Elektromobilität: Audi-Ladekarte bündelt 72.000 Ladepunkte von 220 Anbietern

Audi hat mit dem E-Tron Charging Service eine Ladekarte vorgestellt, die es ermöglicht, an mehr als 72.000 Ladepunkten in 16 europäischen Ländern bei etwa 220 Anbietern sein Elektroauto aufzuladen - bargeldlos. Das sind deutlich mehr als ursprünglich vorgesehen.

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Audi E-Tron noch leicht getarnt
Audi E-Tron noch leicht getarnt (Bild: Audi)

Ladesäulen gibt es mittlerweile zahlreiche, aber auch viele Anbieter mit oft unterschiedlichen Abrechnungssystemen. Zwar gibt es auch Roaming-Anbieter, die mehrere Ladenetzwerke mit einer Karte erschließen, doch Audi hat nun ein besonders großes Roaming-Netzwerk für die Elektromobilität vorgestellt: Der E-Tron Charging Service ermöglicht das Laden an 72.000 Ladepunkten in 16 Ländern und schließt 220 Anbieter mit ein. Ursprünglich wollte Audi nur 65.000 Wechselstromsäulen und 2.000 Ionity-Schnelllader in Europa anbinden, wie es im April 2018 hieß.

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Audi bringt bald sein Elektro-SUV E-Tron auf den Markt und will dafür kein eigenes Ladenetzwerk aufbauen. Der Autobauer versteht sich vielmehr als Mittler in der schon vorhandenen Infrastruktur, die von unterschiedlichen Anbietern betrieben wird. Der Dienst bietet in 16 EU-Ländern einen Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur beziehungsweise zu ungefähr 80 Prozent davon. Weitere acht Länder in Osteuropa sollen laut Audi in einigen Monaten dazu kommen. Ein Kunde benötigt nur einen Vertrag, über den das Laden abgerechnet wird.

Neben einer Karte zum Freischalten des Ladevorgangs ist dies an manchen Stationen auch per App möglich, mit der ein QR-Code eingelesen werden muss. Über ein Webportal kann der Kunde seine Ladehistorie und die Abrechnungen einsehen.

Die App ermöglicht auch eine Routenplanung entlang der Ladepunkte, die für die Fahrer zur Verfügung stehen. Dabei berücksichtigt die Navigation neben dem Ladestand des Akkus nach Angaben von Audi die Verkehrslage und berechnet die Ankunftszeit inklusive der notwendigen Ladezeit. Wenn das Fahrzeug an der Ladestation hängt, bekommt der Nutzer wahlweise eine Push-Nachricht, sobald er seine Fahrt fortsetzen kann. Ab 2019 soll eine noch einfachere Abrechnungsmethode angeboten werden, bei der das Auto selbst den Freischalt- und Zahlungsvorgang regelt. Plug & Charge bietet Daimler schon beim E-Smart an. Die Funktion soll bei allen Audi E-Tron nutzbar sein, die ab Mitte 2019 produziert werden.

  • Der neue Audi E-Tron soll Ende des Jahres für 80.000 Euro auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Audi präsentierte sein Ladekonzept in dieser Woche im Siemens-Hochspannungsprüffeld in Berlin.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der E-Tron hat einen Lidar unter dem Kühlergrill, soll zunächst jedoch nicht über einen Staupiloten verfügen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Batterie wiegt 700 Kilogramm und hat in etwa die Größe eines Doppelbetts.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Leistungselektronik ist für einen Austausch leicht zugänglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Aluminiumkonstruktion soll die Batterie vor Beschädigungen schützen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladeklappe befindet sich auf der linken Seite neben der Fahrertür. Auf Wunsch ist eine weitere Klappe auf der rechten Seite bestellbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der E-Tron hat nur noch eine Kamera als Außenspiegel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der neue Audi E-Tron soll Ende des Jahres für 80.000 Euro auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
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Audi präsentiert sein erstes voll elektrisches Serienmodell E-Tron am 17. September 2018 in San Francisco. Bisher wurden nur Vorserienmodelle gezeigt. Das Elektroauto soll in Deutschland ab 80.000 Euro erhältlich sein. Das sportlichere SUV Audi E-Tron Sportback soll 2019 folgen, der Elektrosportwagen E-Tron GT ab Anfang des kommenden Jahrzehnts in den Böllinger Höfen bei Neckarsulm gefertigt werden.

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