• IT-Karriere:
  • Services:

Elektroautos: VW soll billigere Akkus als Tesla haben

Der Preis für die Batterie ist der entscheidende Kostenfaktor bei Elektroautos. Volkswagen soll dabei erstmals eine markante Schwelle unterschritten haben. Das erhöht den Druck auf potenzielle europäische Hersteller.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Sonderedition des ID.3 ist schon ausverkauft.
Die Sonderedition des ID.3 ist schon ausverkauft. (Bild: Volkswagen)

Der Autokonzern Volkswagen kann bei der Produktion seiner Elektroautos angeblich auf besonders günstige Batteriezellen zurückgreifen. Einem Bericht der New York Times zufolge ermöglichen die hohen Produktionszahlen bei den geplanten Modellen wie dem ID.3 einen Preis von weniger als 100 US-Dollar pro Kilowattstunde (kWh). Das Blatt beruft sich auf namentlich nicht genannte VW-Manager. Volkswagen-Vorstand Ralf Brandstätter habe die Angaben nicht dementiert, sondern auf die entsprechende Frage mit einem Grinsen reagiert.

Stellenmarkt
  1. über SCHAAF PEEMÖLLER + PARTNER TOP EXECUTIVE CONSULTANTS, Nordrhein-Westfalen
  2. Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim

Der Batteriepreis gilt als entscheidender Kostenfaktor beim Bau vollelektrischer Autos. Audi hatte im April 2018 noch den Preis für die Batterie des Etron mit ihren 95 Kilowattstunden auf mehr als 25.000 Euro beziffert. Das wären rund 250 Euro pro kWh. Allerdings dürfte sich der Preis von weniger als 100 Dollar beim Mutterkonzern VW nur auf die Zellen beziehen, die nicht von dem Autohersteller selbst produziert werden. Die Batterien für die ID-Familie sollen überwiegend im Volkswagen-Komponenten-Werk Braunschweig zusammengesetzt werden.

Sonderedition des ID.3 ausverkauft

Einer Analyse der Bank UBS zufolge konnte Tesla im vergangenen Jahr seine Batteriezellen für einen Preis von 111 US-Dollar pro kWh in seiner Gigafabrik in Nevada produzieren. Dem damaligen Bericht der Financial Times zufolge (Paywall) war das Unternehmen damit noch deutlich günstiger als die asiatischen Hersteller wie LG Chem, CATL oder Samsung SDI. Das Tesla Model 3 verfügt derzeit bei einem günstigeren Preis über eine deutlich höhere Reichweite als Elektroautos deutscher Hersteller wie der Audi Etron oder der Mercedes-Benz EQC.

VW setzt bei seiner Konzernstrategie voll auf den Elektroantrieb und will in den kommenden zehn Jahren Millionen vollelektrische Elektroautos bauen. Als erstes Elektroauto für den Massenmarkt will VW den ID.3 auf der IAA präsentieren. Dem Unternehmen zufolge ist die auf 30.000 Exemplare beschränkte Sonderedition des ID.3 bereits ausverkauft. "Die meisten Pre-Booker leben in Deutschland, Norwegen, Niederlande, Schweden und Großbritannien", hatte VW in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Zweites Batteriekonsortium beschlossen

Die sinkenden Preise bei der Batteriezell-Produktion könnten jedoch zur Folge haben, dass der Aufbau einer europäischen Zellfabrik schwieriger wird. So haben in der vergangenen Woche neun europäische Staaten ein Arbeitsprogramm für einen zweiten europäischen Batterieverbund beschlossen. An einem Workshop in Berlin hätten sich rund 30 Unternehmen aus Frankreich, Polen, Italien, Finnland, Belgien, Schweden, der Slowakei, Spanien und Deutschland beteiligt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. "Innerhalb nur eines Jahres ist es uns gelungen, zwei europäische Großprojekte zur Batteriezellfertigung auf das Gleis zu setzen. Das zeigt, welche Kraft europäische Mitgliedstaaten und Unternehmen in einem komplexen industriellen Umfeld gemeinsam aufbringen können", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Medienberichten zufolge sollen die deutschen Konzerne BMW, BASF, Varta und BMZ beteiligt sein.

Die Bundesregierung will den Aufbau einer Batteriezellproduktion in Deutschland mit bis zu einer Milliarde Euro unterstützen. Allerdings hatte Altmaier bei der Vorstellung der Pläne im November 2018 eingeräumt, dass Europa den Wettlauf um die billigste Produktion nicht gewinnen könne. Stattdessen müsse man die "besten Batterien" herstellen. Diese zeichneten sich durch "hohe Energiedichte und Leistungsfähigkeit zu wettbewerbsfähigen Preisen" aus. Erforderlich seien zudem "nachhaltige und umweltverträgliche Produktions- und Entsorgungsbedingungen", eine hohe Recyclingquote sowie faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Wertschöpfungskette.

Erstes Konsortium mit Opel und Siemens

Die EU-Kommission hatte bereits im Jahr 2017 eine Batterieallianz ins Leben gerufen, der mehr als 250 Firmen angehören. Die Zellproduktion müsse zu einem neuen Airbus-Projekt werden, hatte EU-Kommissar Maros Sefcovic in Anspielung auf die in den 1970er Jahren angeschobene Flugzeugproduktion gesagt.

Ein erstes deutsch-französisches Konsortium zur Batterieproduktion war bereits Anfang Mai 2019 vorgestellt worden. Daran beteiligt sind der französische Batteriehersteller Saft, der Siemens-Konzern, der deutsche Batteriespezialist Manz, der Autohersteller Peugeot-Citroën-Opel (PSA) und der belgische Chemiekonzern Solvay.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99
  2. 4,99€
  3. (-74%) 15,50€
  4. 20,49€

SanderK 25. Nov 2019

Kennst Du aktuelle Preise pro kWh?

SanderK 25. Nov 2019

Müssen, tun die Tesla Akkus auch nix: hr Fahrzeug ist durch eine beschränkte...

mainframe 25. Nov 2019

Bei nem Preis von 54000¤ finde ich das nicht wirklich atraktiv. Da finde ich einen...

mainframe 25. Nov 2019

Bitte Details

Terence01 15. Sep 2019

Der Lithiumgehalt der Akkus ist ja nicht hoch, bei einem TESLA sind das ca. 6 kg. Wie...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
    Quantencomputer
    Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

    Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
    2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
    3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

      •  /