Elektroautos: VW kappt Schnittstelle für Heimautomation
VW hat eine Änderung bei seinen Fahrzeugschnittstellen vorgenommen. Seitdem können Besitzer von Elektroautos des Herstellers sowie dessen Untermarken wie etwa Skoda nicht mehr wie zuvor auf die Livedaten ihres Autos zugreifen, wie Günter Borns IT-Blog(öffnet im neuen Fenster) in einer dreiteiligen(öffnet im neuen Fenster) Serie(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
VW-Besitzer konnten das API verwenden, um ihr Fahrzeug in das Heimautomatisierungssystem einzubinden. Auf diese Weise lässt sich etwa automatisieren, dass das Auto nur zu den Zeiten lädt, in denen die PV-Anlage Strom im Überschuss produziert (also mittags). Es ist auch möglich, das Auto automatisch laden zu lassen, wenn die Reichweite einen bestimmten Wert unterschreitet.
Das Auto lässt sich auch als Stromspeicher einbinden, der zu bestimmten Zeiten Energie an das Heimsystem abgibt. Ebenso möglich sind eine automatische Vorklimatisierung und viele weitere Funktionen. Dazu konnten Elektroautobesitzer bisher eine Reihe von Open-Source-Tools verwenden, die alle auf das API mit den Realdaten des jeweiligen Fahrzeugs zugreifen.
Daten werden nicht mehr an Open-Source-Programme übermittelt
Seitdem VW, wie im April 2026 in einer kleinen Mitteilung auf einer Unterseite des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) angekündigt, diese Schnittstelle "umgestellt" hat, können die Programme nicht mehr auf die Daten zugreifen. Trotz Nutzerkonten werden diese nicht mehr übermittelt, weshalb die Tools nutzlos geworden sind.
Die Nutzer regen sich in verschiedenen Threads, Kommentaren und Leserbriefen an Günter Born entsprechend auf. Mittlerweile sollen bereits einige Lösungen(öffnet im neuen Fenster) gefunden worden sein, diese scheinen aber eher nur bei bestimmten Fahrzeugmodellen zu funktionieren – und auch das nicht immer. Eine grundsätzliche Funktionalität wie zuvor wurde noch nicht wieder hergestellt.
An die Daten kommen VW-Autobesitzer zwar weiterhin, allerdings nicht in einer Form, die für die Nutzung in Heimautomatisierungssystemen nützlich ist. Auf Anfrage liefert VW die Daten nach etwa einem Tag als ZIP-Datei. Auch dabei soll es zu Problemen kommen, wie berichtet wird. Für eine Live-Automation sind die veralteten Daten aber sowieso nicht zu gebrauchen.
VW-App ist kein Ersatz
Die von VW angebotene App VW Connect bietet einige Automatisierungsfunktionen, die aber den Umfang der Open-Source-Lösungen nicht erreichen. Entsprechend ist sie für Nutzer keine Alternative. In einer kostenpflichtigen Plus-Variante gibt es zusätzliche Funktionen, dies kostet nach dem dreijährigen Gratis-Nutzungszeitraum nach Kauf des Neuwagens aber 80 Euro im Jahr. Einen Zugriff auf das API erhalten Nutzer auch dann nicht.
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