Elektromobilität: Audis Elektroautos bekommen ein Solardach

Der Range Extender auf dem Dach: Audi will seine Elektroautos mit Solarzellen auf dem Dach ausstatten, die unterwegs Strom liefern und den Akku entlasten. Die ersten Prototypen sollen Ende des Jahres fertig sein.

Bei den Solarzellen handelt es sich um Dünnfilm-Galliumarsenid-Zellen des chinesischen Herstellers Alta Devices(öffnet im neuen Fenster) . Sie werden als Folie zunächst nur auf das Panorama-Glasdach des Autos aufgebracht. Später soll das ganze Dach des Elektroautos mit den Zellen beschichtet werden.
Solarstrom betreibt die Klimaanlage
Der Strom, den die Solarzellen liefern, wird jedoch anfangs nicht in den Akku eingespeist. Damit sollen die elektrischen Fahrzeugsysteme betrieben werden, darunter die Heizung und die Klimaanlage. Damit wird der Akku entlastet und die Reichweite indirekt verlängert. Künftig sollen die Zellen auch den Akku laden.
Die Integration von Solarzellen in Elektroautos sei "eine nachhaltige Lösung, um ihre Reichweite zu erhöhen" , sagt Bernd Martens(öffnet im neuen Fenster) , Mitglied des Audi-Vorstands und verantwortlich für den Bereich Beschaffung. Die Solarzellen dazu einzusetzen, auch den Akku zu laden, "wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen, emissionsfreien Mobilität."
Fisker Karma hatte ein Solardach
Die Idee, Solarzellen als Range Extender einzusetzen, ist nicht schlecht. Allerdings liefern sie nicht allzu viel Strom. Der Automobilhersteller Fisker hatte sein Plugin-Hybridauto Fisker Karma mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet. Diese lieferten laut Hersteller allerdings im Jahr nur Strom für 300 Kilometer.
Ausschließlich mit Solarstrom betriebene Fahrzeuge wie der Solarworld Gran Turismo sind hingegen extrem auf Gewicht optimiert. Das in den Niederlanden entwickelte Solarauto Stella , in dem immerhin vier Personen Platz haben, wiegt gerade mal 380 Kilogramm.