Elektromobilität: BASF plant Kathodenfabrik in Brandenburg

Elektromobilität aus Brandenburg: BASF plant in der Lausitz den Bau einer Fabrik für die Komponenten für die Akkus von Elektroautos. Der Chemiekonzern will rund 500 Millionen Euro investieren.

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BASF-Hauptquartier in Ludwigshafen: weitere Arbeitsplätze für die Lausitz?
BASF-Hauptquartier in Ludwigshafen: weitere Arbeitsplätze für die Lausitz? (Bild: Daniel Roland/AFP via Getty Images)

Tesla kommt, BASF baut aus: Der Ludwigshafener Chemiekonzern will seinen Standort Schwarzheide im Süden des Bundeslandes Brandenburg ausbauen. Dort sollen Akku-Komponenten gefertigt werden.

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Rund 500 Millionen Euro will BASF nach Informationen der Berliner Boulevardzeitung BZ in das Projekt investieren. Das Unternehmen will in dem Werk im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kathoden für die Akkus von Elektroautos fabrizieren.

BASF hat bereits eine Fabrik in Schwarzheide. Sie ist nach dem Stammsitz in Ludwigshafen einer der größten europäischen Standorte. Dort sind aktuell knapp 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dem neuen Werk könnten noch einmal mehrere Hundert hinzukommen - Arbeitsplätze, die in der Lausitz dringend gebraucht werden.

BASF hat sich noch nicht öffentlich zu dem Projekt geäußert. Vom Nachrichtensender N-TV nach einer Bestätigung gefragt, antwortete der brandenburgische Innenminister und CDU-Chef Michael Stübgen: "Nach meiner Kenntnis, ja!"

Noch wird nicht gefeiert

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hingegen gab sich vorsichtiger: Das Land sei daran interessiert, dass BASF den Standort Schwarzheide ausbaue, und es habe gute Gespräche gegeben. "Es gibt hierzu seitens BASF jedoch noch keine Standortentscheidung", sagte er der Berliner Zeitung. "Wir werden erst feiern, wenn es auch etwas zu feiern gibt."

Hintergrund ist, dass die Kommission der Europäischen Union am 9. Dezember die Förderung für eine europäische Akkuzellforschung und -produktion bewilligt hat. Entsprechende Projekte in den Mitgliedsstaaten Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Polen und Schweden können in den kommenden Jahren mit 3,2 Milliarden Euro gefördert werden. Das sei "ein großer Erfolg für den Automobilstandort Deutschland und Europa", kommentierte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Entscheidung.

Sollte BASF sich zu dem Ausbau von Schwarzheide entscheiden, gibt es bereits einen möglichen Abnehmer in der Nähe: Der US-Elektroautohersteller Tesla hat im vergangenen Monat angekündigt, südlich von Berlin in der Nähe des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg eine neue Fabrik zu bauen, die Gigafactory 4. Dort wird Tesla voraussichtlich auch Akkus bauen, und für die werden Kathoden gebraucht.

Für die noch junge Landesregierung wäre das ein Erfolg: In ihrer kurzen Amtszeit könnte sie gleich zwei Großprojekte für das Bundesland verzeichnen. Die rot-schwarz-grüne Koalition unter Ministerpräsident Woidke wurde Ende Oktober beschlossen und ist seit Ende November im Amt.

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sixx_am 12. Dez 2019

Willkommen im Land der Miesepeter und Schlechtmacher. Staatsmotto: "Klappt eh nicht, lol".

Smolo 11. Dez 2019

Etwas genaueres lesen hilft weiter > der Standort soll erweitert werden! Ansonsten kann...

Gehirnkrampf 11. Dez 2019

Ja, an Ana die Alys sister sein muss natürlich.

SvD 10. Dez 2019

Ich schließe mich der Meinung an, dass man den einen oder anderen Mitarbeiter...



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