Selbst Toyota setzt auf Batterieantrieb

Der Abschluss des Stromer-Jahres hat schließlich noch gezeigt, dass mit dem japanischen Hersteller Toyota wohl auch der letzte Verfechter des Wasserstoff-Antriebs auf die Batterietechnik umgeschwenkt ist. Bis 2030 will der weltweit größte Autokonzern 30 reine Elektroauto-Modelle auf den Markt bringen. Den Anfang macht dabei im kommenden Jahr das SUV Toyota bZ4X, das gemeinsam mit Subaru entwickelt wurde.

Vor allem im Pkw-Bereich hat sich der batterieelektrische Antrieb vorerst durchgesetzt. Das zeigt sich auch im Koalitionsvertrag der neuen Regierung. Den Plänen von SPD, Grünen und FDP zufolge sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw auf deutschen Straßen unterwegs sein. Das bedeutet eine schnelle und gewaltige Umstellung für Autokonzerne und Infrastruktur.

Ladeinfrastruktur muss Elektroauto-Boom folgen

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur hat im zu Ende gehenden Jahr ebenfalls Fortschritte gemacht. Entlang von Autobahnen finden sich immer häufiger Schnellladestationen von Anbietern wie Ionity, Aral, Shell, EnBW oder Fastned. Das Förderprogramm der Bundesregierung für private Wallboxen war ein voller Erfolg.

Allerdings ist offen, ob der Ausbau der öffentlichen Infrastruktur mit den Neuzulassungen mithalten kann. Das hängt unter anderem davon ab, wie schnell das von Union und SPD beschlossene Schnellladegesetz tatsächlich umgesetzt werden kann. Falls es dort Verzögerungen geben sollte, könnte dies auch den bisherigen Ausbau der privaten Investoren behindern.

Was bringt das Jahr 2022?

Die Autos des Jahres 2021 haben zumindest gezeigt, dass im batterieelektrischen Antrieb in kurzer Zeit viele Fortschritte zu erzielen sind. Wobei das Potenzial bei Akkutechnik, Software und Effizienz noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Schon Anfang kommenden Jahres will Mercedes-Benz mit dem EQXX ein Elektroauto mit bislang nicht erreichtem Energieverbrauch von weniger als 10 kWh pro 100 km vorstellen. Das ist sicherlich ein sinnvolleres Konzept, als die Reichweite mit Riesenakkus wie beim Lucid Air oder Nio ET5 in die Höhe zu treiben.

Startups wollen Markt aufrollen

Dennoch könnte 2022 das Jahr der Elektroauto-Startups wie Lucid oder Nio werden. In den USA hat der Pickup-Anbieter Rivian gerade einen fulminanten Börsenstart hingelegt und will im kommenden Jahr die Produktion weiter hochfahren. Der vietnamesische Anbieter Vinfast mit dem früheren Opel-Chef Michael Lohscheller als CEO will ebenfalls zwei Elektro-SUVs in Europa auf den Markt bringen.

Darüber hinaus dürften auch chinesische Marken wie Ora oder Wey von Great Wall Motors stärker auf den europäischen Markt drängen. Für europäische Startups wie e.Go aus Aachen, Sono Motors aus München oder Microlino aus der Schweiz könnte 2022 über Sein oder Nichtsein entscheiden.

Es darf daher mit Spannung erwartet werden, welche Elektroautos und Marken in einem Jahr die Zulassungsstatistik anführen und es in die Liste zum Auto des Jahres 2023 schaffen.

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