Elektroautos: Tesla in tiefroten Zahlen trotz Umsatzboom

Tesla musste einen Verlust von 709,6 Millionen US-Dollar beichten, der im abgelaufenen Quartal entstanden ist(öffnet im neuen Fenster) . Im Vorjahresquartal lag der Verlust bei nur 330,3 Millionen US-Dollar. Doch beim Umsatz gibt es Erfreuliches zu berichten: Dieser wuchs im Jahresvergleich auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Tesla erzielte so ein Plus von 26 Prozent. Das lag deutlich über den Analystenerwartungen, weshalb die Aktie leicht stieg. Zuvor hatte sich Musk bei der Telefonkonferenz sichtlich ungehalten über einige Fragen von Analysten gezeigt und weigerte sich, diese zu beantworten.
Während der Bilanz-Telefonkonferenz erläuterte Firmenchef Elon Musk seinen Plan, das Modell Y zu bauen. Es handelt sich um einen kleinen Cross-Over, der im Jahr 2020 auf den Markt kommen soll und laut Musk eine Fertigungsrevolution auslösen soll. Das Fahrzeug soll an einem neuen Fabrikstandort gebaut werden. Wo, ist noch nicht bekannt. Die Modell-Y-Architektur sei mit dem Ziel einer schnellen und einfachen Fertigung entwickelt worden, verriet Musk, ohne ins Detail zu gehen. In den nächsten Monaten wolle er mehr zu den Produktionsplänen sagen. Das neue Auto wird nicht auf der Architektur des Model 3 gebaut. Tesla wolle die 12-Volt-Akku-Architektur loswerden, die noch immer in den Autos steckt. Das soll den Aufwand der Verkabelung deutlich verringern und den Produktionsprozess vereinfachen.

Beim Model 3 hatte sich Tesla hier deutlich übernommen . Tesla wollte die Endmontage stark automatisieren, doch das klappte offenbar nicht, was einen Fertigungsstau verursachte, der Kunden verärgerte und die Börse verunsicherte. Tesla könne die Produktionsrate des Model 3 im zweiten Quartal verdreifachen oder vervierfachen, meinte Musk, der sich inzwischen persönlich um die Abläufe kümmert und nach eigenen Angaben in der Fabrik übernachtet. Er will die Wochenproduktion bis Ende Juni 2018 auf 6.000 Stück erhöhen. Eigentlich hätte Tesla diese Produktionsmenge längst erreichen müssen.
Zu den Plänen, ein Netzwerk für einen autonomen Mitfahrdienst zu gründen, verriet Musk lediglich, dass das Unternehmen aus technischer Sicht bis Ende 2019 fertig sein werde. Wann Mitfahren wirklich möglich ist, verriet er nicht.