Elektromobilität: Daimler, Ford und Renault-Nissan entwickeln Brennstoffzelle

Die Autohersteller Daimler, Ford und Renault-Nissan wollen einen einheitlichen Brennstoffzellenantrieb entwickeln, den alle dann in ihre Autos integrieren werden. Dafür wollen sie eine Brennstoffzelle für Elektroautos entwickeln. Ziel ist, 2017 erschwingliche Brennstoffzellenautos auf den Markt zu bringen.
Durch die Zusammenarbeit sinken zum einen die Kosten für die Entwicklung – die Partner werden diese zu gleichen Teilen finanzieren. Zum anderen setzen die Unternehmen darauf, dass durch die Produktion in großen Stückzahlen die Kosten sinken werden.
10 Millionen Testkilometer
Alle drei Hersteller arbeiten bereits seit Jahren an Autos mit einem solchen Antrieb und haben die Fahrzeuge auch schon ausgiebig getestet. 10 Millionen Testkilometer seien dabei zusammengekommen, erklären die Hersteller(öffnet im neuen Fenster) . Unter anderem ist Daimler mit drei Mercedes-B-Klasse-F-Cell einmal um die Welt gefahren .
Die Brennstoffzelle erzeugt elektrische Energie aus einer Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, die allerdings langsamer abläuft als die Knallgasreaktion. Vorteil der Technik ist, dass das Auto einfach betankt werden kann, wenn der Wasserstoff aufgebraucht ist. Der Fahrer muss also nicht an der Ladesäule warten, bis der Akku seines Elektroautos geladen ist.
Wenige Wasserstofftankstellen
Ein großes Problem der Brennstoffzellentechnik ist derzeit noch die Infrastruktur: Es gibt nur wenige Wasserstofftankstellen(öffnet im neuen Fenster) . Die Bundesregierung hat 2012 ein Förderprogramm aufgesetzt mit dem Ziel, bis 2015 50 Wasserstofftankstellen in Deutschland aufzubauen.
Ein zweites Ziel ist die Wasserstoffgewinnung: Der Brennstoffzellenantrieb selbst ist zwar sehr umweltfreundlich – als Abgas entsteht nur Wasserdampf. Derzeit ist es aber noch sehr aufwendig und energieintensiv, Wasserstoff zu gewinnen. Allerdings wird auch daran intensiv geforscht.