800 Volt ohne gutes Thermo-Management bringen wenig

Zuvor haben in Deutschland nur Porsche und Audi mit der J1-Plattform die höhere Ladespannung genutzt. Laut Hyundai soll der Ioniq 5 mit bis zu 240 kW in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent der Akkukapazität laden können.

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Diese Werte konnten wir in unserem Test jedoch nicht reproduzieren. Da der Ioniq 5 die Batterie zum Laden nicht vorkonditionieren kann, sind Ladeleistungen um die 200 kW und mehr nur unter idealen Bedingungen erreichbar. Solche halben Sachen bringen dem Nutzer in der Praxis jedoch wenig.

Doch langfristig dürften auch andere Hersteller dem Trend zu 800 Volt folgen. Selbst Volkswagen plant den Umstieg: "Es wird auf die Dauer nicht bei 400 Volt bleiben, so viel kann man sagen. Wie wir es genau machen, kommunizieren wir zu gegebener Zeit", sagte VW-Manager Martin Roemheld vor wenigen Tagen.

Immer mehr reine Elektro-Plattformen

Was in diesem Jahr ebenfalls deutlich wurde: Die Zeit der umgebauten Verbrenner-Modelle geht ihrem Ende entgegen. So verwenden der Hyundai Ioniq 5 und der Kia EV 6 eine gemeinsame Elektroplattform. Neben VW mit dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) hat auch Mercedes-Benz mit dem EQS und dem EQE die ersten Modelle der EVA2-Plattform auf den Markt gebracht. Allerdings basieren die Modelle EQA, EQB, EQC und EQV weiterhin auf Verbrenner-Plattformen.

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BMW fährt ebenfalls eine zweigleisige Strategie. Während der iX eine neue Elektroplattform nutzt, basiert der i4 auf der Plattform des 4er-Verbrennercoupés. Damit will BMW flexibler auf die Nachfrage reagieren und die Auslastung seiner Werke möglichst hoch halten. Dennoch hat uns der i4 gut gefallen, der mit seiner 80-kWh-Batterie durchaus langstreckentauglich ist. Der Münchner Hersteller will noch ein paar Jahre die technische Entwicklung abwarten, um mit der neuen Klasse dann stärker auf die E-Mobilität einzuschwenken.

Tesla Model Y mit Software-Schwächen

Wie die offenbar starke Nachfrage nach dem i4 zeigt, könnte BMW den Boom der E-Mobilität hierzulande aber unterschätzt haben. Zum Zuge dürfte in den kommenden Jahren hingegen Tesla mit seinem neuen Model Y kommen - wenn das Werk in Grünheide bei Berlin denn endlich produzieren kann.

Im Test von Golem.de hat das Model Y bei Reichweite und Platzangebot überzeugt. Allerdings zeigten die Assistenzsysteme gravierende Schwächen, was auch anderen Testern aufgefallen ist. Der US-Journalist Tom Stevens riet sogar ausdrücklich vom Kauf des Model Y ab, weil die Software mit ihren häufigen Phantom-Bremsungen so fehlerhaft sei.

Dieses Problem hat zwar nichts mit dem Elektroantrieb zu tun, könnte jedoch dem Ruf Teslas als Vorreiter der E-Mobilität schaden und die Verkaufszahlen beeinträchtigen. Ein Elektroauto in dieser Preisklasse ohne funktionsfähigen Autobahn-Assistenten ist eigentlich nicht konkurrenzfähig. Ob Tesla mit einem Software-Update die Fehler beseitigen kann, bleibt abzuwarten.

Ähnlich schlechte Presse hatte zum Jahresende auch ein Elektro-Liebling der Deutschen, der Renault Zoe. Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt das Auto nur 0 von 5 Punkten. Anschließend beendete der ADAC offenbar seine Vertriebskooperation mit dem französischen Hersteller. Wie sich der Test auf die Verkaufszahlen auswirkt, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

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