Elektroautos: VW überholt Tesla bei Neuzulassungen in Deutschland
VW hat die Spitzenposition bei reinen Elektroautos in Deutschland von Tesla zurückerobert. Mit 41.475 Erstzulassungen in den ersten sieben Monaten des Jahres liegt die Wolfsburger Marke wieder knapp vor dem US-Konkurrenten, der auf 40.289 Pkw kam. Das geht nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Noch zum Halbjahr und auch im Gesamtjahr 2022 lag Tesla vorn.
Auf den weiteren Plätzen folgen mit Stand Ende Juli Mercedes mit 20.613 Erstzulassungen vor Audi mit 16.786, BMW mit 15.987 und Hyundai mit 15.411. Insgesamt registrierte das KBA von Januar bis Juli 268.926 Erstzulassungen von reinen Elektroautos.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 produzierte die Autoindustrie in Deutschland im ersten Halbjahr dieses Jahres fast doppelt so viele Elektroautos. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA)(öffnet im neuen Fenster) stieg die Produktion um 93 Prozent auf 672.900 Fahrzeuge.
Nur noch leichter Anstieg bei Plug-in-Hybriden
"Besonders stark wächst dabei die Produktion von rein batterieelektrischen Pkw (BEV). Insgesamt liefen in den ersten sechs Monaten 523.900 BEV vom Band, 142 Prozent mehr als im identischen Zeitraum des Vorjahres" , schreibt der Verband. Das dürfte vor allem am Tesla-Werk in Grünheide liegen, wo wöchentlich inzwischen mehr als 5.000 Fahrzeuge pro Woche produziert werden.
Trotz des Förderstopps durch die Bundesregierung legte die Produktion von Plug-in-Hybriden (PHEV) ebenfalls zu, allerdings nur um 13 Prozent auf 149.000 Einheiten. "Im ersten Halbjahr hat Deutschland damit bei der Produktion von E-Pkw die USA überholt und liegt nun weltweit auf Platz 2" , schreibt der Verband. Zudem würden in keinem anderen Land in Europa im ersten Halbjahr mehr E-Pkw produziert als hierzulande.
Rückläufige Zahlen meldet der VDA allerdings bei den Bestellungen. "Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Juli dieses Jahres 5 Prozent weniger Bestellungen registriert. Im ersten Halbjahr gaben die Inlandsaufträge um 25 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nach" , hieß es. Der ausländische Auftragseingang habe im Juli 6 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus gelegen. Im Jahresverlauf gingen die Aufträge aus dem Ausland demnach um 5 Prozent zurück. Berücksichtige man die Aufträge aus dem In- und Ausland zusammen, seien in den ersten sieben Monaten 8 Prozent weniger Aufträge als im selben Zeitraum des Vorjahres registriert worden.
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