Seitenhieb auf Apple

In einem Seitenhieb auf andere Anbieter sagte Musk: "Wir möchten betonen, dass unser Ziel darin besteht, die Nutzung nachhaltiger Energie zu fördern. Es geht nicht darum, ein geschlossenes System ('walled garden') zu schaffen und damit unsere Konkurrenz zu schlagen, was von einigen Unternehmen so gemacht wird." In einem vorgetäuschten Husten war dann noch das Wort "Apple" zu vernehmen. Dem Tesla-Chef zufolge muss das Ladenetzwerk schneller wachsen als die eigene Autoproduktion.

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Im Prinzip sind Teslas Pläne zu begrüßen, mit einer besseren Auslastung der Supercharger das eigene Netzwerk auszubauen. Doch die "dynamische Preisgestaltung" würde das Laden von Elektroautos auf der Langstrecke noch ein bisschen komplizierter machen. Während bislang die Stromkosten bei einem Roaminganbieter in der Regel an jeder Gleichstromladesäule gleich sind (mit Ausnahme von Ionity), können die Tarife nun je nach Uhrzeit und Ladezustand differieren.

Droht ein Durcheinander bei den Tarifen?

Ziehen andere Anbieter mit diesem Preismodell nach, könnte das Durcheinander bei den Ladetarifen künftig noch größer werden. Das wäre dann vergleichbar mit der Preispolitik der Mineralölkonzerne an den Tankstellen. Andererseits könnte die Lenkungswirkung durch die Preise in der Tat dazu führen, dass die Ladestationen besser ausgelastet und nicht von Elektroautos blockiert werden, deren Akku schon längst aufgeladen ist. Das setzt allerdings voraus, dass der Kunde schon vor dem Erreichen der Ladestation weiß, wie viel die Kilowattstunde kostet und welche Ladesäule er am besten anfährt.

Nach den Erfahrungen von Golem.de ist das Schnellladenetz an den Autobahnen inzwischen deutlich besser ausgebaut als noch vor zwei bis drei Jahren. Bislang haben wir noch nicht den Fall beobachtet, dass alle Schnelllader an einem Standort belegt waren, wobei es nicht mehr so selten ist, dass mehrere Nicht-Teslas gleichzeitig laden.

Elektromobilität: Theorie und Praxis zur Ladeinfrastruktur (de-Fachwissen)

Zugang über Roaming wäre sinnvoll

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Wie sich die Öffnung der Supercharger für andere Marken in der Praxis auswirken wird, hängt vermutlich sehr individuell vom jeweiligen Standort ab. Gibt es in der Umgebung keine Alternative durch andere Anbieter, könnten die Ladesäulen künftig stärker frequentiert werden. Die Standorte befinden sich zudem nicht direkt an Autobahnraststätten, sondern meist an Autohöfen, die aus beiden Fahrtrichtungen erreichbar sind. Ebenfalls will Tesla künftig mehr innerstädtische Supercharger wie bereits in Berlin-Schöneberg anbieten.

Sinnvoll wäre jedoch, wenn für den Ladezugang nicht noch eine zusätzliche Tesla-App erforderlich wäre, sondern die Ladesäulen in das Roaming von Dienstleistern wie Plugsurfing, EnBW oder Maingau Energie aufgenommen werden könnten.

Letztlich sollten daher vom Ausbau der Ladenetzwerke alle Elektroautofahrer profitieren. Sollte eine bessere Auslastung zu niedrigeren Preisen führen, wäre das ein positiver Nebeneffekt. Ausgedehnte Ladepausen im Autohof oder an der Raststätte könnten in Zukunft allerdings rarer werden. Das liegt nicht nur an den höheren Stromkosten, sondern auch an der Tatsache, dass die Ladegeschwindigkeiten inzwischen deutlich schneller geworden sind. Wenn wie beim neuen EQS von Mercedes-Benz in 15 Minuten 300 km Reichweite nachgeladen werden können, wird sogar die Zeit für eine Kaffeepause etwas knapp.

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 Elektroautos: Was bringt die Öffnung von Teslas Superchargern?
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KingTobi 02. Aug 2021 / Themenstart

Doch die "dynamische Preisgestaltung" würde das Laden von Elektroautos auf der...

sadan 29. Jul 2021 / Themenstart

Jo die lösung find ich auch super, nur kann ich dadurch faktisch zur rush hour auch...

jo-1 29. Jul 2021 / Themenstart

Was will mir Elon damit sagen? Er bemängelt einen walled garden - den kann ich bei Ihm...

chefin 28. Jul 2021 / Themenstart

Unabhängig davon das all diese Argumente richtig sind, wir brauchen keine neuen...

chefin 28. Jul 2021 / Themenstart

Jo, is der absolute Burner. Man fährt mit 40km Restreichweite zur Ladestation, sieht den...

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