Abo
  • Services:

Elektroflieger E-Genius: Über die Alpen und zurück für 21 Euro

Elektrisch fliegen hat Konjunktur: Einen Tag nach dem Rekordflug von Solar Impulse über den Pazifik sind zwei Stuttgarter mit einem Elektroflugzeug über die Alpen geflogen. Sie schafften es nach Italien und zurück an einem Tag.

Artikel veröffentlicht am ,
E-Genius beim Jungfernflug (2011): Rückflug über den Gotthard-Pass
E-Genius beim Jungfernflug (2011): Rückflug über den Gotthard-Pass (Bild: Universität Stuttgart)

Der eine fliegt über den Pazifik, die anderen eben über die Alpen: Klaus Ohlmann und Ingmar Geiß sind mit dem Elektroflieger E-Genius über das Gebirge geflogen. Sie schafften das an einem Tag in beide Richtungen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  2. next.motion OHG, Leipzig, Gera

Start für die Alpenüberquerung am 4. Juli 2015 war der Flughafen Hahnweide in Kirchheim unter Teck, etwa 20 Kilometer südöstlich von Stuttgart. Ziel war der Flughafen in Calcinate del Pesce in Norditalien, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Mailand. Für die 320 Kilometer lange Strecke benötigte der E-Flieger etwa zwei Stunden. Die Route führte auch über die Schweiz - damit das Flugzeug sicher über die Berge kam, stiegen die Piloten bis auf 4.000 Meter auf.

Nach dem Laden des Akkus startet E-Genius wieder

Zeit für einen Ausflug zum nahegelegenen Lago Maggiore blieb den Piloten nicht: Sie luden den Akku und starteten nach wenigen Stunden wieder. Zurück ging es über den Gotthard-Pass - so hatten die Piloten mehr Zeit für den Steigflug, um die über 3.000 Meter hohen Schweizer Berge zu überfliegen. Auch wenn die Flugstrecke auf dem Rückweg wegen des Umwegs 45 Kilometer länger war, schafften es Ohlmann und Geiß am gleichen Tag wieder zurück nach Hahnweide.

Für den doppelten Alpenüberflug benötigte E-Genius 83 Kilowattstunden - das entspreche der Energie von 9,2 Liter Benzin, sagen die Initiatoren des Projekts. Die Kosten für den Flug betrugen bei den aktuellen Strompreisen 21 Euro.

Zeit für Premieren im Elektroflug

Es war das erste Mal, dass ein Elektroflugzeug die Alpen überquert hat - und die Premiere gab es einen Tag, nachdem André Borschberg seinen Rekordflug über den Pazifik beendete: Er war mit dem mit Sonnenenergie betriebenen Flugzeug Si2 von Japan nach Hawaii geflogen. Für die knapp 8.300 Kilometer Etappe der Weltumrundung in dem Solarflugzeug benötigte er fünf Tage und Nächte.

Die nächste Premiere für einen Elektroflieger steht in dieser Woche an: Der Franzose Didier Esteyne will mit dem Airbus E-Fan 2.0 über den Ärmelkanal von Dover nach Calais fliegen. Der E-Fan ist der Prototyp eines zweisitzigen Sportflugzeuges, das Airbus in einigen Jahren in Serie produzieren will. In einigen Jahrzehnten sollen sogar Verkehrsflugzeuge mit Elektroantrieb fliegen.

E-Genius wurde in Stuttgart entwickelt

E-Genius ist ein Motorsegler mit Elektroantrieb, der an der Universität in Stuttgart entwickelt wurde. Das Flugzeug ist gut 8 Meter lang und hat eine Spannweite von knapp 17 Metern. Angetrieben wird es von einem Elektromotor mit einer Leistung von 60 Kilowatt. Der Rumpf besteht aus Kohlefaser und ist in Sandwich-Bauweise ausgeführt. Das Flugzeug bietet Platz für zwei Insassen, das Startgewicht kann 850 Kilogramm betragen.

Mit Strom versorgt wird die E-Maschine von einem Akku. Die Reichweite des Flugzeug beträgt nach Angaben der Entwickler rund 400 Kilometer. Erstmals geflogen ist es im Mai 2011.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (-88%) 2,49€
  2. (-77%) 11,49€
  3. 55,11€ (Bestpreis!)
  4. 299€ + 4,99€ Versand oder Abholung im Markt

FreiGeistler 10. Jul 2015

Und die Solarflugzeuge etwas anpasst und mit kleinen Bordcomputern ausstattet (sparsames...

minecrawlerx 10. Jul 2015

Das ist jetzt vielleicht zu philosophisch für Golem, aber ist ein Solarflugzeug nicht...

Desertdelphin 09. Jul 2015

Das ist alles nur Propaganda der finanzstarken Ökoindustrie. Auch der Klimawandel ist...

Niantic 09. Jul 2015

frisst der propellerflieger von darwin airlines zwischen zürich und florenz auch nicht...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ2 Compact - Test

Sony hat wieder ein Oberklasse-Smartphone geschrumpft: Das Xperia XZ2 Compact hat leistungsfähige Hardware, eine bessere Kamera und passt bequem in eine Hosentasche.

Sony Xperia XZ2 Compact - Test Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

    •  /