Elektromobilität: Akkuzellenhersteller Terra E ist gescheitert
Kein Geld, keine Akkuzellen: Das Konsortium Terra E ist gescheitert. Es wollte eine Fabrik bauen, in der Akkuzellen für Elektroautos produziert werden. Die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen scheuen jedoch die Investition.
Vier Milliarden Euro bis zum Jahr 2028 hätte das Konsortium aufbringen müssen, um die Fabrik zu bauen, berichtet die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster). Allerdings habe keines der rund 20 an Terra E beteiligten Unternehmen das Geld investiert. Damit sind die Pläne für die Akkufabrik obsolet, das Konsortium wird mutmaßlich aufgelöst.
Geplant war eine Fabrik, die die verschiedenen Automobilhersteller mit Akkus für ihre Elektroautos beliefert. Die Kapazität hätte bis zum Jahr 2028 auf 34 Gigawattstunden ausgebaut werden sollen. Das entspricht in etwa dem Bedarf von 650.000 Elektroautos. In der Fabrik wären geschätzt 3.000 Arbeitsplätze entstanden. Der Standort wäre vermutlich in Deutschland gewesen.
Das Terra E war im Mai vergangenen Jahres gegründet worden. Im August hatte Holger Gritzka, Chef des Konsortiums, noch verkündet, die Verhandlungen mit Investoren stünden kurz vor dem Abschluss.

Der Akku gilt als die Schlüsselkomponente eines Elektroautos. Sie macht etwa ein Drittel der Wertschöpfung aus. Derzeit beziehen die Hersteller die Akkuzellen aus Asien. In Zukunft sollen diese aber auch bei uns gefertigt werden. etwa Volkswagen plant eine eigene Fabrik.
Nachtrag vom 11. Oktober 2018, 11:18 Uhr
Die erste Version des Textes ging versehentlich mit der Überschrift eines älteren Artikels online: "Terra E baut Fabrik für Batteriezellen wohl in Deutschland". Wir haben sie korrigiert.
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