Elektromobilität: Britisches Militär bestellt mobile Solarladestationen

Wer elektrisch fährt, braucht Infrastruktur zum Laden: eine Ladesäule, die am Stromnetz hängt. Es geht aber auch ohne Netzanschluss. Das britische Militär hat Ladesäulen bestellt, die unabhängig von Strom funktionieren.
EV ARC(öffnet im neuen Fenster) heißt das Ladesystem, das das US-Unternehmen Beam Global(öffnet im neuen Fenster) entwickelte. Es besteht aus einer Grundplatte von der Größe eines Parkplatzes. Das 6,3 Meter x 3,2 Meter große Dach ist mit Photovoltaikmodulen ausgelegt – die installierte Leistung beträgt 4,4 Kilowatt.
Die Steuerelektronik und ein Akku sind unter den Solarmodulen im Dach angebracht. Den Akku gibt es mit einer Kapazität von 20, 30 oder 40 Kilowattstunden. Bis zu sechs Fahrzeuge können an dem EV ARC geladen werden – allerdings nicht besonders schnell: Die maximale Leistung beträgt 5,76 Kilowatt.
Die Ladestation kann von einer Person installiert werden
Vorteil des EV ARC ist, dass er zügig auf- und wieder abgebaut werden kann. Er wird per Lkw angeliefert und aufgestellt. Alternativ bietet Beam Global noch einen Transportanhänger an, den ARC Mobility Trailer(öffnet im neuen Fenster) . Damit ist der Transport des Laders noch einfacher, es wird nicht einmal ein Kran benötigt. Egal, ob der Lader auf einem Lkw oder auf dem Anhänger transportiert wird, reicht eine Person zum Aufstellen aus.

Das britische Militär hat nach Angaben von Beam Global(öffnet im neuen Fenster) zehn EV ARC sowie einen ARC Mobility Trailer bestellt. Der Wert des Auftrags beläuft sich demnach auf eine Million US-Dollar.
Gedacht sind die Ladesäulen für die britischen Militärbasen Akrotiri und Dekelia auf Zypern. Die solarbetriebenen Lader sollen aber nicht nur saubere Energie für die Elektrofahrzeuge des britischen Militärs in Zypern liefern, sagte Brigadier Tom Harper; sie seien vielseitig einsetzbar und sollen erprobt werden, um saubere Energie für wichtige Verteidigungsausrüstung an abgelegenen Standorten und in Übersee bereitzustellen.



