Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elektroautos: Tesla auch in den USA mit sinkenden Verkäufen

In den USA verkaufen sich Elektroautos besser als im letzten Jahr – für Tesla geht der Absatz aber wie in vielen anderen Ländern zurück.
/ Tobias Költzsch
34 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Elon Musk und Donald Trump in einem Tesla Model S (Bild: Andrew Harnik/Getty Images)
Elon Musk und Donald Trump in einem Tesla Model S Bild: Andrew Harnik/Getty Images

In den USA sind im ersten Quartal 2025 im Vergleich mit dem ersten Quartal 2024 11,4 Prozent mehr Elektroautos verkauft worden. Das meldet das autozentrierte US-Medien- und Marktforschungsunternehmen Cox Automotive(öffnet im neuen Fenster) . Tesla profitiert von diesem Aufschwung allerdings nicht, ebenso wenig der deutsche Hersteller Mercedes-Benz.

Insgesamt wurden fast 300.000 neue Elektroautos in den USA abgesetzt. Gemessen an allen Neuwagenverkäufen betrug der Anteil an Elektroautos 7,5 Prozent – im Vorjahrenzeitraum waren es 7 Prozent. Dieser Anteil ist verglichen mit anderen Ländern zwar immer noch relativ gering, aber auch nicht so gering, wie laut Cox Automotive in den USA gerne behauptet wird. Zum Vergleich: Im Januar 2025 lag der Anteil an Elektroautos bei den Neuzulassungen in Deutschland bei 17 Prozent(öffnet im neuen Fenster) .

Tesla verzeichnete im ersten Quartal in den USA einen Rückgang von 9 Prozent bei den abgesetzten Fahrzeugen. Damit verliert das Unternehmen von Elon Musk auch in den USA an Boden, wenngleich wesentlich weniger dramatisch als in anderen Ländern . Im Januar 2025 wurden etwa in Schweden 44 Prozent weniger Teslas zugelassen als im Januar 2024, in Norwegen waren es 38 Prozent weniger.

Tesla mit einigen Problemen

Beide Länder gelten als Vorreiter bei Elektroautos, in Norwegen hatten 2024 fast 90 Prozent der Neuwagen einen Elektromotor. Tesla kämpft seit einiger Zeit mit einer veralteten Modellpalette, die der Konkurrenz Raum gibt, eigene Modelle zu präsentieren.

Zudem polarisiert die politische Karriere von Tesla-Chef Elon Musk bei der bisherigen Zielgruppe für Teslas, denen tendenziell eher eine Nähe zur Demokratischen Partei nachsagt wird. Als Berater für den US-Präsidenten Donald Trump ist Musk für zahlreiche Entlassungen im Regierungsapparat verantwortlich, in den letzten Jahren radikalisierte er sich politisch.

Mercedes-Benz verzeichnete im ersten Quartal in den USA einen Rückgang von 58 Prozent bei den Verkäufen von Elektrofahrzeugen. Zu den Gewinnern zählen Porsche mit einem Plus von 249 Prozent, Toyota mit einem Plus von 196 Prozent und GMC, das ein Wachstum von 183 Prozent bei den Absätzen verzeichnen konnte.

Auswirkungen durch neue Zollsätze befürchtet

Inwieweit die kommenden neuen Zollsätze die Autoverkäufe in den USA beeinflussen werden, ist nach einigem Hin und Her aktuell noch vollkommen unklar. Höhere Zölle werden den aktuellen Plänen der US-Regierung zufolge nicht nur für fertige Autos anfallen, sondern auch für Autoteile und Rohstoffe wie Stahl und Aluminium.


Relevante Themen