Elektromobilität: Audi tritt in der Formel E an

Warum hybrid, wenn es auch ganz elektrisch geht: Audi will künftig als Werksteam um den Meistertitel in der Elektrorennserie Formel E mitfahren. Dafür gibt der Hersteller die Prototypen mit Hybridantrieb auf.

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Elektrorenner von Abt Schaeffler Audi Sport (rechts, beim Berlin E-Prix 2016): Der Einstieg in die Formel E passt zu Audis Elektro-Strategie.
Elektrorenner von Abt Schaeffler Audi Sport (rechts, beim Berlin E-Prix 2016): Der Einstieg in die Formel E passt zu Audis Elektro-Strategie. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elektroboliden statt Hybridrenner: Audi will sich im Motorsport auf Elektromobilität konzentrieren. Der Ingolstädter Hersteller will ab dem kommenden Jahr mit einem eigenen Werksteam in der Elektrorennserie Formel E antreten. Im Gegenzug verabschiedet sich Audi aus der Langstreckenweltmeisterschaft (World Endurance Championship, WEC), die der Hersteller jahrelang dominiert hatte.

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"Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus", begründet Audi-Chef Rupert Stadler den Schritt. "Wenn unsere Serienautos mehr und mehr elektrisch werden, müssen das unsere Motorsportwagen als technologische Speerspitze von Audi erst recht sein."

Audi will wettbewerbsfähig bleiben

Audi wolle sich darauf konzentrieren, was das Unternehmen in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig mache. Der Einstieg in die Formel E passe zu Audis Elektrostrategie, sagte Stadler. Der Hersteller will ab 2018 jedes Jahr ein neues Elektroauto auf den Markt bringen. Den Anfang macht das SUV Q6 E-Tron.

  • Der E-Prix 2016 fand im Zentrum von Berlin statt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dort, wo sich sonst der Verkehr wälzt, rasten die Elektroboliden mit über 200 km/h. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Logenplätze hatten die Anwohner. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Um den Überblick über das Geschehen zu behalten, gab es Videoscreens. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Zuschauer kamen nahe an die Strecke und konnten sogar einen Blick in die Boxen werfen ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und den Mechanikern bei der Arbeit zuschauen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Arbeit an den Elektrorennern erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Besonderheit ist, dass die Fahrer - hier Nicolas Prost - zur Mitte des Rennens das Auto wechseln. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 16 Uhr: Gleich geht es los. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Rennen war spannend, es gab viele Überholmanöver.  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf den Geraden fahren die Autos bis zu 240 km/h schnell. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • In den Städten zu fahren, ist ein Erfolgsrezept der Formel E. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Am Ende triumphierte der Schweizer Sébastien Buemi im Renault E-Dams. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Lucas di Grassi im Abt behält zwar die Führung in der Meisterschaft, wurde in Berlin aber nur Dritter ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... hinter seinem Teamkollegen Daniel Abt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Meisterschaft wird Anfang Juli in London entschieden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Podium: Daniel Abt, Sébastien Buemi und Lucas di Grassi (von links). Den Pokal überreicht Innensenator Frank Henkel. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der E-Prix 2016 fand im Zentrum von Berlin statt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Ab der kommenden Saison 2017/18 will Audi mit einem eigenen Werksteam in der Formel E antreten. Bisher ist Audi am Team Abt Schaeffler Audi Sport beteiligt, das seit Beginn der Rennserie dabei ist. In der laufenden Saison 2016/17 hat Audi seine Partnerschaft nach eigenen Angaben intensiviert. In der Tourenwagen-Serie DTM bleibt Audi jedoch.

Audi war in der Le-Mans-Serie erfolgreich

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Dafür gibt Audi die WEC auf. Dort war Audi in der Klasse der Le-Mans-Prototypen mit Hybridantrieb (LMP1-H) unterwegs - und überaus erfolgreich: Jahrelang dominierte Audi die Langstreckenrennen, und das mit innovativen Konzepten. So trat Audi 2006 erstmals mit einem Diesel-betriebenen Boliden in der Langstrecken-Meisterschaft an. Der Audi R10 war 2006 der erste Diesel-Rennwagen, der die 24 Stunden von Le Mans gewann.

Audi ist nicht der einzige große Hersteller, der sich in der Formel E engagiert: Renault ist als Partner des Prost-Teams von Anfang an dabei. Der britische Hersteller Jaguar ist zur aktuellen dritten Saison 2016/17 mit einem eigenen Team angetreten. BMW kooperiert mit dem US-Rennstall Amlin Andretti und will eventuell 2018 mit einem Werksteam einsteigen. Und könnte gleich Konkurrenz aus Schwaben bekommen: Mercedes hat sich kürzlich für die Saison 2018/19 die Option auf einen Einstieg in die Formel E gesichert. Auch Nissan und Honda sollen sich für die Serie interessieren

Ab 2018 wird durchgefahren

Porsche erwägt, ab 2018 als Akkulieferant dabei zu sein. Ab dieser Saison sollen die Akkus dann so leistungsfähig sein, dass sie eine ganze Renndistanz durchhalten, und der Fahrer nicht mehr zur Rennhälfte in ein Auto mit vollem Akku umsteigen muss.

Der etwas kuriose Boxenstopp mit Fahrzeugwechsel ist ein Grund, weshalb viele die Formel E etwas belächeln. Eine Beteiligung der weltweit bekannten Hersteller hingegen dürfte die Serie deutlich aufwerten.

Die dritte Saison der Formel E ist Anfang des Monats mit dem E-Prix von Hongkong gestartet. Nach 2015 und 2016 ist auch für 2017 wieder ein E-Prix in Berlin geplant.

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