Abo
  • Services:

Erfahrungen aus Nizza

In Berlin scheint zwar die Sonne, aber es sind frostige zehn Grad unter Null. So manches Elektroauto verliert im Winter stark an Reichweite. Für Nikutta sind die Temperaturen kein Grund zur Beunruhigung. "Kälte ist die größte Anspannung für das Elektromanagementsystem des Busses", sagt er. Aber der Bus sei so konzipiert, dass er auch bei Eiseskälte genug Reserve hat.

Stellenmarkt
  1. TE Connectivity Germany GmbH, Feuchtwangen
  2. Robert Bosch GmbH, Berlin

Alstom garantiere eine Sollreichweite von 200 km mit einer Akkuladung, sagt Nikutta, und das über eine Betriebsdauer von zehn Jahren bei solchen Witterungsbedingungen. Dass das klappt, zeigt das Unternehmen - von den Temperaturen einmal abgesehen - seit längerem in Südfrankreich: In Nizza fährt seit gut elf Jahren eine von Alstom gebaute Straßenbahn im Akkubetrieb. "Da haben wir sehr viel darüber gelernt, wie man Batterien laden und entladen muss. Genau diese Technik ist hier eingegangen", sagt Nikutta. Die Akkus kommen übrigens nicht wie so oft aus Asien, sondern von den Herstellern Forsee aus Frankreich und Fiam aus Italien.

  • Der Elektrobus Aptis von Alstom am Berliner Flughafen Tegel (Foto: René Frampe/Alstom)
  • Er fuhr zwei Wochen lang regulär auf der Linie vom Alexanderplatz zum Tegeler Flughafen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • An diesem Morgen stieg auch Katrin Göring-Eckart, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, ein. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Elektrische Nahverkersmittel sollen für bessere Luft in den Städten sorgen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Bus ist der erste Prototyp. Die Serienfertigung soll noch 2018 beginnen. (Foto: René Frampe/Alstom)
  • Die Eltern des Busses seien TGV, Nahverkehrszüge und Straßenbahnen, sagt Jörg Nikutta, Chef von Alstom in Deutschland. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schöne Aussicht: Der Bus hat große Fenster und hinten eine Panoramascheibe über die ganze Breite. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die schwebenden Sitze sind praktisch, um das Gepäck darunterzuschieben. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Elternteil ist die Straßenbahn in Nizza mit Akku. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Elektrische Nahverkersmittel sollen für bessere Luft in den Städten sorgen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Geladen wird der Bus über Nacht im Depot, per Kabel. Das dauere vier bis sechs Stunden und sei die einfachste Lösung, so Nikutta. Die Reichweite von 200 km reiche den meisten Verkehrsbetrieben als Tagespensum. In Berlin gebe es einige längere Linien, bei denen es knapp werden könne.

Aber auch dafür gibt es eine Lösung: Es ist möglich, eine Haltestelle mit einem Ladesystem auszustatten, an dem der Akku für die Dauer des Halts geladen wird. Dabei setzt Alstom auf das Laden von unten, nicht von oben. Auch das hat man in Nizza schon getestet: Dort gibt es eine Haltestelle mit einem solchen Ladesystem.

Problematisch wird das Laden allerdings, wenn ein Verkehrsbetrieb wie die BVG oder die Hamburger Hochbahn, die den Bus zuvor zwei Wochen lang im Einsatz hatte, ihre gesamte Busflotte auf einmal laden will. Das kann das Stromnetz schon aus dem Gleichgewicht bringen. In Hamburg, wo der Verkehrsbetrieb als Erster auf Elektromobilität umstellen will, soll dafür eigens ein Umspannwerk gebaut werden.

Die Sicherheit des Fahrzeugs sei kein Problem, sagt Nikutta. Der Akku ist im Dach des Busses untergebracht. Der Motor, der an der Hinterachse sitzt und eine Leistung von 180 kW hat, ist gekapselt und vom Fahrgast getrennt. "Wir sind Zugbauer. Wir sind es gewohnt, dass da mehrere Tausend Volt in der Nähe des Fahrzeugs sind und dass der Fahrgastraum in jedem Fall davon getrennt ist."

Sicher mag es sein. In mancher Hinsicht fehlt es aber noch etwas an Komfort.

 Elektromobilität: Alstoms E-Bus Aptis trotzt dem Berliner WinterWettbewerbsfähig über lange Betriebsdauer 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Meistgelesen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  2. 2,99€
  3. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  4. 399,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

MAGA 26. Mär 2018

Es hilft sehr die gute alte Blei Starterbatterie im Winter auch mal ans Ladegerät zu...

melaw 24. Mär 2018

Hügelkuppe? Kenne Geschwindigkeitspoller, da kommt das Ding drauf, aber nicht mehr...

gisu 24. Mär 2018

Dann steigt man einfach mal aus geht nach hinten zum hupenden und fragt wo denn jetzt...

NeoCronos 22. Mär 2018

Wenn sich die ersten >150kg Mitbürger ganz außen, also mit der größtem Hebelwirkung mit...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /