Elektromobilität: China baut Frachtschiff mit Elektroantrieb
China ist in der Elektromobilität führend – Grund ist ein massives Problem mit der Luftverschmutzung. In Südchina wird jetzt ein Frachtschiff mit Elektroantrieb eingesetzt.
Das Schiff ist 70,5 Meter lang, 13,9 Meter breit und wiegt rund 600 Tonnen. Es kann 2.000 Tonnen Nutzlast transportieren. Es wurde in Kanton in Südchina gebaut und ist kürzlich vom Stapel gelaufen.
Das Laden dauert zwei Stunden
Angetrieben wird es von zwei Elektromaschinen mit einer Leistung von je 160 Kilowatt. Als Stromspeicher dienen Lithium-Ionen-Akkus und Superkondensatoren mit einer Kapazität von 2,4 Megawattstunden. Die Reichweite des Schiffes beträgt rund 80 Kilometer. Das Schiff soll zwischen zwei Häfen pendeln. Dort steht jeweils eine Ladestation, an der die Stromspeicher wieder geladen werden. Das soll etwa zwei Stunden dauern.
Schiffe mit konventionellem Antrieb verschmutzen die Luft stark. Knapp zehn Prozent der Schwefeloxid- und etwa vier Prozent der Kohlendioxidemissionen weltweit stammen von Schiffen. Das soll sich durch Elektroschiffe wie die elektrisch betriebene Fähre oder eine Fähre mit Hybridantrieb in Norwegen ändern. In dem Land soll ab dem kommenden Jahr auch der elektrisch betriebene Frachter Yara Birkeland eingesetzt werden.

Das Elektroschiff soll auf dem Perlfluss in der südchinesischen Provinz Guangdong eingesetzt werden. Seine Fracht ist indes wenig umweltfreundlich: Das Schiff soll Kohle transportieren.
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