Elektromobilität: BYD liefert Blade Battery an Tesla

Der Entwicklungschef von BYD bestätigt die lange kursierenden Gerüchte, dass Tesla Akkus von der Firma kaufen wird.

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Die Blade Battery ermöglicht LFP-Akkupacks mit hoher Energiedichte.
Die Blade Battery ermöglicht LFP-Akkupacks mit hoher Energiedichte. (Bild: BYD)

Der chinesische Akku- und Elektroautohersteller BYD liefert Akkuzellen an Tesla. Das berichtet das chinesische Nachrichtenportal Cnevpost. Demnach bestätigte Lian Yubo, der Chef der Forschungsabteilung für Automobilität des Unternehmens in einem Interview mit dem chinesischen Staatssender CGTN, dass BYD Akkus an Tesla liefern wird. Gerüchte über einen Vertrag zur Lieferung von 10 GWh kursieren bereits seit fast einem Jahr. Bislang bezieht Tesla LFP-Akkus vom weltgrößten Akkuhersteller CATL.

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BYD ist für die Herstellung von Lithium-Eisenphosphatakkus (LFP-Akkus) in besonders effizienten strukturellen Akkupacks bekannt geworden. Sie ermöglichen hohe Akkukapazitäten trotz der vergleichsweise niedrigen Energiedichte der LFP-Zellen. Nach Angaben von BYD machen die Akkuzellen je nach Ausführung 80 bis 90 Prozent des Gesamtgewichts eines Blade-Battery-Akkupacks aus. Beim herkömmlichen NCA-Akkupack von Tesla sind es hingegen nur rund 60 Prozent.

Hohe Betriebstemperatur verbessert die Akkuleistung

Der Grund ist die höhere Temperaturbeständigkeit der LFP-Technik, die weitaus kleinere Anforderungen an die Kühlung des Akkupacks stellt. Die neue Generation der Blade Battery soll durch integrierte Heizelemente aus Nickelfolie selbst bei -30 Grad Celsius innerhalb von 90 Sekunden auf 60 Grad aufgeheizt werden können und dabei Ladezeiten von 10 Minuten ermöglichen.

Die hohe Betriebstemperatur ermöglicht die Verwendung größerer Partikel in der Anode und Kathode, was Lebensdauer und Energiedichte der Akkus verbessert. Sie erleichtert auch die Kühlung noch weiter, da hohe Temperaturen zu einer größeren Wärmeabgabe der Akkuzellen führen. Da die Akkus nur während der Benutzung des Autos aufgeheizt werden, ist die schädliche Wirkung der hohen Temperatur auf die Lebensdauer der Akkuzellen begrenzt.

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Unbekannt ist bislang, welche LFP-Zellen in den Teslas zum Einsatz kommen werden. Aktuelle Zellen erreichen etwa 180 Wh/kg, womit die Akkupacks etwa 90 Prozent der Energiedichte herkömmlicher NCA-Akkupacks von Tesla erreichen könnten. Mehrere Hersteller haben aber bereits LFP-Zellen mit über 200 Wh/kg vorgestellt, mit denen ähnliche Akkupacks wie in den Long Range Modellen des Tesla 3 möglich wären.

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