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Elektroautos: Mercedes-Benz baut weltweites Ladenetzwerk auf

CES 2023
Nach und nach ahmen die Autohersteller das Konzept von Tesla nach. Nun will auch Mercedes-Benz eigene Ladestationen anbieten.
/ Friedhelm Greis
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Noch müssen Mercedes-Fahrer mit den unwirtlichen Ionity-Stationen Vorlieb nehmen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Noch müssen Mercedes-Fahrer mit den unwirtlichen Ionity-Stationen Vorlieb nehmen. Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Der Stuttgarter Autohersteller Mercedes-Benz will ein weltweites Ladenetzwerk für Elektroautos aufbauen. "Die Errichtung der ersten Ladeparks beginnt noch in diesem Jahr in den USA und Kanada, gefolgt von weiteren Regionen rund um den Globus" , teilte das Unternehmen am 5. Januar 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) . Ziel sei es, das gesamte Netzwerk bis zum Ende des Jahrzehnts aufzubauen. Grundsätzlich sollen die Ladesäulen allen Fahrzeugmarken offenstehen. Kunden von Mercedes-Benz sollen aber besondere Vorteile wie eine Reservierungsfunktion erhalten.

Mercedes-Benz ist neben anderen Herstellern wie BMW und Audi bereits am Ladenetz Ionity beteiligt . Doch inzwischen entwickelten Oberklassehersteller wie Porsche und Audi Überlegungen, für ihre Kunden eigene Ladenetzwerke zu errichten.

Bislang hat nur der US-Hersteller Tesla ein eigenes Supercharger-Netz für seine Fahrzeuge, das inzwischen auch von anderen Marken genutzt werden kann. Als Konsequenz des Dieselskandals baute VW in den USA das Netzwerk Electrify America auf .

Mehr als 10.000 Ladepunkte geplant

Mercedes-Benz kooperiert in den USA mit den Anbietern MN8 und Chargepoint. "Bis 2027 soll ein Netzwerk von insgesamt mehr als 400 Ladeparks mit mehr als 2.500 High-Power-Chargers (HPC) ein hochwertiges, nachhaltiges und zuverlässiges Ladeerlebnis in Nordamerika bieten" , heißt es in der Mitteilung. Bis zum Ende des Jahrzehnts werde das Netz weltweit um mehr als 10.000 Ladepunkte erweitert.

Je nach Region und Standort sollen die Ladestationen vier bis zwölf und maximal bis zu 30 Ladestellen mit bis zu 350 Kilowatt (kW) Ladeleistung bieten. Ein intelligentes Lademanagement ermögliche es, jedes Fahrzeug mit seiner maximalen Kapazität zu laden und die Wartezeiten auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Ladestationen sollen "in wichtigen Städten und Ballungszentren in der Nähe von Hauptverkehrsadern und verkehrsgünstigen Einzelhandels- und Dienstleistungsstandorten, einschließlich teilnehmender Mercedes-Benz-Autohäuser" errichtet werden. Die Ladeparks sollen "viel Platz rund um das Fahrzeug bieten und ein ungehindertes Laden von beiden Seiten ermöglichen" . Nach Möglichkeit würden die Ladepunkte wettergeschützt überdacht.

Mercedes EQE im Praxistest
Mercedes EQE im Praxistest (04:10)

Die Gesamtinvestitionen für das nordamerikanische Netzwerk sollen sich auf etwas mehr als eine Milliarde Euro belaufen und in den kommenden sechs bis sieben Jahren umgesetzt werden. Die Mittel dafür stellten etwa je zur Hälfte Mercedes-Benz und MN8 bereit.


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