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Brennstoffzellen-Lkw für Europa

Statt der verbreiteten langen Haube hat HDC-6 Neptune eine flache Schnauze und ein stromlinienförmiges Dach. Vorbild war eine Dampflok des US-Designers Henry Dreyfuss aus den 1930er Jahren. So bald werden wir das retrofuturistische Fahrzeug aber nicht auf der Straße sehen.

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Ambitionierter ist da Hyzon Motors: Mit der Vorserienproduktion des Roadtrains will das US-Unternehmen in einem Jahr beginnen. Die Zugmaschine soll mit einer 370-Kilowatt-Brennstoffzelle ausgestattet werden. Noch in diesem Jahr will Hyzon zwei Brennstoffzellenbusse in Zusammenarbeit mit einem europäischen Hersteller auf den Markt bringen sowie einen Sattelschlepper und einen schweren Lkw.

Hyzon plant breite Produktpalette

Die Fahrzeuge sollen je nach Gewicht mit einer 150 oder einer 200 Kilowatt starken Brennstoffzelle ausgestattet sein. Die Motorleistung reicht von 100 bis 370 Kilowatt. Mit einer Tankladung sollen die Lkw je nach Modell 400 bis 500 Kilometer weit kommen. Außerdem geplant sind für 2021 kleinere Laster mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 6 bis 20 Tonnen sowie ein Van, den es als Bus und als Transporter geben soll. Damit nicht genug, plant Hyzon, die Produktplatte auch noch um verschiedene Pkw-Typen zu erweitern.

Unklar ist, ob Hyzon seine Fahrzeuge nur in den USA - in unseren Breiten sind Roadtrains ohnehin nicht zugelassen - auf den Markt bringen will oder auch diesseits des Atlantiks. Dafür zumindest würde die Kooperation mit dem europäischen Bushersteller sprechen. Um welchen es sich handelt, ist noch nicht bekannt.

Definitiv für Europa gedacht ist H2 Xcient, den Hyundai nach dem europäischen Regelwerk entwickelt hat, denn dort soll er eingesetzt werden: Hyundai hat 2019 ein Joint Venture mit dem Schweizer Wasserstoffanbieter H2 Energy gegründet, das bis zum Jahr 2025 in der Schweiz 1.600 dieser Fahrzeuge auf die Straße bringen will. Die ersten 50 sollen in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Daimler arbeitet, wie bereits erwähnt, seit längerem an Brennstoffzellenfahrzeugen. Die Konzerntochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation hat auf der Automesse in Tokio im vergangenen Herbst den Fuso eCanter Vision F-Cell gezeigt. Die zweite Variante, der eCanter F-Cell, wurde kürzlich vorgestellt. Eine Version des elektrischen 7,5-Tonners mit einem Akku ist schon seit über zwei Jahren im Einsatz.

Der Fuso eCanter F-Cell ist mit einem 135 Kilowatt starken Antrieb ausgestattet. Mit seinen vier Tanks, die ein Speichervermögen von 10 Kilogramm Wasserstoff haben, kommt das Fahrzeug rund 300 Kilometer weit - das ist etwa das Dreifache des Fuso eCanter. Zusätzlich hat der Brennstoffzellenlaster noch Akkus an Bord. Die Akkupacks können eine Kapazität von 13,8 bis 40 Kilowattstunden haben.

Noch in diesem Jahr will die Daimler-Tochter mit der Produktion des eCanter F-Cell beginnen. Das Ziel des Konzerns ist es, Ende der 2023er Jahre in Europa, Japan, Nordamerika und Mexiko nur noch Nutzfahrzeuge ohne Kohlendioxidemissionen zu verkaufen. Neben den Brennstoffzellenfahrzeugen setzt der Stuttgarter Konzern auch auf Schwerlaster mit Akkus wie den Sattelschlepper Freightliner eCascadia und den Lkw Freightliner eM2, die seit 2019 respektive seit 2018 im Einsatz sind. In Europa ist der eActros seit 2018 unterwegs.

Die Volkswagen-Tochter Scania testet seit Anfang des Jahres einen Brennstoffzellen-Lkw. Vier der Fahrzeuge sind beim norwegischen Lebensmittelgroßhändler Asko im Einsatz. Der 27-Tonner basiert auf einem konventionellen Lkw. Er hat einen Elektromotor mit 210 Kilowatt Dauerleistung und 290 Kilowatt Maximalleistung. Die Brennstoffzelle leistet 90 Kilowatt, hinzu kommt als Unterstützung ein Akku mit 56 Kilowattstunden. Die Reichweite soll zwischen 400 und 500 Kilometern liegen.

Der italienische Hersteller Iveco schließlich beteiligt sich an einem europäischen Projekt.

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 Toyotas Brennstoffzellen-Truck fährt in Los AngelesGrüner Wasserstoff für saubere Lkw 
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McWiesel 14. Apr 2020

Is jetzt ein Witz, oder? Das Verhältnis dazu sah man an den ersten Zeppelinen. 100m...

senf.dazu 12. Apr 2020

Und was wenn wir wie heute schon morgen auch den größten Teil der Energie importieren...

VigarLunaris 10. Apr 2020

.... Es gibt auch keine sauberen Batterien für Fahrzeuge oder sonstige Treibstoffe die...

Reitgeist 10. Apr 2020

Nur auf den Wirkungsgrad zu schauen ist allerdings auch ein Irrglaube, dem insbesondere...

Gamma Ray Burst 10. Apr 2020

Wasserstoff als Grundlage ist zwar noch nicht perfekt, aber im Gegensatz zu...


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