Elektromobilität: Canoo kündigt drei Lieferwagen und einen Sportwagen an

Neue Aufbauten auf dem Canoo: Das US-Startup Canoo hat für die kommenden Jahre mehrere Fahrzeuge auf Basis seiner Elektroauto-Plattform angekündigt. Bisher war nur von einem Kleinbus die Rede.
Bis 2023 wolle das Unternehmen "eine Reihe von Lieferwagen" herausbringen, heißt es in einer Presseinformation(öffnet im neuen Fenster) . Sie sollen zwischen 6,2 und 10 Kubikmeter Ladevolumen haben, wie Canoo dem US-Onlinenachrichtengebot Cnet mitteilte(öffnet im neuen Fenster) .
Canoo plant drei Lieferwagen
Canoo hat ein Rendering der zukünftigen Fahrzeuge veröffentlicht, die ähnlich runde Formen haben werden wie der Bus. Danach sind drei Lieferfahrzeuge geplant, von denen eines eine offene Ladefläche hat. Zudem plant das Unternehmen einen Sportwagen. Wann dieses Fahrzeug auf die Straßen kommen soll, darüber hat Canoo keine Angaben gemacht.
Das erste Fahrzeug, das auf Canoos Skateboard beruht, wird ein Kleinbus . Canoo will das Fahrzeug, dessen Front und Heck weitgehend identisch sind, nicht verkaufen, sondern in einem Abonnement vermieten.

Canoo setzt bei seinen Autos auf ein Skateboard-Konzept: Das Skateboard ist das Chassis, in dem Akku, Elektromotoren, Batteriemanagement und Steuerungselektronik untergebracht sind. Darauf können dann verschiedene Aufbauten aufgesetzt werden.
Canoo hat mehrere Antriebsstränge entwickelt, die sich in das modulare Skateboard integrieren lassen. Verschiedene Antriebssysteme seien möglich: Hinter- oder Vorderradantrieb ebenso wie ein Allradantrieb mit zwei Motoren. Der Heckmotor kann eine maximale Leistung von knapp 225 Kilowatt und ein Drehmoment von 450 Newtonmetern aufweisen. Die vordere Einheit ist für 150 Kilowatt und 320 Newtonmeter ausgelegt. Die Fahrzeugvariante mit zwei Motoren und 275 Kilowatt Leistung soll gut 480 Kilometer Reichweite haben. Canoo hat eine Rennfahrerin Testfahrten mit einem Skateboard ohne Aufbauten durchführen lassen.

Canoo(öffnet im neuen Fenster) wurde 2017 in Kalifornien gegründet. Zu den Initiatoren gehören die ehemaligen BMW-Vorstände Ulrich Kranz, der unter anderem den BMW i3 und den BMW i8 mitentwickelt hat, und Stefan Krause sowie der Designer Richard Kim, der den i3 gezeichnet hat. Nach einem kurzen, unglücklichen Intermezzo bei Faraday Future haben sie ihr eigenes Unternehmen gegründet.



