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Elektroautos: Next.e.GO Mobile steht erneut vor der Insolvenz

Der Elektroauto -Hersteller arbeitet mit Interessenten zusammen, um Lösungen für den Fortbestand zu finden.
/ Andreas Donath
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Der e.wave X von e.Go Mobile (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Der e.wave X von e.Go Mobile Bild: Werner Pluta/Golem.de

Über die Next.e.GO Mobile wird voraussichtlich Anfang Mai 2024 das Insolvenzverfahren eröffnet . Die Suche nach neuen Investoren solle auch nach der anstehenden Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortgesetzt werden, bekräftigte das Unternehmen per E-Mail.

Next.e.GO ist damit zum zweiten Mal seit der Gründung im Jahr 2015 von einer Insolvenz betroffen. Als Hauptgründe für die finanziellen Schwierigkeiten nannte das Unternehmen die aktuellen Herausforderungen in der Elektrofahrzeugbranche und die Volatilität der Kapitalmärkte. Eigenkapitalbasierte Finanzierungsinstrumente konnten demnach nicht im erwarteten Umfang und Tempo genutzt werden, während sich alternative Finanzierungsmöglichkeiten aufgrund der Marktbedingungen als schwierig erwiesen.

Große Hoffnungen auf das Modell e.wave X

Next.e.GO, das aus dem Umfeld der RWTH Aachen hervorgegangen ist, hatte sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, vollelektrische Kleinwagen in Serie zu produzieren. Das erste Modell des Unternehmens, der e.GO Life, wurde jedoch nur in begrenztem Umfang produziert und verkauft. Das Unternehmen setzte seine Hoffnungen auf das Nachfolgemodell, den e.wave X , für den es 11.000 Vorbestellungen meldete.

Die Verzögerungen bei der EU-Bauartzulassung des e.wave X trugen offenbar zur erneuten finanziellen Schieflage des Unternehmens bei.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der vorläufige Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth optimistisch, eine Lösung zu finden. Er will die laufenden Gespräche und Verhandlungen mit den Investoren fortsetzen, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.


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