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Elektroautos: Tesla Model S erhält eigene Rennserie

Der Tesla Model S beschleunigt in der schnellsten Version in knapp 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h – das dürfte ein Argument sein, eine Rennserie mit den Elektroautos aufzulegen. Die genauen Daten der siebenteiligen Electric GT World Series 2017 stehen noch aus.
/ Andreas Donath
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Tesla-Rennserie geplant (Bild: Tesla Motors)
Tesla-Rennserie geplant Bild: Tesla Motors

Elektroautos zeichnen sich durch eine gute Beschleunigung aus. Das wollen die Veranstalter der Electric GT World Series in einer modellgebundenen Rennserie nutzen, bei der ausschließlich Fahrzeuge des Typs Model S P85+ von Tesla Motors fahren dürfen, wie Motorsport.com(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Die Fahrzeuge sind heckgetrieben. Tesla bietet zwar auch eine Allradvariante an, doch diese wird nicht genutzt, was bei Rennen allerdings nicht ungewöhnlich ist.

Montage des Model S – Tesla Motors
Montage des Model S – Tesla Motors (02:11)

Von der Serie werden die Tesla-Fahrzeuge nur geringfügig abweichen – stärkere Bremsen, eine verfeinerte Akkukühlung, eine bessere Aerodynamik, entsprechende Sitze, eine angepasste Federung sowie einen Überrollkäfig wird es aber geben. Zur Gewichtsreduktion werden vermutlich überflüssige Teile ausgebaut. Die Serienfahrzeuge wiegen über zwei Tonnen, zeichnen sich jedoch durch einen niedrigen Schwerpunkt und eine gute Gewichtsverteilung aus. Nach Angaben des technischen Direktors von Electric GT Holdings, die die siebenteilige Rennserie veranstalten wollen, werden die rennfertig gemachten Model S bereits in Spanien getestet.

Die Rennen sollen in Europa, Nordamerika und Asien stattfinden. Genannt wurden Barcelona, Donington in Großbritannien, Mugello in Italien sowie Estoril in Portugal. Weitere Orte und die genauen Veranstaltungsdaten stehen noch aus. Zehn Teams mit jeweils zwei Tesla Model S P85+ sollen bei den Rennen teilnehmen. Die neuen Model S P90 werden nicht eingesetzt.

Ein markenoffenes Elektroautorennen ist die Formel E, die schon in der zweiten Saison fährt. Dabei handelt es sich aber nicht um seriennahe Fahrzeuge, sondern um solche, die speziell für die Rennstrecke gebaut wurden. Golem.de kritisierte, dass in den knapp 900 Kilogramm schweren Wagen nur ein 200 Kilogramm schwerer Akku mit einer Kapazität von 28 Kilowattstunden (kWh) eingebaut werde. Außerdem führen die genutzten Allwetterreifen dazu, dass nur geringe Kurvengeschwindigkeiten erreicht werden können.


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