Elektromobilität: Daimler und Volvo wollen Brennstoffzellen für Lkw entwickeln

Ende der 2020er Jahre sollen die Brennstoffzellen-Lkw in Serie gebaut werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektro-Lkw Mercedes eActros: Brennstoffzellen sind für Lkw eine entscheidende Lösung.
Elektro-Lkw Mercedes eActros: Brennstoffzellen sind für Lkw eine entscheidende Lösung. (Bild: Daimler)

Daimler und Volvo arbeiten an sauberen Lkw: Die beiden Hersteller wollen zusammen ein Brennstoffzellensystem für schwere Nutzfahrzeuge entwickeln und bauen. Dafür wollen sie ein gemeinsames Unternehmen gründen, das den Partnern jeweils zur Hälfte gehören soll.

Stellenmarkt
  1. IT-Revisor (m/w/d)
    L-Bank, Karlsruhe
  2. Android-Entwickler (m/w/d)
    Hays AG, Wesel
Detailsuche

Brennstoffzellen sollen bei Schwerfahrzeugen praktikabler sein als Akkus: Sollen die Nutzfahrzeuge eine große Reichweite haben, wird der Akku so groß und schwer, dass das Fahrzeug schnell an das zulässige Gesamtgewicht kommt. Zudem geht ein hohes Fahrzeuggewicht wieder auf Kosten der Reichweite. Ein Tank hingegen ist leichter als ein Akku, der die gleiche Energiemenge speichert. Schließlich dauert das Betanken weniger lange, als einen Akku zu laden.

"Ein wirklich CO2-neutraler Transport wird nur durch einen elektrischen Antriebsstrang erreicht werden, wobei die Energie aus zwei Quellen kommen kann: entweder aus Batterien oder durch die Umwandlung von Wasserstoff in Elektrizität an Bord des Fahrzeugs. Für den Lkw-Einsatz im schweren Fernverkehr sind Brennstoffzellen eine entscheidende Lösung", sagte Martin Daum, Chef von Daimler Truck AG.

Daimler rechnet damit, dass die Antriebe in der zweiten Hälfte der 2020er Jahren serienreif sein werden und damit ausgerüstete Fahrzeuge auf den Markt kommen. Kleinserien könnten schon 2024 oder 2025 verfügbar sein.

Golem Akademie
  1. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Stuttgarter Automobilkonzern will alle seine derzeitigen Brennstoffzellen-Aktivitäten in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Dazu gehört in erster Linie das Tochterunternehmen Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH, das in dem Joint Venture aufgehen wird, inklusive der Mitarbeiter, der Patente und der Produktionsstätten in Deutschland und Kanada. Volvo kauft sich mit etwa 600 Millionen Euro in das Gemeinschaftsunternehmen ein.

Die Zusammenarbeit von Daimler und Volvo wird sich aber nur auf die Entwicklung und Fertigung der Antriebsstränge mit Brennstoffzellen beziehen. In allen anderen Geschäftsfeldern blieben die beiden Konkurrenten, teilte Daimler mit. Noch sei die Vereinbarung vorläufig. Das Joint Venture solle aber, vorausgesetzt, die Wettbewerbsbehörden genehmigten es, bis Ende des Jahres fertig sein. Der Sitz des Unternehmens soll in Nabern, südwestlich von Stuttgart, sein. Dort hat auch die Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH ihren Hauptstandort. Bei dem neuen Unternehmen sollen etwa 250 Angestellte arbeiten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard

Rund 20 Milliarden US-Dollar haben die Aktien von Sony verloren. Nun hat der Konzern erstmals den Kauf von Activision Blizzard kommentiert.

Microsoft: Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard
Artikel
  1. Parallel Systems: Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge
    Parallel Systems
    Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge

    Das Startup Parallel Systems will konventionelle Züge durch modulare Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Energieversorgung ersetzen.

  2. Digitale-Dienste-Gesetz: Europaparlament will Nutzertracking stark einschränken
    Digitale-Dienste-Gesetz
    Europaparlament will Nutzertracking stark einschränken

    Das Europaparlament hat den Entwurf des Digitale-Dienste-Gesetzes verschärft. Ein Komplettverbot personalisierter Werbung soll es aber nicht geben.

  3. Jahresbilanz: Durch das Vodafone-Kabelnetz liefen 48 Exabyte
    Jahresbilanz
    Durch das Vodafone-Kabelnetz liefen 48 Exabyte

    Unser neues Leben spielt sich tagsüber bei Microsoft Teams ab. Dann verlagern sich die Datenströme in Richtung der Server von Netflix und Amazon.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Lenovo Laptops (u.a. 17,3" RTX3080 1.599€) • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /