Elektromobilität: Audi und Umicore recyceln Autoakkus

Was passiert mit ausgedienten Akkus aus Elektroautos? Nach einer Weiterverwendung als stationärer Speicher müssen sie recycelt werden. Audi und Umicore wollen in Kürze Akkus aus wiedergewonnenen Rohstoffen produzieren.

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Akkufertigung bei Audi (Symbolbild)
Akkufertigung bei Audi (Symbolbild) (Bild: Audi)

Neue Akkus aus alten Akkus: Der deutsche Automobilhersteller Audi und das belgische Recycling-Unternehmen Umicore werden künftig Akkus aus wiederverwerteten Rohstoffen herstellen. Kobalt und Nickel werden aus Altakkus kommen.

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Seit gut einem Jahr erforschen Audi und Umicore gemeinsam das Akku-Recycling. Über 90 Prozent an Kobalt und Nickel, die in den Akkus des Audi E-Tron verwendet werden, lassen sich demnach zurückgewinnen. Umicore wird die Rohstoffe zu Precursor- und Kathodenmaterial verarbeiten. Im kommenden Monat sollen damit die ersten Akkus produziert werden.

"Ein geschlossener Kreislauf für Batterie-Rohstoffe ist technologisch ein großer Sprung", sagte Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung und IT. "Es ist unser Anspruch, Nachhaltigkeit ganzheitlich zu denken. Das schließt die Beschäftigung mit dem sogenannten 'end of life' ebenso ein wie eine ressourcenschonende Entwicklung unserer Produkte."

Bis Akkus aus den regulären Elektroautos im Schredder landen, dauert es relativ lange. Ein Autoakku soll acht bis zehn Jahre im Einsatz sein, bevor er ausgemustert wird. Dann ist seine Speicherkapazität auf 70 bis 85 Prozent gesunken. Das reicht nicht mehr für den Einsatz im Auto, ist aber ausreichend für die Verwendung in einem Netzspeicher oder einem Speicher in einem privaten Haushalt. Audi testet das seit diesem Jahr in Berlin.

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Vorerst wird Umicore deshalb Akkus aus Entwicklungsfahrzeugen verwerten. Das in Hoboken, südlich von Antwerpen ansässige Unternehmen Umicore gilt als führend bei der Verwertung von Akkus. Es hat über 10.000 Mitarbeiter und verarbeitet im Jahr rund 7.000 Tonnen Lithium-Ionen-Akkus aus Smartphones, E-Bikes und Elektroautos.

Umicore setze ein Verfahren ein, das auf einer Kombination aus Pyrometallurgie und Hydrometallurgie beruhe, sagte Umicore-Sprecherin Marjolein Scheers im Gespräch mit Golem.de. Aktuell recycelt das Unternehmen Kobalt, Nickel und Kupfer. In Zukunft will es auch Lithium zurückgewinnen. Das mit Abstand meiste Kobalt kommt aus der Demokratischen Republik Kongo, wo der Rohstoff zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird.

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