Elektroautos: VW hält die Konkurrenz auf Distanz

Der Volkswagen-Konzern profitiert weiterhin von der Schwäche des früheren Marktführers Tesla bei den Neuzulassungen für E-Autos. Im ersten Halbjahr 2025 entfielen rund 46 Prozent der 248.726 Neuzulassungen auf die Marken des Konzerns. Das geht aus der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für Juni 2025 hervor(öffnet im neuen Fenster) . Der US-Hersteller Tesla kam hingegen auf 3,6 Prozent.
Im ersten Halbjahr 2024 konnte sich Tesla noch 11,5 Prozent der vollelektrischen Neuzulassungen sichern; die VW-Marken kamen zusammen auf rund 32 Prozent.
BMW knapp vor Skoda
Mit einem Marktanteil von 9,1 Prozent lag BMW in den ersten sechs Monaten hinter VW mit 21,1 Prozent und knapp vor Skoda mit 9,0 Prozent. Die Tschechen profitierten dabei von den Erfolgsmodellen Enyaq und Elroq.
Im Juni konnte der ID.3 den größeren ID.7 von der Spitze verdrängen. Der Einstiegsstromer von VW kam auf 2.521 Neuzulassungen, gefolgt vom Skoda Elroq (2.437) und dem ID.7. Das Mittelklassemodell mit Limousine und Tourer bleibt jedoch mit 18.017 Exemplaren das meistverkaufte E-Auto im ersten Halbjahr. Teslas Model Y kam im Juni auf Platz zehn und erreichte im Jahresverlauf mit 6.305 Neuzulassungen Platz neun. Vor einem Jahr führe das Crossover-SUV noch die Top Ten an.
China holt auf
Die chinesischen Marken BYD, GWM, Nio, MG, Leapmotor oder XPeng kommen weiterhin auf eher bescheidene Marktanteile. Im ersten Halbjahr erreichten die genannten Hersteller rund 5,5 Prozent der Neuzulassungen, wobei BYD den bisherigen Spitzenreiter MG Roewe mit 4.544 E-Autos überholte.
Anders sieht die Rechnung aus, wenn man die in China produzierten Fahrzeuge berücksichtigt. So werden die aktuellen Smart-Modelle sowie das Tesla Model 3, der BMW iX3, der Mini Cooper SE oder der Seat Tavascan in China gebaut. Zudem haben Volvo und Polestar inzwischen chinesische Eigentümer und könnten daher ebenfalls China zugeschlagen werden. Dann käme das Land auf einen Anteil von mehr als 15 Prozent.



