Elektromobilität: Akkuzellenhersteller Terra E ist gescheitert

Am Ende fehlte wohl der Mut zur Investition: Das Konsortium Terra E wollte in Deutschland Akkuzellen für Elektroautos bauen. Der Plan ist jedoch am Geld gescheitert.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektroauto an einer Ladesäule (Symbolbild): Der Akku macht ein Drittel der Wertschöpfung des Elektroautos aus.
Elektroauto an einer Ladesäule (Symbolbild): Der Akku macht ein Drittel der Wertschöpfung des Elektroautos aus. (Bild: Miles Willis/Getty Images Europe)

Kein Geld, keine Akkuzellen: Das Konsortium Terra E ist gescheitert. Es wollte eine Fabrik bauen, in der Akkuzellen für Elektroautos produziert werden. Die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen scheuen jedoch die Investition.

Stellenmarkt
  1. SAP HCM Senior Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Haßfurt
  2. Developer (m/w/d) Microsoft Dynamics 365 Business Central
    B.i.Team Gesellschaft für Softwareberatung mbH, Karlsruhe, München und Berlin
Detailsuche

Vier Milliarden Euro bis zum Jahr 2028 hätte das Konsortium aufbringen müssen, um die Fabrik zu bauen, berichtet die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel. Allerdings habe keines der rund 20 an Terra E beteiligten Unternehmen das Geld investiert. Damit sind die Pläne für die Akkufabrik obsolet, das Konsortium wird mutmaßlich aufgelöst.

Geplant war eine Fabrik, die die verschiedenen Automobilhersteller mit Akkus für ihre Elektroautos beliefert. Die Kapazität hätte bis zum Jahr 2028 auf 34 Gigawattstunden ausgebaut werden sollen. Das entspricht in etwa dem Bedarf von 650.000 Elektroautos. In der Fabrik wären geschätzt 3.000 Arbeitsplätze entstanden. Der Standort wäre vermutlich in Deutschland gewesen.

Das Terra E war im Mai vergangenen Jahres gegründet worden. Im August hatte Holger Gritzka, Chef des Konsortiums, noch verkündet, die Verhandlungen mit Investoren stünden kurz vor dem Abschluss.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Akku gilt als die Schlüsselkomponente eines Elektroautos. Sie macht etwa ein Drittel der Wertschöpfung aus. Derzeit beziehen die Hersteller die Akkuzellen aus Asien. In Zukunft sollen diese aber auch bei uns gefertigt werden. etwa Volkswagen plant eine eigene Fabrik.

Nachtrag vom 11. Oktober 2018, 11:18 Uhr

Die erste Version des Textes ging versehentlich mit der Überschrift eines älteren Artikels online: "Terra E baut Fabrik für Batteriezellen wohl in Deutschland". Wir haben sie korrigiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


User_x 12. Okt 2018

Das ist mir bekannt, nur sieht das doch viel mehr danach aus, dass man die Akkus aus...

norbertgriese 11. Okt 2018

Tesla hat die Zellen gekauft, nicht gefertigt. Dann hat sie den Hersteller gefragt, ob er...

Muhaha 11. Okt 2018

Der deutsche Maschinenbau ist nach einigen Jahren, in denen es höchst populär in...

pumok 11. Okt 2018

Das mag sein, aber es kommt mit dem Festkörperakku wohl der nächste Zug...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Venturi-Tunnel
Elektro-Motorrad mit Riesenloch auf der Teststrecke

White Motorcycle Concepts testet sein Elektromotorrad WMC250EV, bei dem der Fahrer auf einem riesigen Tunnel sitzt. Später soll es 400 km/h erreichen.

Venturi-Tunnel: Elektro-Motorrad mit Riesenloch auf der Teststrecke
Artikel
  1. Elektroauto: Cadillac Lyriq nach 19 Minuten weg
    Elektroauto
    Cadillac Lyriq nach 19 Minuten weg

    Einen der ersten Cadillac Lyriq zu reservieren, glich mehr einer Lotterie als einem Autokauf. In wenigen Minuten waren alle Luxus-Elektroautos vergriffen.

  2. Autos, Scooter und Fahrräder: Berlin reguliert Sharing-Mobilitätsangebote
    Autos, Scooter und Fahrräder
    Berlin reguliert Sharing-Mobilitätsangebote

    Die Nutzung des öffentlichen Raums durch Autos, Scooter und Fahrräder von Sharing-Unternehmen wird in Berlin reguliert.

  3. Abonnenten verunsichert: Apple hat Hörbücher aus Apple Music entfernt
    Abonnenten verunsichert
    Apple hat Hörbücher aus Apple Music entfernt

    Wer mit einem Musikstreamingabo Hörbücher hören will, muss von Apple Music zu Deezer, Spotify oder einem anderen Anbieter wechseln.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: MM-Club-Tage (u. a. SanDisk Ultra 3D 2 TB 142,15€) • Corsair Vengeance RGB PRO 16-GB-Kit DDR4-3200 71,39€ • Corsair RM750x 750 W 105,89€ • WD Elements Desktop 12 TB 211,65€ • Alternate (u. a. Creative SB Z SE 71,98€) • ASUS ROG Crosshair VIII Hero WiFi 269,99€ [Werbung]
    •  /