Elektroautos: Tesla senkt Leasingkosten für Model 3 und Y

Tesla Deutschland bietet das neue Model Y mit Hinterradantrieb zu einer monatlichen Leasingrate von 499 Euro bei einer Laufzeit von 48 Monaten an. Diese Option wird ohne Anzahlung angeboten. Auf dem Markt gibt es teilweise Angebote von Drittanbietern, die etwa 50 Euro weniger im Monat kosten. Für Kunden, die einen finanzierten Kauf bevorzugen, wird ein Sollzinssatz von 1,99 Prozent für alle Varianten des Model Y aufgerufen.
Parallel dazu wird das Model 3 zu neuen Konditionen angeboten. Die Variante mit Hinterradantrieb ist für 429 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 48 Monaten erhältlich. Auch hier entfällt die Anzahlung. Bei beiden Leasing-Angeboten ist eine jährliche Fahrleistung von 10.000 km inkludiert. Bei einer Finanzierung können Interessenten von einem niedrigen Sollzinssatz von 0,99 Prozent profitieren.
Diese Sonderkonditionen gelten nur für beantragte Finanzierungen von Model Y(öffnet im neuen Fenster) und Model 3(öffnet im neuen Fenster) , die ab dem 30. April 2025 eingehen und bei denen die Fahrzeugauslieferung bis zum 30. Juni 2025 erfolgt, teilte Tesla mit.
Diese Angebote folgen nach Angaben von Tesla nach der abgeschlossenen Umstellung der Produktionslinien in allen Tesla-Fabriken, einschließlich der Gigafactory Berlin-Brandenburg, auf das neue Model Y. Die massiven Umsatzrückgänge erwähnte Tesla nicht.
Tesla verfolgt mit diesen Angeboten vermutlich das Ziel, seinen Umsatz in Deutschland wieder zu erhöhen. Interessierte Kunden können die vollständigen Bedingungen, Details und Preise auf der offiziellen Tesla-Website einsehen.
Für Tesla läuft es nicht gut
Tesla gab für das erste Quartal 2025 Ende April schlechte Zahlen bekannt. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Prozent auf 409 Millionen US-Dollar. Tesla verzeichnete zudem einen Umsatz von 19,3 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Das Unternehmen führte einen Großteil des Einbruchs auf die gleichzeitige Umstellung der Produktionslinien für das aktualisierte Model Y in allen vier Produktionsstätten zurück. Diese Umstellung verursachte einen mehrwöchigen Produktionsausfall Anfang des Jahres.
Die Fahrzeugauslieferungen fielen um 13 Prozent auf 336.681 Einheiten, wobei die Auslieferungen des Model 3/Y um 12 Prozent zurückgingen.
US-Politik und Elon Musk belasten den Ausblick
Tesla ist zudem besorgt wegen der Unsicherheiten auf den Automobil- und Energiemärkten durch die US-Handelspolitik. Diese Veränderungen beeinflussten "die globale Lieferkette und die Kostenstruktur von Tesla und unseren Mitbewerbern negativ."
Politische Faktoren scheinen eine immer wichtigere Rolle bei der Ablehnung der Marke zu spielen. Tesla-CEO Elon Musk wurde wegen seines Engagements in der deutschen Politik kritisiert, insbesondere wegen seiner Unterstützung für die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD). Sein Ruf litt zudem unter umstrittenen Aktionen und Social-Media-Beiträgen, die von einigen als Förderung extremistischer Ideologien interpretiert wurden. Dazu kommt seine Rolle als Kostensenker für die amtierende US-Regierung, in der er mit teils brachialen Methoden gegen Behörden und deren Mitarbeiter vorgehen ließ.



