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Elektromobilität: Britische Häuser sollen Ladeanschlüsse bekommen

Laden in der Garage, auf dem Büroparkplatz, am Straßenrand: Die britische Regierung hat eine Strategie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorgestellt. Danach sollen neue Gebäude und viele Straßenlaternen standardmäßig mit Ladeanschlüssen ausgestattet werden.
/ Werner Pluta
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Elektroauto in London: keine neuen Verbrennungsfahrzeuge nach 2040 (Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images)
Elektroauto in London: keine neuen Verbrennungsfahrzeuge nach 2040 Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images

Straßenlaternen zu Ladesäulen: Großbritannien will auf Elektromobilität umstellen. Ab 2030 soll die Zahl der Autos mit Verbrennungsantrieb drastisch sinken. Die Regierung hat eine Strategie vorgestellt, um die nötige Infrastruktur für Elektroautos aufzubauen.

So sollen künftig neue Gebäude mit einer Einrichtung für das Laden von Elektroautos ausgestattet werden – das gilt für Bürogebäude ebenso wie für Wohnhäuser. Wenn bestehende Gebäude mit einer Ladestation nachgerüstet werden, gibt es finanzielle Subventionen vom Staat.

Lademöglichkeiten soll es aber nicht nur zu Hause oder an der Arbeitsstelle geben, sondern auch an der Straße: Wenn neue Straßenlaternen an Stellen aufgestellt werden, an denen parken erlaubt ist, müssen diese künftig mit einem Stecker versehen sein.

Fakten über Elektromobilität
Fakten über Elektromobilität (00:40)

Die Regierung will einen Investitionsfonds für die Ladeinfrastruktur einrichten, der mit 400 Millionen britischen Pfund, umgerechnet 451 Millionen Euro, ausgestattet ist. Damit soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur finanziert werden. Eine Arbeitsgruppe, in der die Automobilindustrie und Energieversorger vertreten sind, soll sich mit dem steigenden Bedarf an Lademöglichkeiten beschäftigen und entsprechend vorausplanen.

Diese Maßnahmen hat die Regierung in der Road To Zero Strategy(öffnet im neuen Fenster) festgelegt. Ziel der Regierung ist, dass 2030 die Hälfte der neu zugelassenen Autos in Großbritannien Fahrzeuge mit sehr wenig Emissionen sind. Bei den Pkw sollen es 70 Prozent sein, bei Lkw 30 Prozent. Zehn Jahre später sollen gar keine Verbrennungsfahrzeuge mehr zugelassen werden.

Mit den Maßnahmen will die britische Regierung nicht nur die Kohlendioxidemissionen senken, sondern auch die eigene Wirtschaft fördern. "Die Road To Zero Strategy weist den Weg für Großbritannien, weltweit führend bei der Null-Emissions-Revolution zu sein – und dafür zu sorgen, dass Großbritannien saubere Luft, eine bessere Umwelt und eine stärkere Wirtschaft hat" , sagte Verkehrsminister Chris Grayling(öffnet im neuen Fenster) .


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