Elektromobilität: BMW gegen eigene Akkufabrik für Elektroautos in Deutschland
Anders als Volkswagen und Daimler plant BMW laut dem Berliner Tagesspiegel keine eigene Akkufabrik in Deutschland. "Die Produktionskapazitäten weltweit sind beeindruckend, und die weitere Entwicklung der Elektromobilität ist noch mit Unsicherheiten behaftet" , sagte Dirk Arnold, Leiter des Produktmanagements BMW i und Elektromobilität des Münchener Autoherstellers, der Zeitung. "Wir sehen derzeit nicht die Notwendigkeit, eine Zellenfertigung in Deutschland aufzubauen."
BMW setzt für seine Elektroautos auf den Zulieferer Samsung SDI. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten beide Seiten schon Mitte 2014. Laut Samsung SDI ist das Geschäft mehrere Milliarden Euro schwer. Die Unternehmen arbeiten seit 2009 zusammen.

Volkswagen will hingegen eine eigene Batteriefabrik(öffnet im neuen Fenster) in Deutschland bauen. Vorstandschef Matthias Müller bestätigte dies Anfang November 2016 auf einem Branchenkongress in München. Wo und wann die Fabrik gebaut werde, ist noch nicht bekannt .
IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sagte schon im Mai 2016 , dass er eine Batterieproduktion in Deutschland favorisiere. Er befürchte, dass ohne eine deutsche Produktion von Batteriezellen "die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern zementiert" werde, sagte Hofmann dem Tagesspiegel mit Blick auf VWs damals noch zögerliche Haltung.
Daimler baut ebenfalls eine Akkufabrik . Es ist schon die zweite des Konzerns. In Kamenz in Sachsen sollen Akkus für Elektroautos und Häuser gefertigt werden. Mitte 2018 soll die Produktion in dem Werk beginnen. Dort sollen Lithium-Ionen-Akkus für Hybrid- und Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart gebaut werden. Außerdem will das Daimler-Tochterunternehmen Accumotive dort Heimakkus bauen, mit denen Daimler Teslas Powerwall Konkurrenz machen will.
- Anzeige Hier geht es zu Erneuerbare Energien und Klimaschutz bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



