Der TÜV prüft das Auto

Während Autohersteller in ihren Elektroautos auf 400-Volt-Systeme setzen, arbeitet Fleck mit Spannungen zwischen 48 und 96 Volt. Alle Kabel, die mehr als 60 Volt transportieren, müssen orange sein. Die Sets aus seinem Online-Shop sind EMV-geprüft - die Abkürzung steht für elektromagnetische Verträglichkeit.

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Das Magnetfeld kann nach dem Umbau nicht nur hörbare Auswirkungen auf das Handy und Radio haben, sondern auch auf den Organismus der Insassen. Darum dürfen Grenzwerte für elektromagnetische Feldstärken nicht überschritten werden. Mit den EMV-geprüften Bauteilen vermeidet der Fahrzeughalter eine erneute Feldprüfung.

Die Reichweite nach dem Umbau liegt in der Regel bei rund 100 Kilometern. Bei mehr würde das Gewicht der Batterien zu groß, und das umgebaute Fahrzeug darf sein zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten. Auch auf ausreichend Bodenfreiheit sollte man beim Umbau achten. Das Akkupaket darf bei Fahrten über Bodenwellen oder Temposchwellen nicht aufsetzen.

Das Auto bekommt ein Display für das Akkumanagement

Bei der Zellchemie setzt Fleck aus Sicherheitsgründen auf Lithium-Eisenphosphat, die Batterien werden als LiFePO4 oder LFP bezeichnet. Selbst bei gewaltsam zugefügten Kurzschlüssen reagiert die Zelle nicht mit Bränden oder entwickelt hohe Temperaturen. Das mitgelieferte Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht später Temperatur und Ladezustand. Beides wird im Fahrzeug auf einem Display angezeigt.

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Wichtig ist, dass die Akkumodule in einer wasserdicht abgeschlossenen Kiste aus Aluminium untergebracht sind, deren Wände mindestens drei Millimeter dick sind. Diese Kiste muss über eine Lüftung zur Wärmeableitung verfügen. Zusätzlich ist ein Potenzialausgleich vorgesehen, also eine Erdung an der Karosserie. Auf diesen Schutzleiter wird später der TÜV-Prüfer sein Augenmerk richten.

  • Heiko Fleck mit seinen beiden Ex-Verbrennerautos: einem VW-Bus und einem Fiat 500 (Foto: Heiko Fleck)
  • Der Umrüstsatz von Fleck (Foto: Heiko Fleck)
  • Dieser Triumph TR6 fährt elektrisch. (Foto: Peter Schubert)
  • Vorher und nachher: der Motorraum... (Foto: Peter Schubert)
  • ... und der Kofferraum. (Foto: Peter Schubert)
Der Umrüstsatz von Fleck (Foto: Heiko Fleck)

Die Prüfer achten laut Fleck vor allem auf saubere Verarbeitung. "Da sollte kein Bauteil mit Klebeband oder Spanngurten befestigt sein", sagt er. Das E-Auto darf die im Fahrzeugschein zugelassene Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten, Gleiches gilt für die Nenndrehzahl des Motors. Der TÜV schaut auch, ob der Bremskraftverstärker und die Lüftung im Innenraum funktionieren. Da geht es nicht um Komfort, sondern um eine beschlagfreie Frontscheibe. Auch den Nachweis der EMV-Prüfung möchte der Prüfer sehen.

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 Elektromobilität: Das eigene Auto elektrifizierenOldtimer-Bauteile sind gefragt 
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emdotjay 19. Mai 2021

es sind schon paar jähre vergangen, aber wieso ist automatisches Bremsen zum...

SanderK 28. Mai 2019

Das erste bekannte deutsche Elektroauto war der Flocken Elektrowagen von 1888 Der E...

gadthrawn 28. Mai 2019

Stichtag ist in 2002 - aber da steht dass für Prüfung in der Kompetenz des Prüfers liegt...

thinksimple 28. Mai 2019

Wie KW? Ich dachte wird in KW/h angegeben? ;-)

Michael_HA 27. Mai 2019

Ich habe selbst 2009 einen VW NewBeetle privat umgerüstet und da war das Thema EMV ein...



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