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Elektromobilität: Bis zu 6.000 Euro Förderung für "richtig geile Autos"

Die neue Kaufprämie für E-Autos dient stark der Wirtschaftsförderung. Plug-in-Hybride erhalten bis zu 4.500 Euro.
/ Friedhelm Greis
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Die Bundesregierung startet ein neues Förderprogramm für E-Autos. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Die Bundesregierung startet ein neues Förderprogramm für E-Autos. Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. Elektromobilität: Bis zu 6.000 Euro Förderung für "richtig geile Autos"
  2. Mindesthaltedauer von drei Jahren

Die Bundesregierung fördert die Anschaffung von Elektroautos künftig mit bis zu 6.000 Euro. Die maximale Fördersumme erhalten jedoch nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 45.000 Euro und mindestens zwei minderjährigen Kindern. Plug-in-Hybride und E-Autos mit Range-Extender können mit bis zu 4.500 Euro gefördert werden. Die Förderung gilt für Kauf und Leasing, allerdings ausschließlich für Neuwagen.

"Es ist ein Programm, mit dem wir etwas für die Umwelt tun, für die Automobilindustrie, aber insbesondere auch für Familien, die sich sonst keinen Neuwagen, der umweltfreundlich ist, leisten können" , sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider bei der Präsentation der Pläne am 19. Januar 2026 in Berlin und fügte hinzu: "Ich halte das Jahr 2026 für den Beginn des Durchbruchs der Elektromobilität." Es seien jetzt "richtig geile Autos" von deutschen Herstellern auf dem Markt .

Letzte Details am Wochenende geklärt

Union und SPD einigten sich Ende November 2025 grundsätzlich auf die Ausgestaltung der Kaufprämie . Gefördert werden demnach ausschließlich Privathaushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro. Je Kind soll die Berechtigungsgrenze um 5.000 Euro steigen.

Am 16. Januar 2026 wurden weitere Details bekannt . Die Präsentation des Förderprogramms durch Schneider wurde jedoch auf Montag verschoben, weil das Bundeskanzleramt dessen Bedingungen noch einmal überprüfen wollte.

Förderung zwischen 1.500 und 6.000 Euro

Die Basisförderung für vollelektrische Autos beträgt wie gehabt 3.000 Euro. Der Betrag steigt mit der Anzahl der Kinder um 500 Euro je Kind, maximal um 1.000 Euro. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen zwischen 45.000 und 60.000 Euro erhalten generell eine Förderung von 4.000 Euro. Wer weniger als 45.000 Euro im Jahr verdient, hat Anspruch auf 5.000 Euro.

Das ergibt bei E-Autos eine mögliche Gesamtförderung von 6.000 Euro. Bei Plug-in-Hybriden oder Autos mit Reichweitenverlängerer beträgt die Basisförderung 1.500 Euro. Der Maximalbetrag liegt bei diesen Antriebsarten bei 4.500 Euro.

Die Höhe des zu versteuernden Einkommens ergibt sich laut FAQ des Ministeriums(öffnet im neuen Fenster) aus dem Durchschnitt der beiden jeweils aktuellen Steuerbescheide, die maximal drei Kalenderjahre alt sein dürfen. Auch bei eheähnlichen Gemeinschaften werde das zu versteuernde Einkommen beider Partner berücksichtigt. Details würden "zeitnah" in der geplanten Förderrichtlinie geregelt.

Nach schlechten Erfahrungen mit dem Weiterverkauf von geförderten E-Autos ins Ausland erhöht die Regierung die Mindesthaltedauer deutlich.


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