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M-Fahrwerk verfügbar

Zwar verfügen beide Modelle serienmäßig über eine Zweigelenk-Federbein-Vorderachse und eine Fünflenker-Hinterachse. Beim i3 kommen laut Pressemitteilung vorn und hinten Stabilisatoren mit hochvorgespannten Lagern zum Einsatz. Optional sei im allradgetriebenen i3 ein adaptives M-Fahrwerk verfügbar. Es soll die Sportlichkeit steigern, ohne Einbußen beim Komfort hervorzurufen.

Der Innenraum unterscheidet sich nicht von dem des SUV. Das gilt auch für die Infoleiste am unteren Rand der Windschutzscheibe, die als Panoramic View bezeichnet wird. Bei einer ersten Probefahrt mit dem iX3 gefiel uns das neue Konzept gut.

Die Leiste kann je nach Einstellung eine Fülle an Informationen liefern und ist gut positioniert. Fahrer müssen den Blick nur leicht nach unten senken und können das Fahrgeschehen weiterhin aus dem Augenwinkel verfolgen. Eine tief stehende Sonne beeinträchtigt die Wahrnehmung nicht. Zudem kann das Lenkrad nicht die Anzeige verdecken.

Identisch dürften auch die Assistenzsysteme wie der Autobahnassistent sein, wobei BMW dazu vorab keine Angaben machte. Die maximale Ladeleistung beträgt wie gehabt 400 kW. Wegen des niedrigeren Verbrauchs dürfte der i3 in zehn Minuten bis zu 400 km Reichweite nachladen können. Eine Einschätzung, die BMW-Chef Oliver Zipse bei der Präsentation des i3 am 18. März 2026 in München bestätige. Beim iX3 sind es schon bis zu 372 km.

BMW macht sich selbst Konkurrenz

Hat der i3 daher ebenso wie der iX3 das Zeug zum Verkaufsschlager? Schließlich ist der 3er immer noch das bislang erfolgreichste Modell der Marke. Laut Zipse(öffnet im neuen Fenster) übertrifft die Nachfrage beim iX3 "unsere Erwartungen deutlich" . Das gelte sowohl für Bestellungen von Privatkunden als auch von Flottenkunden. Die Auftragsbücher für den iX3 seien "bis weit in das laufende Jahr hinein gefüllt" . Es seien schon 50.000 Bestellungen eingegangen. Eine Größenordnung, die ein Firmensprecher auf Nachfrage bestätigte.

Im Jahr 2025 lag der 3er mit knapp 32.000 Neuzulassungen noch an dritter Stelle aller BMW-Modelle in Deutschland. Lediglich der X1 und der 5er verkauften sich besser. Mit einer WLTP-Reichweite von 900 km, die einer Autobahnreichweite von 600 km entsprechen dürfte, gibt es, abgesehen vom Preis, kaum einen Grund, weiterhin die Verbrennerversionen zu wählen. Vermutlich wird vor allem der vollelektrische i4 die Konkurrenz aus dem eigenen Haus zu spüren bekommen.

Jede dritte Elektrobestellung ist ein iX3

Denn der i4 wirkt im Vergleich zum neuen i3 technisch schon ziemlich antiquiert, obwohl uns die Limousine bei ihrem Marktstart im Jahr 2021 gut gefallen hat . Die Ladeleistung ist mit 200 kW nur halb so groß, zudem hat der i3 eine 50 Prozent größere Reichweite. Zumindest beim Fahrwerk kann der i4 mit Luftfederung und automatischer Niveauregulierung noch punkten.

BMW iX3 Probe gefahren
BMW iX3 Probe gefahren (06:06)

Dieser Kannibalisierungseffekt durch die Neue Klasse zeichnet sich bereits ab. Unter den vorbestellten, vollelektrischen BMW-Fahrzeugen in Europa sei inzwischen jedes dritte ein iX3, teilte BMW zur Jahresbilanz 2025 mit(öffnet im neuen Fenster) .

Das dürfte vor allem zulasten des Bestsellers iX1 gehen, der im vergangenen Jahr noch 36,5 Prozent aller vollelektrischen BMW-Zulassungen in Deutschland ausmachte. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres sank der Anteil schon auf 28,3 Prozent.

Erstaunlicherweise geht BMW nicht davon aus, dass es durch die Neue Klasse einen Schub für die E-Mobilität gibt.


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