Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Artikel veröffentlicht am , Christian Hensen
Auch größere Autos wie der BMW i4 sollen bei rund 600 Kilometern Reichweite bleiben.
Auch größere Autos wie der BMW i4 sollen bei rund 600 Kilometern Reichweite bleiben. (Bild: BMW)

Die Luxus-Limousine EQS von Mercedes bringt es schon jetzt auf 600 Kilometer, nach WLTP-Messung sind es sogar 780 Kilometer. Rekordhalter auf dem Papier ist der Nio ET7 mit avisierten, aber bisher nicht realisierten 1.000 Kilometern. Die Frage nach der Reichweite hat bei Elektroautos nach wie vor absolute Priorität. Nicht aber für BMW.

Stellenmarkt
  1. Java Softwareentwickler (m/w/d)
    Brückner Maschinenbau GmbH & Co. KG, Siegsdorf
  2. Data Scientist (m/w/d)
    Zühlke Engineering GmbH, Hannover, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart
Detailsuche

Gegenüber Whichcar erklärte BMW-i4-Chef David Ferrufino, dass für die Bayern bei rund 600 Kilometern Schluss ist. Ein BMW mit 1.000 Kilometern Reichweite ohne Ladestopp werde es nicht geben.

Für BMW sei klar, dass sich nicht nur die Akkutechnik weiterentwickle, sondern auch die Ladetechnik und -infrastruktur. Das sorge bereits heute für ein "erfreuliches Erlebnis", so Ferrufino - und in der Zukunft dürfte sich das noch weiter verbessern. Aktuell sei es bereits möglich, mit kurzen Pausen von einer halben Stunde Distanzen von 1.000 Kilometern zu bewältigen. Und je mehr das Ladesäulennetz ausgebaut werde, desto unwichtiger sei, was das Auto am Stück bewältigen könne.

Reichweite nach Segment, aber nicht über 600 Kilometer

Bei BMW richte sich die Reichweite demnach künftig eher nach dem jeweiligen Segment. Ein i3 mit 600 Kilometern Reichweite sei also nicht zu erwarten, bei einem Reisemobil wie dem iX oder i4 dürfe man aber damit rechnen, erklärt der Projektleiter weiter. Doch viel mehr werde es nicht.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Mercedes, Volvo und Audi gehen derweil andere Wege und laufen weiter beim Rennen um die Reichweiten-Krone mit. Aktuell liegt Daimler mit dem EQS auf dem ersten Platz und kratzt laut WLTP-Testzyklus an der 800-Kilometer-Marke. Konkurrenz machen diesem Rekord erst wieder Tesla mit dem größten Cybertruck (Tri Motor AWD), Lucid mit seinem Air in der Dream Edition oder Nio mit dem ET7 - wenn die Autos denn leisten, was vor deren Auslieferung versprochen wird.

Nachtrag vom 27. September 2021, 11:37 Uhr

Wenige Tage nach der Meldung hat Whichcar seinen Artikel komplett überarbeitet und einen weiteren nachgereicht. Erstens sprach das Magazin offenbar nicht mit David Ferrufino, sondern BMW-Sprecher Wieland Brúch, zweitens hat BMW nicht vor, die Reichweite auf 600 Kilometer zu begrenzen. Man wolle, so BMW gegenüber Whichcar, natürlich nicht aufhören, die Reichweite elektrischer Fahrzeuge stetig weiterzuentwickeln.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Potrimpo 04. Okt 2021 / Themenstart

"Und bekommt dann sogar trotzdem Fahrrad- und Gehwege." Ohne Autos bräuchte es das...

Lemo 28. Sep 2021 / Themenstart

Ganz toll am Thema vorbeiargumentiert mit einer Ausnahmesituation. Wirklich ganz toller...

berritorre 27. Sep 2021 / Themenstart

Richtig. Aber das ist ein Problem Deutschlands, also muss Deutschland das Lösen. Die...

chefin 27. Sep 2021 / Themenstart

Und was soll Cybertruck bringen? 100KWh pro 100km muss man rechnen. Das sind 1 Tonne...

Norcoen 27. Sep 2021 / Themenstart

hab ich so ähnlich befürchtet, hätte sogar mit noch weniger Kilometern gerechnet, aber...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kooperation
Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt

Während der ADAC seine Kunden bereits informiert hat, schweigt Amazon Deutschland noch zum Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin.

Kooperation: Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt
Artikel
  1. Newton-Messagepad-Nachfolger: Apples Videopad-Prototyp wird versteigert
    Newton-Messagepad-Nachfolger
    Apples Videopad-Prototyp wird versteigert

    Apples Videopad ist nie in den Verkauf gekommen: Ein Prototyp des Nachfolgers vom Newton Messagepad wird bald versteigert.

  2. Linux: Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme
    Linux
    Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme

    Ein häufig vorkommender Fehler in C-Code hat einen Google-Entwickler motiviert, über Gegenmaßnahmen nachzudenken.

  3. Nintendo Switch: Deutscher Jugendschutz sperrt Dying Light in Australien
    Nintendo Switch
    Deutscher Jugendschutz sperrt Dying Light in Australien

    Das frisch für die Switch veröffentlichte Dying Light ist in Europa und in Australien nicht erhältlich - wegen des deutschen Jugendschutzes.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung-Monitore (u. a. 24" FHD 144Hz 169€) • Bosch Professional zu Bestpreisen • Sandisk Ultra 3D 500GB 47,99€ • Google Pixel 6 vorbestellbar ab 649€ + Bose Headphones als Geschenk [Werbung]
    •  /