (H2Haul) wird Iveco zusammen mit der Konzernschwester Fiat Powertrain Technologies (FPT) drei Lkw-Modelle mit einem Gesamtgewicht zwischen 26 und 44 Tonnen entwickeln. Insgesamt 16 Fahrzeuge sollen gebaut und in Pilotprojekten in Deutschland, Belgien, Frankreich und der Schweiz getestet werden. Neben den Fahrzeugen wollen die Projektpartner auch Infrastruktur, sprich Wasserstofftankstellen entwickeln.

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Beteiligt sind an dem Projekt neben Iveco und FPT, die beide zu CNH Industrial gehören, einem Unternehmen aus dem Fiat-Umfeld, auch mehrere Firmen, die sich mit Wasserstoff befassen, darunter die Erzeuger Air Liquide und H2 Energy, der auch mit Hyundai kooperiert.

Hyundai will grünen Wasserstoff

H2 Energy hat zudem zusammen mit dem Schweizer Energieversorger Alpiq das Joint Venture Hydrospider gegründet, das grünen Wasserstoff für die Schweizer Lkw von Hyundai liefern wird. Dafür hat Hydrospider neben dem Wasserkraftwerk Gösgen im Kanton Solothurn eine Anlage zur Gewinnung von grünem Wasserstoff gebaut. Die Elektrolyseanlage mit einer Leistung von zwei Megawatt ging Ende vergangenen Jahres in Betrieb.

Wasserstoff ist zwar ein guter Energiespeicher: Die Energiedichte beträgt etwa 33 Kilowattstunden pro Kilogramm, fast dreimal so hoch wie Benzin. Allerdings muss das Element, um genug davon in einen Tank füllen zu können, verflüssigt oder komprimiert werden. Das erfordert ebenso einen Energieaufwand wie seine Gewinnung durch die Aufspaltung von Wasser.

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Der überwiegende Teil ist sogenannter grauer Wasserstoff, der aus Methan erzeugt wird, wobei Kohlendioxid freigesetzt wird. Sauberer ist die Gewinnung per Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Allerdings kostet dieser grüne Wasserstoff rund 10 US-Dollar pro Kilogramm, der graue 1 bis 2 US-Dollar.

Mit der zunehmenden Bereitstellung von Elektrolysekapazitäten dürfte aber der Preis für den grünen Wasserstoff fallen. Die werden in den kommenden Jahren geschaffen, im Rahmen von Initiativen auf regionaler Ebene wie etwa in Norddeutschland, auf nationaler Ebene und europaweit.

Die Idee ist, unter anderem die Ausfallarbeit von Windkraftanlagen für die Wasserstofferzeugung zu nutzen. Daneben werden andere Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff entwickelt, etwa per künstlicher Photosynthese, an der HZG-Forscher Klassen arbeitet, oder per Methan-Pyrolyse.

Sicher ist, dass die Diesel-Brummis auf lange Sicht ausrangiert werden. "Der Schwerlastverkehr hat einen hohen Bedarf an Technologien zur CO2-Vermeidung. Die anspruchsvollen Flottenziele in vielen Regionen - zum Beispiel minus 30 Prozent in Europa - sind sonst nicht erreichbar", sagte Bernd Heid von der Unternehmensberatung McKinsey kürzlich dem deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel.

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 Brennstoffzellen-Lkw für Europa
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McWiesel 14. Apr 2020

Is jetzt ein Witz, oder? Das Verhältnis dazu sah man an den ersten Zeppelinen. 100m...

senf.dazu 12. Apr 2020

Und was wenn wir wie heute schon morgen auch den größten Teil der Energie importieren...

VigarLunaris 10. Apr 2020

.... Es gibt auch keine sauberen Batterien für Fahrzeuge oder sonstige Treibstoffe die...

Reitgeist 10. Apr 2020

Nur auf den Wirkungsgrad zu schauen ist allerdings auch ein Irrglaube, dem insbesondere...

Gamma Ray Burst 10. Apr 2020

Wasserstoff als Grundlage ist zwar noch nicht perfekt, aber im Gegensatz zu...



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