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Elektromobilität: BMW und Eon entwickeln intelligente Ladeinfrastruktur

E-Auto -Besitzer sollen dank der Kooperation zwischen BMW und Eon zuhause möglichst optimiert laden können.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Ein Elektroauto von BMW (Bild: BMW)
Ein Elektroauto von BMW Bild: BMW

Der Autobauer BMW und der Stromversorger Eon wollen die Elektroautos ihrer Kunden künftig so mit deren Haus und mit dem Stromnetz verbinden, dass sie solar- und lastoptimiert laden. Ein neues System für intelligentes Laden zuhause lade das Auto mit möglichst viel Strom aus der heimeigenen Fotovoltaikanlage und balanciere die im Haus verfügbare Strommenge optimal aus, teilten die beiden Konzerne am 2. Mai 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) .

Das Angebot soll ab der zweiten Jahreshälfte 2023 verfügbar sein. Es soll zwei verschiedene Varianten geben: Eine soll den Fokus auf die eigene Solaranlage haben, die andere soll die zuhause verfügbare Strommenge optimal ausbalancieren.

Im Laufe der kommenden Jahre soll das System schrittweise ausgebaut werden. Zusätzlich zum zunächst startenden Angebot wird dann unter anderem ein kostenoptimiertes Laden ermöglicht: Kunden sollen dank eines speziellen Stromvertrags direkt von der Preisentwicklung an den Strombörsen profitieren. Das optimale Ladezeitfenster werde nach der vom Kunden gewünschten Abfahrtszeit und Reichweite ermittelt.

Lade-Hardware von BMW

BMW soll im Rahmen der Partnerschaft nicht nur für die Fahrzeuge, sondern auch für die Lade-Hardware verantwortlich sein. Zudem soll der Kontakt zu den Kunden ebenfalls über BMW laufen, während Eon für die Installation des Systems sowie die elektrische Infrastruktur verantwortlich sein wird.

Mittelfristig wollen BMW und Eon ihren Kunden auch bidirektionales Laden ermöglichen, also die Hochvoltbatterie des E-Autos als Speicher zu nutzen und den Strom in den eigenen Haushalt oder in das Stromsystem zurückzuspeisen. Dann könnten die Autos während der Erzeugungsspitzen von Wind- und Sonnenenergie Strom speichern und bei Dunkelflaute wieder abgeben. Unklar ist, ob dafür die Wallboxen ausgetauscht werden müssen.

Das trage zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität bei. Eon-Vorstand Patrick Lammers sagte: "So werden wir gemeinsam den Maßstab dafür setzen, wie elektrifizierte Fahrzeuge in Zukunft Teil des Energiemarktes werden und die Energiewende unterstützen."


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